10.05.2012
– Funchal / Madeira
Unsere
Ankunft in Funchal gegen 8 Uhr verfolgte ich von unserem Balkon aus
und stellte erstaunt fest, dass seit unserem letzten Aufenthalt zwei
Jahre zuvor im Hafen ein schickes Terminal gebaut worden war. Ich
freute mich schon darauf, von Bord und auf Erkundungstour gehen zu
können. Auf meinem Plan für diesen Tag stand ein Stadtbummel und
der Konsum alkoholhaltiger Getränke in der Altstadt (am liebsten in
der Kneipe, in der ich 2010 versumpft war).
Nach dem
Frühstück trieb ich dann auch meine Herren recht bald von Bord.
Nicht nur das Hafenterminal war neu, wie ich feststellen konnte, auch
der gesamte Weg vom Hafen in die Stadt war umgestaltet worden (bzw.
Bauarbeiten waren gerade im Gange). Respekt! Sieht wirklich gut aus
und so macht der Fußmarsch in die Stadt viel mehr Spaß. Unser Weg
führte uns zunächst in den St. Katarina Park (zig Salamander beim
„Aufstieg“), wo wir eine kleine Pause einlegten und uns mit ein
paar Tauben amüsierten.
Der
Ausblick vom Park aus ist immer wieder toll, auch wenn das Wetter
zunächst nicht so ganz mitspielte. Aber zumindest regnete es nicht.
Gemütlich schlenderten wir weiter Richtung Innenstadt, machten immer
wieder Fotos (u.a. von einem Haufen Scheiße^^) und erkundeten die
Auslagen der Souvenir-Läden.
Ich
brauchte nicht besonders lange, bis ich das „Restaurante a Pipa“
in einer der schmalen Gassen gefunden hatte. Wir machten es uns an
einem der Tische vor dem Lokal bequem und orderten bei der netten
Bedienung Bier und für die Herren zusätzlich noch jeweils eine
riesige Steak-Semmel (für läppische 5 Euro). Das „Restaurante a
Pipa“ kann ich jedem nur empfehlen – lecker Bier und Essen und
supernettes Personal. Wir hatten auf alle Fälle viel Spaß mit
Silvia und Sara und unseren Viecherln. („What’s his name?“ –
„Scheißer“ – „Ahhhhhh“) Es wurden natürlich zahlreiche
Fotos gemacht (mit komischen Mützen, sogar für den Geier wurde eine
organisiert^^) und etliche Bierchen konsumiert. Am Ende gab es auch
noch Madeira. Während andere Gäste lediglich ein Gläschen bekamen,
stand bei uns natürlich die ganze Flasche am Tisch. Und wenn wir
gewusst hätten, dass der Wein umsonst ist, hätten wir sicherlich
noch mehr davon getrunken. Ich wäre ja gerne noch länger geblieben
(so 3 Wochen^^), aber irgendwann war es dann doch an der Zeit, uns zu
verabschieden. Gemütlich schlenderten wir wieder zurück Richtung
Hafen und ein bisschen Shopping musste natürlich auch noch sein.
Neben T-Shirts und einer Handtasche fanden auch zwei Flaschen Madeira
den Weg in unsere Rucksäcke. Und im Hafenterminal erstand Jens dann
auch noch eine Flasche komischen Honigschnaps. (Die Flaschen wurden
uns übrigens an Bord NICHT abgenommen!)
Um 17
Uhr hieß es dann „Bye bye Funchal“ und nachdem ich noch ein eine
Zeit lang auf den oberen Deck herum spaziert war, zog ich mich in
unsere Kabine zurück, bevor wir den Abend mit einem Spritz in der
Virgo einleiteten. Nach dem Essen gingen Gerald und ich in die Grand
Bar und anschließend in die Antares. Leider verpassten wir „Die
Wahl des Mister Costa Luminosa“ – wir konnten ja auch nicht
ahnen, dass Jens beschlossen hatte, sich zum Affen zu machen (Jens:
„Ich war besoffen!“). Am Ende hat er die Wahl sogar gewonnen!!
Gratulation! Das musste natürlich begossen werden und so feierten
wir den glorreichen Sieg noch gemeinsam mit dem Animationsteam in der
Disco.
Als ich irgendwann in unsere Kabine zurückkehrte, wurde ich von einem netten Handtuchviecherl begrüßt, das Zigarre rauchend von der Decke hing.
Als ich irgendwann in unsere Kabine zurückkehrte, wurde ich von einem netten Handtuchviecherl begrüßt, das Zigarre rauchend von der Decke hing.
(3)
11.05.2012
– Seetag
Es stand
mal wieder ein Seetag auf dem Programm und ich hatte mich dazu
entschlossen, erst einmal auszuschlafen. Am späten Vormittag
bequemte ich mich dann doch aus dem Bett und suchte mir auf Deck 9
eine Kleinigkeit zu essen. Nach einem Verdauungsspaziergang zog es
mich zur hinteren Poolbar, wo ich auf Jens traf. Da ich für diesen
Tag keinerlei Pläne hatte beschloss ich spontan, mir einen kleinen
Frühschoppen zu gönnen. Auch die Hallenser und Schalke gesellten
sich zu unserer lustigen Runde und bei Corona und Spritz wurde viel
gelacht. So ein Seetag macht doch einfach Spaß!
Am
Nachmittag war ich dann aufgrund meines Alkoholkonsums ziemlich faul
und lag eigentlich nur irgendwo rum, um zu lesen bzw. meine Augen zu
entspannen.
Die
Kleiderempfehlung für den Abend war rot/weiß/grün, was bedeutete,
dass es der obligatorische italienische Abend war. Bei mir machte
sich (wie immer an diesem Abend) ein wenig schlechte Laune breit, da
sich die Reise nun unaufhaltsam dem Ende näherte. Trotzdem genoss
ich das Abendessen mit der Show der Kellner und staunte nicht
schlecht über die Reaktion von „Locke“ auf meine
Serviettenaktion. Da ich keine Lust auf ein Tänzchen mit den
Kellnern habe, binde ich mich am italienischen Abend immer mit meiner
Serviette am Stuhl fest. „Locke“ jedoch beeindruckte das
keineswegs und er holte einfach ein Messer, um mich loszuschneiden.
Ende vom Lied: Meine Laune wurde besser, aber getanzt habe ich
trotzdem nicht.
Da unser
Interesse am abendlichen Showprogramm nur mäßig war, entschlossen
wir uns dazu, eine private Poolparty zu veranstalten, was bei uns
bedeutete, dass wir es uns an der mittleren Poolbar bequem machten
und uns einige Cocktails und Jäger gönnten.
Nachdem
sich Gerald auf die Kabine zurück gezogen hatten ging ich noch mit
Jens zur hinteren Poolbar, von wo aus wir die Einfahrt in die Straße
von Gibraltar beobachteten. Leider war es ziemlich windig und kühl
(aber dafür gibt es ja Decken), trotzdem war die Passage wieder
einmal ein ganz besonderer Moment und auch die Sicht auf die
marokkanische Küste war sehr gut.
(2,5)
12.05.2012
– Malaga / Spanien
An
diesem Morgen legte die Costa Luminosa gegen 8 Uhr im Hafen von
Malaga an. Ich hatte mit Jens vereinbart, dass wir am Vormittag
gemeinsam zum nahen Strand gehen würden. Leider konnte ich nach
einem schnellen Frühstück Jens nirgendwo finden. Aber vielleicht
war das nicht einmal so schlecht, so würde ich wenigstens ein
bisschen Zeit für mich haben. Und so zog ich letztendlich alleine
los. Ich war ja nicht das erste Mal in Malaga und den Weg zum Strand
kannte ich auch.
Mit
Musik in den Ohren und der Digicam in der Hand spazierte ich
gemütlich durch das Hafengelände. Vor zwei, drei Jahren war hier
noch alles eine einzige, riesige Baustelle gewesen, doch jetzt gab es
einen breiten Fußweg und man musste keine Angst mehr haben, dass
einem die Füße weggefahren werden.
Am
Strand angekommen machte ich es mir erst einmal auf meinem Handtuch
bequem, beobachtete die Wellen, träume vor mich hin und genoss die
warme Sonne. Dann spazierte ich weiter, sammelte Muscheln und
wässerte meine Schuhe, was ein paar Spanier sehr witzig fanden
(blöde Wellen^^). Da gab es natürlich nur eines – runter mit den
Schuhen und weiter den Stand entlang! Am Ende war natürlich meine
Hose genauso nass wie meine Schuhe und ich war glücklich! Auf dem
Rückweg zum Schiff spielte ich noch schnell mal den Fremdenführer
für ein paar planlose Amerikaner und auch eine genaue Inspektion der
Geschäfte im Hafenterminal durfte natürlich auch nicht fehlen (wie
schon die letzten Male nix gefunden). Der Vollständigkeit halber sei
hier auch noch erwähnt, dass mit uns auch noch die Adventure otS
und die Island Escape im Hafen lagen.
Bereits
um 13 Uhr mussten wir Malaga wieder verlassen und ich machte es mir
in der Sonne auf Deck 11 bequem. Leider vermiesten mir heftige
Unterleibsschmerzen das Sonnenbad und ich beschloss, mich ein wenig
ins Bett zu legen und dort still vor mich hin zu leiden.
Pünktlich
zum CostaClub-Cocktail war ich dann wieder halbwegs fit und begab
mich ins Theater. Die Veranstaltung lief wie gewohnt ab und ich muss
schon sagen, putzig ist er schon der gute Matteo. (Und die blöden
Blicke der anderen Passagiere als uns Eduard freundlich grüßte
waren unbezahlbar^^) Es folgte das Abschieds-Gala-Abendessen (inkl.
Blabla, Show und Baked Alaska). Für mich gab es „Gebratenen
Mozzarella mit Tomatensauce“, „Agnolotti mit Fleisch und
Curry-Käsesauce“ und als Hauptgang „Rinderfilet serviert mit
Porcini-Pilzsauce, Gemüse-Caponata und Kartoffeln“. Und am Ende
dann natürlich den unvermeidlichen Zuckerschock.
Nach dem
Essen gingen wir zur mittleren Poolbar in der Hoffnung, dort das
Pokalendspiel zwischen Dortmund und dem FC Bayern sehen zu können.
Leider war das (warum auch immer) nicht möglich, was mir aber
durchaus recht war, da ich mich wirklich nicht besonders fühlte.
Also beschlossen wir, uns Fußball eben auf unserer Kabine anzusehen
und organisierten uns auch noch ein paar Cocktails zum Mitnehmen. Zum
Spiel selber will ich nichts sagen, der Sonnenuntergang an diesem
Abend war allerdings einfach gigantisch und entschädigte mich etwas
für das miese Gekicke der Bayern.
Die
Herren zogen nach dem Spiel noch ein bisschen durchs Schiff, während
ich mich lieber im Bett meinem Buch widmete.
(2)
13.05.2012
– Seetag
Ausgeschlafen,
halbwegs fit und schlecht gelaunt ging ich an diesem Vormittag zeitig
auf Deck 9, um zu frühstücken. Wir würden wieder den gesamten Tag
auf See verbringen und die Tatsache, dass wir am nächsten Tag Savona
erreichen würden machte mich traurig. Ich hatte mich so an das
Lotterleben an Bord gewöhnt, dass mir richtig vor dem „real life“
inkl. all der ungelösten Probleme grauste. Nach einem schnellen
Frühstück suchten wir uns einen Platz im Raucherbereich am
zentralen Pool, um uns die Show der Crew anzusehen, die wirklich sehr
gut war (besser als die auf der Concordia und die war schon toll).
Später
-nach dem Mittagessen- verzog ich mich auf unsere Kabine, um meinen
Koffer zu packen und ein wenig auf dem Balkon zu lesen und mich schon
mal seelisch auf die baldige post-cruise-depression vorzubereiten.
Nach
einem letzten Mexican Coffee in der Schokobar gingen wir ins
Restaurant zum Abendessen. Mit großer Freude stellte ich fest, dass
unsere hessischen Tischnachbarn mit Abwesenheit glänzten – so
blieb mir wenigstens die geheuchelte Freundlichkeit beim „Auf
Wiedersehen sagen“ erspart. Beim Abschied von unseren Kellnern
(inkl. gemeinsamen Foto) sparten wir nicht mit Lob (und
Geldscheinen^^) über den sehr guten Service. Keine Wartezeiten bei
den Getränken, keine falschen Gerichte – unsere Jungs hatten immer
alles voll im Griff gehabt (so wie ich mir das auch vorstelle).
Dann
gingen wir zurück auf die Kabine, um uns umzuziehen und die Koffer
fertig zu packen und vor die Tür zu stellen. (Erkenntnis am Rande:
Unser furzender Nachbar in der Suite war ein Schweizer!^^^) Der
letzte Tag auf See verabschiedete sich von uns mit einem
wunderschönen Sonnenuntergang und ich hätte mich am liebsten auf
dem Balkon festgekettet.
Als wir
die Kabine verließen, um ein letztes Mal das Nachtleben an Bord zu
genießen, stellte ich erstaunt fest, dass das Schiff irgendwie
schräg lag. Am Alkoholkonsum konnte das nicht liegen, also was war
da zur Hölle los??? Ein Blick auf den Monitor in der mittleren
Poolbar lieferte uns die Erklärung. Ich war weder verrückt noch
besoffen – wir hatten extrem starken Seitenwind (teilweise über
100 km/h)!! Also ganz ehrlich, ein bisschen unheimlich war das Ganze
schon. Ich stand in der Mitte des Schiffs und durch die Fenster auf
der einen Seite sah ich ganz normal das Meer und den Horizont, auf
der anderen Seite war allerdings nur Wasser!! Da aber weder der
Kapitän noch die Offiziere, die wir an der Bar trafen, beunruhigt
wirkten und Eduard sogar seine Späße mit uns machte (Stichwort
Wasser im Pool^^) konnte die Sache folglich nicht so schlimm sein.
Wobei ich mir irgendwie dann doch nicht so ganz sicher war, ob der
Zettel, auf den die Weißkittel starrten, nicht evtl. die Verteilung
ihrer Plätze im Rettungsboot war.
Später
spazierten wir noch ein wenig durch das Schiff und landeten am Ende
in der Disco, wo wir einletztes Mal so richtig Spaß mit dem
Animationsteam, Vroni und den Franzosen hatten. Aber leider hat auch
der schönste Abend irgendwann ein Ende...
(3)
14.05.2012
– Savona
Die
Einfahrt in den Hafen von Savona verfolgte ich von unserem Balkon aus
und kurz nach 8 Uhr verließen wir dann unsere Kabine, um ein letztes
Mal auf Deck 9 zu frühstücken. Obwohl es am hinteren Pool ziemlich
zu ging konnten wir doch einen Tisch im Raucherbereich ergattern, wo
wir bei herrlichstem Wetter auf unsere Ausschiffung warteten. Neben
uns im Hafen lag die Costa Pacifica und dann konnten wir auch noch
die Costa neoRomantica beim Einlaufen beobachten. Ich muss es leider
immer wieder sagen, aber von außen sieht dieses Schiff wirklich
häßlich aus, aber innen muss sie seit dem Umbau wirklich toll sein.
Wer weiß... vielleicht... irgendwann... steht auf alle Fälle mal
auf der Liste. Um meinen typischen Frust kurz vor Verlassen des
Schiffs etwas zu mildern, gönnte ich mir noch einen letzten Tequila
Sunrise, was meine Laune aber nicht wirklich verbesserte.
Dann
wurde es langsam Zeit, zu unserem Treffpunkt für die Ausschiffung zu
gehen. Über das anschließende Chaos will ich mich nicht großartig
äußern... bis auf eine sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiterin an
der Rezeption glänzte der Rest der Beteiligten eher mit Inkompetenz
und Planlosigkeit. Als ich mich dann an die Kreuzfahrtdirektorin
höchstpersönlich wandte wurde uns aber doch noch geholfen und wir
wurden von Bord gebracht. Die Koffer waren dann auch schnell gefunden
und der Ärger konnte in die nächste Runde gehen.
Leider sollten wir nicht mit Schmetterling Reisen nach München fahren, sondern mit einem Subunternehmer (den Namen habe ich vergessen bzw. verdrängt). Los ging es mit dem fehlenden Hinweis, dass dieses Unternehmen für Schmetterling Reisen unterwegs ist und so „fand“ eine Vielzahl der Passagiere den Bus nicht bzw. war total verunsichert. Das Einladen des Gepäcks dauerte auch eine halbe Ewigkeit, da die Leute erst nach und nach eintrudelten und die Koffer entsprechend der Ausstiegsstellen einsortiert werden musste. Ein paar Mitfahrer blieben auch nach längerem Warten verschollen. Auf meine Frage nach unseren Sitzplatznummern kam dann noch mehr Freude auf. Es gäbe keine festen Sitzplätze und so was hätte es bei Schmetterling Reisen auch noch nie gegeben, war die ziemlich pampige Antwort des Busfahrers. Da mir nicht nach einer Diskussion war lies ich die Sache mit einem kleinen Hinweis auf die Anzahl unserer Fahrten mit besagtem Unternehmen auf sich beruhen und wir okkupierten einen Platz direkt beim Klo. Irgendwann wurde mir die Warterei wirklich zu blöd und ich machte mich gemeinsam mit einem ähnlich genervten Gast auf die Suche nach den „Vermissten“ – leider ohne Erfolg. Dafür aber traf ich Elke von Schmetterling Reisen und wäre am liebsten mit ihr mitgefahren. Einer unserer Busfahrer hatte dann wohl einen Geistesblitz und wir fuhren zur Anlegestelle der Costa neoRomantica, wo wir auch fündig wurden und die ziemlich angepissten restlichen Passagiere aufgabelten. (Denen wurde gesagt, dass sie dort auf den Bus warten sollten!) Statt wie geplant um 11 Uhr fuhren wir dann erst kurz vor 13 Uhr los Richtung Heimat und ich vermisste nicht nur die freundlichen, äußerst kompetenten Mitarbeiter von Schmetterling Reisen, sondern auch deren saubere Busse. Dieser Bus war leider ziemlich verdreckt (u.a. Bierflaschen von den letzten Passagieren) und auf der Toilette gab es kein Klopapier.
Leider sollten wir nicht mit Schmetterling Reisen nach München fahren, sondern mit einem Subunternehmer (den Namen habe ich vergessen bzw. verdrängt). Los ging es mit dem fehlenden Hinweis, dass dieses Unternehmen für Schmetterling Reisen unterwegs ist und so „fand“ eine Vielzahl der Passagiere den Bus nicht bzw. war total verunsichert. Das Einladen des Gepäcks dauerte auch eine halbe Ewigkeit, da die Leute erst nach und nach eintrudelten und die Koffer entsprechend der Ausstiegsstellen einsortiert werden musste. Ein paar Mitfahrer blieben auch nach längerem Warten verschollen. Auf meine Frage nach unseren Sitzplatznummern kam dann noch mehr Freude auf. Es gäbe keine festen Sitzplätze und so was hätte es bei Schmetterling Reisen auch noch nie gegeben, war die ziemlich pampige Antwort des Busfahrers. Da mir nicht nach einer Diskussion war lies ich die Sache mit einem kleinen Hinweis auf die Anzahl unserer Fahrten mit besagtem Unternehmen auf sich beruhen und wir okkupierten einen Platz direkt beim Klo. Irgendwann wurde mir die Warterei wirklich zu blöd und ich machte mich gemeinsam mit einem ähnlich genervten Gast auf die Suche nach den „Vermissten“ – leider ohne Erfolg. Dafür aber traf ich Elke von Schmetterling Reisen und wäre am liebsten mit ihr mitgefahren. Einer unserer Busfahrer hatte dann wohl einen Geistesblitz und wir fuhren zur Anlegestelle der Costa neoRomantica, wo wir auch fündig wurden und die ziemlich angepissten restlichen Passagiere aufgabelten. (Denen wurde gesagt, dass sie dort auf den Bus warten sollten!) Statt wie geplant um 11 Uhr fuhren wir dann erst kurz vor 13 Uhr los Richtung Heimat und ich vermisste nicht nur die freundlichen, äußerst kompetenten Mitarbeiter von Schmetterling Reisen, sondern auch deren saubere Busse. Dieser Bus war leider ziemlich verdreckt (u.a. Bierflaschen von den letzten Passagieren) und auf der Toilette gab es kein Klopapier.
Nervös
blickte ich während der Fahrt immer wieder auf die Uhr und
tatsächlich schafften wir es, pünktlich zu Beginn des Spiels Jahn
Regensburg gegen Karlsruhe deutschen Boden bzw. das Netz von Vodafone
Deutschland zu erreichen. So konnte ich wenigstens die spannende
Partie live im Internet verfolgen. Aufgrund der Verzögerungen in
Savona kamen wir natürlich verspätet am Busbahnhof
München/Fröttmaning an, wo wir vom Airportshuttle Rosenmeier
abgeholt wurden. Da nun natürlich auch der Zeitplan unseres Fahrers
durcheinander geraten war versuchte er dies wett zu machen, in dem er
fuhr wie eine gesengte Sau und am Ende wohl auch einen neuen Rekord
für die Strecke nach Regensburg aufstellte. Uns war das egal, wir
freuten uns über den Aufstieg des Jahns in die 2. Bundesliga (womit
ich nie im Leben gerechnet hatte) und erreichten letztendlich müde,
aber heil die Heimat.
Am Ende
meines Berichts möchte ich mich bei Kapitän Matteo Fava,
Hoteldirektor Eduard Puckl und der restlichen Crew der Costa Luminosa
für diese traumhafte Kreuzfahrt bedanken. Auf dieser wunderschönen
Fahrt durften wir geliebte Orte wieder sehen, neue Traumziele
entdecken, alte Bekannte treffen und neue Freunde finden.
Dankeschön
auch an meinen Mann Gerald für die Auswahl unserer Kabine. Heck
rulez!!
Mein
Dank gilt natürlich auch meiner Mutter fürs Wohnungshüten und dem
Reisebüro Aschenbrenner im Alex-Center/Regensburg für
Angebotserstellung und reibungslose Buchung.
Vielen
Dank für Eure Aufmerksamkeit. Und ihr wisst ja, falls es die Götter
gut mit uns meinen, werde ich mich irgendwann wieder melden... wenn
wir uns den nächsten Traum erfüllt haben... denn „A dream is all
we need!“
Songzitate:
Santinao
©
Sabine Lehner 2012












