Wir haben noch lange nicht genug 2013 (1)

oder auch: Keine Termine und immer leicht einen sitzen


Hinweis


Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken während unserer Kreuzfahrt ins östliche Mittelmeer im November 2013. Wer technische Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen Internetseiten aufsuchen.



Vorfreude


Nach unserer traumhaften Altantiküberquerung im Frühjahr 2012 begann für uns eine lange, grausame, kreuzfahrtlose Zeit. Hauptsächlich berufliche Gründe sprachen immer wieder gegen die Buchung einer längeren Fahrt. Da wir aber 2013 nicht ganz auf Meer und Schiff verzichten wollten entschieden wir uns für eine kleinere Reise durchs östliche Mittelmeer im November mit der Costa Fascinosa. Die Route entsprach exakt unserer allerersten Kreuzfahrt (Venedig, Bari, Katakolon, Izmir, Istanbul, Dubrovnik, Venedig) und ich konnte es kaum erwarten, wieder mit einem Kreuzfahrtschiff mitten durch Venedig zu schippern. Wir hatten uns aufgrund unserer guten Erfahrungen auf der Luminosa wieder für eine Heckkabine entschieden, doch Costa hatte andere Pläne mit uns – im August hieß es byebye Heckkabine 7440, hello Suite 7236!
Für den gewählten Zeitpunkt der Reise gab es einen ganz besonderen Grund, den ich aber nicht verraten will. Und dieses Mal wollte ich auch ganz alleine mit meinem Mann Gerald verreisen, also ohne Hausfreund Jens (dafür aber mit ca. 4000 anderen Menschen^^).
Im Laufe des Sommers wurde meine Sehnsucht nach dem „großen, weißen Zuhause“ immer größer (verdammter Entzug^^), doch die Tage schienen sich endlos hinzuziehen. Leider mussten wir dann auch noch unseren ursprünglichen Plan für 2014 aufgeben (wieder mal die beruflichen Gründe), aber dafür gibt es ja immer noch Plan B, der dann im Herbst auch nach einigem hin und her gebucht wurde. Und unsere Reise 2013 sollte ein kleiner Vorgeschmack darauf werden.
Wir hatten die Anreise zum Schiff mit dem Bus (und natürlich auch die Rückfahrt) wie immer über Costa gebucht und auch den Transfer zum Busbahnhof München/Fröttmaning sollte wieder das Airport-Shuttle Rosenmeier übernehmen. Überpünktlich kurz nach 22.30 Uhr stand dann am Samstag Abend auch unser Fahrer vor der Türe und es konnte endlich los gehen.

03.11.2013 Venedig / Italien


Die Fahrt nach Venedig übernahm ein Subunternehmer von Schmetterling-Reisen, die Fa. Kleinhenz, und schon kurz nachdem wir gegen 1 Uhr in München gestartet waren fielen mir die Augen zu. Mit nur wenigen Pausen brachten uns unsere netten Busfahrer in Rekordzeit nach Venedig und im Gegensatz zu einigen Mitreisenden hatten ich so gar nichts zu meckern.
Die frühe Ankunft in Venedig hatte allerdings auch einen großen Nachteil – die ewig lange Warterei auf die Einschiffung im Hafenterminal (das wir bereits von 2006 kannten und das immer noch einen ähnlichen „Charme“ versprühte wie damals). Bevor wir es uns in der Wartehalle „gemütlich“ machten tauschten wir natürlich erst einmal unsere Einschiffungsnummer 6 gegen die Nummer 1 (harrharr) und vertrieben uns dann die Zeit mit lesen, Musik hören und unsere Mitreisenden beobachten. Besonders unterhaltsam war ein italienischer Opa, der sich seinen Rotwein sichtlich schmecken lies und nach dem 2. Glas verdächtig schwankte.



Kurz vor 13 Uhr ging die Einschiffung dann endlich los und dank unserer CostaClub- und Suite-Privilegien waren wir ohne Wartezeit in Rekordgeschwindigkeit an Bord. Als erstes machten wir uns auf die Suche nach unserer Kabine (bzw. Suite^^) 7236, die wir auch schnell fanden. Wir staunten nicht schlecht beim Anblick unseres neuen Zuhauses für die nächste Woche und ich war erst einmal sprachlos. Alleine schon die Größe war beeindruckend und dann natürlich die vielen „kleinen“ Unterschiede zu einer normalen Balkonkabine. Liegen am Balkon, eine Espressomaschine, eine Riesenglotze, ein zusätzliches „Ankleidezimmer“ zwischen Bad und dem Rest der Kabine (inkl. Schrank, Spiegel, Tisch und Fön) und überhaupt – das Bad! Zwei getrennte Waschbecken und eine Badewanne mit Massagedüsen. HAMMER! Schränke und Schubläden waren in der Kabine auch mehr als genügend vorhanden (da hätte ich locker unseren ganzen Hausstand untergebracht^^) und die Schränke hatten Schiebetüren und waren innen beleuchtet. Zusätzlich gab es auch noch (dank „Gold-Status“ im Costa-Club) Kosmetik-Produkte (Duschgel, Apres-Sun-Creme, Badesalz, Shampoo + Spülung), Bademantel und Schlappen. Nach kurzer Zeit kamen dann auch unsere guten „Kabinengeister“, um sich vorzustellen: Steward Ruben und Butler Marconi. Die beiden staunten auch nicht schlecht als sie uns das erste Mal zu Gesicht bekamen. Da unsere Koffer noch unterwegs waren hatten wir beide noch unser Klamotten von der Hinreise an (Bomberjacke, Tarnhose^^).



Da wir ziemlich hungrig waren machten wir uns bald auf den Weg auf Deck 9 ins Buffetrestaurant „Tulipano Nero“ und machten anschließend einen ersten kleinen Rundgang über die oberen Decks.
Zurück in der Kabine überraschte uns Marconi mit ein paar Begrüßungshäppchen und auch unsere Koffer waren mittlerweile eingetroffen. Nach ausgiebiger Testung des Bades stand dann auch bald die obligatorische Rettungsübung auf dem Programm. Bis heute frage ich mich wie es die frankophone Hostess es geschafft hat, ihren Text so schnell runter zu rattern – ich bin mir sicher, die hat lediglich 2x Luft geholt. ;)
Um 17 Uhr hieß es Leinen los und die Fahrt konnte beginnen. Das Wetter war im Laufe des Nachmittags immer besser geworden (im Gegensatz zu 2006) und das gab mir Gelegenheit, massig Fotos mit meiner neuen Kamera von unserem Balkon aus zu machen. (Mein neues Stativ erwies sich als äußerst nützlich) Es ist einfach ein wahnsinnig tolles Erlebnis, mit einem großen Schiff mitten durch Venedig zu fahren. Hier hatte ich mich 2006 mit dem Kreuzfahrt-Virus infiziert!



Wir waren für das Abendessen wie gewünscht für die erste Sitzung eingeteilt worden und so machten wir uns gegen 18.30 Uhr auf dem Weg ins Restaurant „Gattopardo“ am Heck des Schiffs (war ja klar^^^). Zu unserer großen Freude hatte es auch mit dem 2er Tisch (Nr. 395) geklappt und wir waren froh, dass wir dieses Mal ganz unter uns waren. Unsere Bestellungen wurden zügig aufgenommen und die Getränke standen schon nach kurzer Zeit auf dem Tisch – so muss das sein! Wir ließen uns in aller Ruhe das leckere Essen munden und waren rundum zufrieden. Einzig das Schuhwerk des älteren Paars am Nebentisch störte etwas... die Gesundheitslatschen passten einfach so rein gar nicht in das schöne Ambiente.
Wir hatten uns entschlossen, einen eher ruhigen Abend einzulegen und so waren wir nach dem Essen und einem kleinen Verdauungsspaziergang schon bald in unserer Kabine, wo schon unser gekühlter Sekt auf uns wartete (Danke an unsere „Kabinengeister“, hat wunderbar geklappt!). Fix und fertig, aber überglücklich fiel ich schließlich in einen tiefen, erholsamen Schlaf.
Weitere Schiffe im Hafen von Venedig: Grand Holiday, Grand Celebration, MSC Fantasia, AIDAaura
Temperaturen bis 13°C
(1,5)

04.11.2013 Bari / Italien


Unglaublich, aber wahr: Ich war tatsächlich vor 8 Uhr wach, top fit und voller Tatendrang. Der Tag begann auch wirklich traumhaft mit viel Sonnenschein, auch wenn es dazu etwas windig war. Bevor uns der Hunger aus der Kabine trieb testeten wir erst einmal unseren riesigen, interaktiven Fernseher (Geralds liebstes Teil in unserer Kabine) und reservierten für Donnerstag Abend einen Tisch im „Club Fascinosa Restaurant“. Mit diesem Wunderwerk der Technik konnte man auch noch u.a. Nachrichten empfangen (keine zig Zettel mit wichtigen Infos, Werbung etc. mehr), Frühstück ordern, Ausflüge buchen und was weiß ich noch alles.
Da es im Buffetrestaurant auf Deck 9 ziemlich voll war suchten wir uns einen Platz am „Lido Via col Vento“ am Heck des Schiffes und genossen unser Frühstück inkl. Cappuccino im Freien. Die Zeit bis zu unserer Ankunft in Bari vertrieben wir uns mit einem Spritz an der „Lido Blue Moon Bar“ am zentralen Pool (der Opa aus dem Hafenterminal in Venedig hatte selbige Idee^^) bevor wir uns auf die oberen Decks begaben, um das Einlaufen in den Hafen zu beobachten (gegen 11 Uhr).
Bari ist die Hauptstadt der italienischen Region Apulien und ist als bedeutende Universitäts- und Hafenstadt bekannt.



Bald nach unserer Ankunft gingen wir von Bord, um die Stadt ein bisschen zu erkunden. Nach einem kurzen Fußmarsch waren wir auch schon in der Altstadt und schlenderten gemütlich durch die schmalen Gassen. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und die Sonne strahlte mit mir um die Wette. Für unseren kleinen Rundgang hatte ich nur einen einzigen Wunsch: ich wollte unbedingt die „Basilika San Nicola“ sehen, wo sich die Gebeine des Heiligen Sankt Nikolaus befinden. Und diese war dann auch ganz einfach zu finden und wunderschön.




Auf unserer ersten Kreuzfahrt 2006 hatten wir bereits in Bari Halt gemacht, nur waren wir damals an Bord geblieben. Dieses Mal war ich aber am Ende froh, dass wir uns die Altstadt angesehen hatten – die Altstadt mit ihren schmalen Gassen ist einfach wunderschön. Für Autofahrer stellt sie allerdings eine Herausforderung dar, ich habe kaum ein Auto ohne Kratzer oder Beulen gesehen.




Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zur Fascinosa und dort auch gleich auf Deck 9, um einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen. Da wir Lust auf Burger hatten und das Wetter einfach traumhaft schön war steuerten wir den „Grill“ am hinteren Pool an. Ich bin ja bekanntermaßen ein Fan der Pommes auf Costa Schiffen, ich könnte die Teile tonnenweise in mich hineinstopfen – schön kalorienarm mit Ketchup und Mayo natürlich. Am besten finde ich, dass die Pommes nicht gesalzen sind... was natürlich der Mecker-Front so gar nicht gefällt. Aber hey, auf jedem Tisch steht ein Salzstreuer, da kann man nach“würzen“ so viel man will. Wir wurden dann auch noch Zeugen einer fast unglaublichen Begebenheit: Eine Horde italienischer Halbwüchsiger machte es sich am Nachbartisch bequem und die Kerle schleppten immer größere Burger an. Wir wollten schon Wetten abschließen, wieviel am Ende davon zurück bleibt, aber wir wurden eines besseren belehrt. Die Meute aß ALLES KOMPLETT auf und räumte sogar die leeren (!!) Teller weg! Hätte ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen, ich würde es nicht glauben! (Jeder, der einmal mit Costa gefahren ist, kennt die halb vollen Teller, die italienische Mitreisende meist zurück lassen.)
Nach dem Essen machten wir erst mal einen Verdauungsspaziergang über die oberen Decks und verfolgten das Ablegen der Fascinosa, die sich im 14.30 auf den Weg Richtung Katakolon machte.



Danach entschlossen wir uns, noch ein bisschen durchs Schiff zu schleichen und landeten schließlich in der „Amarcord Bar“ (Mittelbar) im Atrium, wo wir uns einen Espresso und einen Cocktail des Tages (Sex on the beach) gönnten. Im Anschluss stöberten wir noch ein bisschen durch die Shops bevor wir uns in unsere Suite zurückzogen. All zu lange konnten wir uns aber nicht dem Nichtstun hingeben, da wir eine Einladung zu einem „privaten“ Cocktailempfang mit dem Kapitän vor dem Abendessen in der „Chéri Lounge“ hatten und da musste ich mich natürlich dem Anlass entsprechend stylen. Der Empfang war wirklich nett gemacht, allerdings viel zu kurz. Kapitän Nicolantonio Palombella begrüßte alle Gäste mit Handschlag und dann gab es Sekt und Häppchen (Ich steh total auf die Salami-Teilchen!!^^) bei Musik und Tanz. Nach einer kurzen Ansprache wurde gemeinsam „angestoßen“ (die anwesenden Mitglieder der Crew hatten Getränke in den italienischen Nationalfarben – sah schön aus) und dann war die Party auch schon wieder vorbei.



Beim Abendessen im „Gattopardo“ erfreuten wir uns wieder am tollen Essen und schnellen Service sowie an den schicken Socken unterm Tisch links von uns. Zumindest hatten sie ihre Gesundheitslatschen an diesem Abend in der Kabine gelassen. Der Tisch rechts war im Gegensatz zum Vorabend auch nicht mehr leer, dort saßen zwei Paare aus Holland (einer der Männer sah mir allerdings verdächtig nach Frank-Walter Steinmeier aus^^), die eindeutig besser gekleidet waren als das deutsche Paar auf der anderen Seite. Nach dem Essen wollten wir in aller Ruhe erst einmal einen Cappuccino trinken (und ich wollte natürlich eine rauchen) und wir fanden sehr schnell den absolut perfekten Platz in der Pianobar „Blue Velvet“. Dies sollte dann auch unser Stammplatz für den Rest der Reise werden, denn von dort aus hatte man einen guten Blick auf die vorbeiziehenden Leute und auch auf den Pianospieler Roberto Cecchini, der mich mit seiner Musik durchaus erfreute. Bei der Getränkebestellung klappte mir dann erst einmal der Unterkiefer nach unten – der Kellner sprach mich doch tatsächlich mit Namen an! Bei ihm hatte ich am Morgen unseren Cappu zum Frühstück bestellt, der Kerl hatte echt ein gutes Gedächtnis. Wir beschlossen, noch einige Zeit in der Pianobar zu bleiben (alleine schon wegen der guten „Aussicht“^^) und so bestellte ich mir bei meinem neuen indischen Freund noch einen Tequila Sunrise. (Steht immer noch nicht auf der Getränkekarte und ist immer noch im All-inkl.-Paket enthalten) Gegen 22 Uhr zog es uns in die „Chéri Lounge“, wo es „The Best of Rock Music“ und später die große „Rock and Roll Night“ mit DJ Jack gab. Unser Interesse galt nicht nur der Musik, wir wollten v.a. wissen, ob es sich bei DJ Jack um DEN DJ Jack von unserer ersten Fahrt mit der Costa Luminosa 2009 handelte. Wir okkupierten einen Platz im Zentrum des Universums… äh an der Bar (den üblichen mit kurzem Weg zum Raucherbereich^^) und amüsierten uns prächtig bei Cocktails und Jägermeister mit den Kellnern. Auch die Musik traf unseren Geschmack und es schien tatsächlich „unser“ Jack zu sein, jedenfalls sah er genauso aus. Nach Mitternacht torkelten wir zurück in unsere Kabine und waren mit der Welt zufrieden. Und zu meiner großen Freude gab es dann in der Nacht auch noch ein Gewitter! Huiiiii, da ging es rund! xD
Uhrumstellung: 1 Stunde vor
Temperaturen bis 25°C
(2)

05.11.2013 Katakolon / Griechenland


Gegen 8 Uhr erreichte die Costa Fascinosa den Hafen von Katakolon, ein kleines Fischerdorf in der Verwaltungsregion Westgriechenland. Der Ort wird gerne von Kreuzfahrtschiffen angefahren, da es von dort aus nur etwas über 30km zu den historischen Ausgrabungsstätten von Olympia sind. Wir hatten uns gegen einen Ausflug dorthin entschlossen, da wir das antike Olympia bereits 2006 besichtigt hatten und lieber 2014 einen Besuch gemeinsam mit Hausfreund Jens machten wollen.
Katakolon begrüßte uns erst einmal mit einem Gewitter und ich sah schon schwarz bzw. „nass“ für unseren geplanten Spaziergang durch den Ort. Wir gingen erst einmal auf Deck 9, um eine Kleinigkeit zu frühstücken und als wir uns dann gegen 10 Uhr auf den Weg von Bord machten war das schlechte Wetter verschwunden und die Sonne zeigte sich immer öfter am bewölkten Himmel.



Nach ein paar Metern Fußweg erreicht man nach kürzester Zeit das „Stadtzentrum“ (maßlose Übertreibung^^), das hauptsächlich aus Souvenirbuden und Cafés besteht. Mir reichte das für diesen Tag, ansonsten rate ich hier allerdings wirklich zu einem Ausflug (über die Reederei; es gibt aber auch Taxis, Mietwagenstationen bzw. die öffentlichen Verkehrsmittel). Wir spazierten gemütlich die Hauptstraße entlang und studierten die Auslagen der zahlreichen Geschäfte. Ein Traum! Original Dolce & Gabbana-Sonnenbrillen für sagenhafte 6 Euro (2 Stück für 10 Euro) – wenn das mal kein Schnäppchen ist!^^ Auf der Uferpromenade ging es wieder Richtung Schiff, aber nicht ohne einen Stopp in einem der zahlreichen Cafés einzulegen. Bei den mittlerweile sehr angenehmen Temperaturen von 22°C genossen wir die Sonne und unser Heineken. Wer auf der Suche nach einer neuen Uhr ist wird in Katakolon sicher auch fündig, im Minutentakt kamen schwarze Männer mit Koffern, um uns ihr Ware anzubieten. Und auch ein Musiker versuchte uns mit griechischen Klängen zu verzaubern.



Vom Hafeneingang bis zum Schiff ließen wir uns mit dem kostenlosen Shuttlebus fahren, was eigentlich ein Witz war, da die Strecke sogar für meinen Gatten zu Fuß leicht zu bewältigen ist. Aber wir waren halt einfach faul!
Mittags im Buffetrestaurant wurden wir mit griechischen Spezialitäten verwöhnt und ich hätte mich am liebsten in das Tintenfischragout hineingeworfen (der Spinat in Blätterteig war aber auch nicht zu verachten).
Pünktlich zum Ablegen um 13.20 Uhr waren wir wieder in unserer Kabine bzw. auf dem Balkon und ich konnte in aller Ruhe Fotos machen und meinen Freunden auf der Brücke zu winken.



Nachdem wir unsere Espressomaschine erfolgreich getestet hatten spazierten wir noch ein bisschen durchs mittlerweile doch spürbar schwankende Schiff und landeten am Ende in der Mittelbar, wo wir die ersten möglichen Titel für diesen Bericht überprüften und einen Teil sofort ablehnen mussten. (*kicher*)
An diesem Abend dauerte das Styling etwas länger, da das Willkommens-Gala-Abendessen auf dem Programm stand. Auf den Kapitäns-Cocktail im Theater verzichteten wir, da wir mit dem Chef ja bereits in „intimerer“ Atmosphäre angestoßen hatten. Das Essen überzeugte uns dann auch wie erwartet. Für Gerald gab es „Garnelen mit Rosa Sauce auf Mango-Reis-Salat“, „Spanferkel in Senfsauce, serviert mit Sauerkraut und gebratene Paprika-Kartoffeln“ und dazu einen Salat des Tages. Ich füllte meinen Magen mit „ „Rinder Carpaccio mit Melonen-Gelée“, „Trofiette Nudeln mit Pesto Sauce, grünen Bohnen und Kartoffeln“ und „ Geröstete Hochrippe vom Rind in seinem natürlichen Saft, serviert mit Tomate nach provenzalischer Art und Brokkoli“. Lediglich der Melonen-Glibber war nicht so ganz nach meinem Geschmack, mein Gatte verdrückte dann aber gerne die übriggelassene Hälfte davon.



Nach dem Essen zog es uns erst mal in die Pianobar auf unseren neuen Stammplatz, wo wir unter viel Gelächter Leute beobachteten und uns mit dem netten indischen Kellner unterhielten. (Winterstiefel zum Abendkleid scheinen in Italien zur Zeit ziemlich angesagt zu sein^^) Später ging es weiter in die Arschbar zur „Revival Night“, wo DJ Jack besonders meine Ohre mit Hits von z.B. Boney M und ABBA erfreute und Erinnerungen an unsere Fahrt mit der Costa Luminosa 2009 wach wurden (Boney M live im Theater). Ab 23.30 war die Bude so richtig am Kochen und das Animationsteam gab sein bestes bei der „Peace + Love Party“. Zwischendurch ergab sich sogar die Gelegenheit für einen kleinen Plausch mit DJ Jack. Er war es tatsächlich und konnte sich sogar noch an uns erinnern. Hammer! Was für ein netter Zufall, dass wir gerade auf ihn auf dieser Fahrt trafen... nach genau 4 Jahren. Ein ganz spezielles Highlight des Abends bzw. der Nacht war der 2. Kapitän Lorenzo Costaguta, der meinem Gatten um Punkt Mitternacht einen dezenten Hinweis gab und uns ein Glas Prosecco zum Anstoßen spendierte. Netter Kerl! Und dabei merkte ich anfangs nicht einmal, wer dieser Typ in Galauniform eigentlich war. Erst viel später bei einem gemütlichem Plausch im Raucherbereich kam ich auf die Idee, sein Namensschild genauer unter die Lupe zu nehmen und fiel dann natürlich aus allen Wolken. Leider musste sich unser neuer Freund irgendwann verabschieden, da er in der Früh für das Anlegen im Hafen von Izmir fit sein musste.
Wir zogen zum Abschuss ähhh Abschluss dann noch weiter in die „Disko Babylon“, wo wir uns noch den ein oder anderen Drink gönnten bis letztendlich dann Schicht im Schacht für uns war.
Temperaturen bis 21°C
(2)


Fortsetzung folgt...