Auf zu neuen Ufern (2)


02.05.2014 Istanbul / Türkei

Gegen 8 Uhr erreichte die Costa Deliziosa Istanbul, die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei. Bei einer Zigarette auf dem Balkon machte sich ein klein wenig Enttäuschung bei mir breit – anstatt des gigantischen Panoramablicks über die Stadt mit ihren zahlreichen Minaretten wie bei unserem letzten Besuch sah ich Lagerhallen und direkt vor uns stand ein Abbruchhaus, wo viele, fleißige Bauarbeiter schwer am Schuften waren, und statt des Kreischens von Möwen hörte ich lediglich den ohrenbetäubenden Lärm eines Presslufthammers.





Wir hatten beschlossen wieder einen ruhigen Tag am Pool einzulegen und stürzten uns nach dem Frühstück auch gleich ins kühle Nass... Moment! War das Wasser am Tag zuvor noch fast etwas zu kalt gewesen, so war es jetzt pisswarm! Das war zwar nicht unbedingt erfrischend, aber letztendlich auch nicht schlecht. Mittags fraß ich mich einmal quer durchs Buffet und gönnte mir als „Nachspeise“ sogar noch einen selbst gebastelten Hotdog. Höhöhö! Ich liebe Kreuzfahrten – man kann so viel unternehmen oder einfach nur den ganzen Tag am bzw. im Pool rumliegen und sich die Zeit mit lesen, Musik hören und essen vertreiben.



Bei der Rückkehr in unsere Kabine stellte ich auf dem Balkon fest, dass dort ein schicker Metallaschenbecher an der Wand angebracht worden war. Feine Sache! (Obwohl ich ja eigentlich immer meinen Taschenaschenbecher dabei habe.)
Vor dem Abendessen trafen wir uns mit Jens in der Alc-Bar, wo leider das Sweet Sound Trio anstatt Anderson spielte. Die waren zwar auch nicht schlecht, aber Anderson hatte es uns einfach angetan.
An diesem Abend beeilten wir uns mit dem Essen und nachdem wir uns schnell umgezogen hatten begaben wir uns zu unserem Treffpunkt für den Ausflug „Bosporus bei Nacht“ in der „Grand Bar Mirabilis“. Leider war im Today die falsche Bar angegeben, an der Rezeption erfuhren wir aber auf Nachfrage, dass wir in die Disko mussten und hatten am Ende auch unsere Aufkleber.
Im Tour-Magazin stand, dass für den Ausflug kein Reiseleiter vorgesehen war, sondern lediglich ein einheimischer Begleiter für eventuelle Fragen. So war ich dann im Bus freudig überrascht als sich Bülent in perfektem Deutsch vorstellte und uns auf der kurzen Fahrt zum Ausflugsboot mit allerhand Informationen über Istanbul versorgte und mich des öfteren zum Lachen brachte. (Er war übrigens mit Tarkan in derselben Klasse!)
Die Bootsfahrt entlang des Bosporus war einfach der Hammer!!!! Die Sehenswürdigkeiten am Ufer (u.a. zahlreiche Villen und Paläste) und natürlich auch die berühmten Brücken sind beleuchtet, wir kamen an einer indischen Hochzeitsfeier vorbei und wurden sogar Zeuge eines Heiratsantrags per Laser unter einer der Brücken. Es gab Durchsagen zu den Sehenswürdigkeiten am Ufer in vier Sprachen (sehr informativ und gar nicht störend). Bill und Johnny aus Salzburg, die neben uns saßen, machten mich immer wieder auf interessante Details aufmerksam, die mir sonst evtl. entgangen wären. Dankeschön! Über eine französische „Dame“ amüsierten wir uns besonders. Um Fotos mit ihrer wahrscheinlich neuen, teuren Kompaktkamera machen zu können, drängelte sie und schob die anderen Leute rücksichtslos zur Seite, mir trampelte sie auch auf den Fuß (wofür sie von mir ein paar Freundlichkeiten zu hören bekam). Über ihre Fotos wird sie sich spätestens zu Hause sehr gefreut haben – sie hatte nämlich permanent ihre Finger auf dem Licht- und Entfernungsmesser. Höhöhöhöhö!







Eine nächtliche Fahrt durch den Bosporus kann ich jedem nur empfehlen. Vielleicht ist es über einen lokalen Anbieter billiger, allerdings möchte ich in der Nacht nicht unbedingt alleine durch Istanbul gehen (bei den Ausflugsbooten standen ein paar Gestalten rum, die mir nicht ganz geheuer waren).
Gegen 23 Uhr waren wir wieder an Bord der Deliziosa, pünktlich zum Ende der Poolparty („Tanz unter den Sternen“, Piratenfest). Wir machten es uns erst mal an der Bar bequem und zogen später weiter in die die Disco „Sharazad“, wo wir den Abend „gemütlich“ ausklingen ließen. (I don't dance!!!!^^)
Temperaturen bis 24°C, Sonne, Wolken
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03.05.2014 Istanbul / Türkei

Wenn die alten Leute in der Disco abfeiern verpennen sie natürlich das Frühstück am folgenden Morgen (Kein Lachs - Scheißtag!). Anstatt uns den Ranzen vollzustopfen gab es also erst einmal einen leckeren Cappuccino an der hinteren Poolbar, bei dem uns auch ein lustiger Vogel Gesellschaft leistete.



Es sollte wieder mal ein ruhiger Tag werden, den wir hauptsächlich auf Deck 9 am bzw. im Pool und auf unserer Kabine verbrachten. Die Temperaturen waren angenehm, die Sonne lachte vom Himmel – das einzig störende war der Presslufthammer! Langsam ging mir dieser ständige Lärm auf die Eierstöcke!! Am Vortag war ich noch guter Hoffnung gewesen, dass auch auf türkischen Baustellen am Freitag Mittag Schicht im Schacht ist, aber da hatte ich mich geirrt. Auch am heutigen Samstag ging es fröhlich weiter am Abbruchhaus – nicht mal den Gebetsruf konnte man vernünftig hören. Grrrrrrrrrrrrrr!



Nachmittags gönnten wir uns eine Tasse Tee inklusive Häppchen auf der Kabine. Diese lag dieses Mal einfach ideal – einfach die Treppe ein Deck hoch und schon war man im Buffetrestaurant. Perfekt! So war es auch kein großer Aufwand, einfach mal Getränke bzw. Futter auf die Kabine zu holen.
Pünktlich um 18 Uhr hieß es „Leinen los“ und die Costa Deliziosa nahm Kurs auf das Schwarze Meer. Ich wollte die Passage durch den Bosporus auf den oberen Decks verfolgen und natürlich auch zahlreiche Fotos machen. Zum Glück hatten wir erst für 20 Uhr einen Tisch im Clubrestaurant gebucht und so auch keinen Zeitdruck.
Am Rande erwähnen möchte ich, dass wir natürlich von unseren Bauarbeitern mit dem üblichen Presslufthammer-Gerattere verabschiedet wurden. Jungs, ich werde euch definitiv nicht vermissen!!
Der Bosporus – die Meerenge zwischen Europa und Asien – ist ca. 30 km lang und an der engsten Stelle ca. 700 m breit und die Durchfahrt stand schon lange auf meiner persönlichen Wunschliste. Wie bereits auf unserem nächtlichen Ausflug fuhren wir unter der (Ersten) Bosporus-Brücke (1973 fertiggestellt) und der Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke (1988 fertiggestellt) durch. Später kamen wir auch noch an der Baustelle der Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, die 2015 fertig sein soll, vorbei und erreichten schließlich das Schwarze Meer – für uns eine Premiere und schon lange auf meiner Wunschliste!







Für Gerald und mich war es dann an der Zeit ins Restaurant „Club Deliziosa“ zu gehen. Am Eingang wurden wir freundlich begrüßt und zu unserem Tisch (mit Meerblick) geleitet. Ich persönlich mag das Ambiente in den Clubrestaurants und auch dieses Mal wurden wir weder vom Essen noch vom Service enttäuscht. Trotz der überraschend vielen Gäste wurden wir perfekt versorgt, besonders von Cathrine, die wir von der mittleren Poolbar schon kannten. Gerald wählte als Vorspeise „Gamberoni in salsa cocktail“, ich entschied mich für „Prosciutto crudo 'Pata negra' - servito con bruschetta ai pomodorini“. Als Hauptgang entschieden wir uns beide für „Surf & Turf – filetto di manzo, gamberi e cappesante“ und zum Abschluss gönnte ich mir als Nachspeise „Cannolo siciliano con crema al pistacchio“ - ein Traum!!!!
Zufrieden und mit prall gefüllten Bäuchen ging es dann ein Deck tiefer, wo wir uns gemeinsam mit Jens noch den ein oder anderen Absacker an der Poolbar gönnten.
Im Hafen: Louis Cristal
Temperaturen bis 24°C, sonnig
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04.05.2014 – Konstanza / Rumänien

Gegen 8 Uhr erreichten wir an diesem Morgen die rumänische Hafenstadt Konstanza – eine weitere Premiere. Bis zu diesem Tag waren wir weder in dieser Stadt noch in Rumänien gewesen. Ich war gespannt, was wir an diesem Tag alles erleben würden. Leider war das Wetter regnerisch und kühl und der erste Blick vom Balkon riss mich auch nicht unbedingt vom Hocker. Der Hafen schien zwar riesig zu sein, aber außer ein paar Kriegsschiffen, einem jamaikanischem Frachter (Nachschub für Desmond^^) und einem Holzfrachter (Prokon? inkl. Leiche mit gelber Jacke^^) herrschte gähnende Leere.
Den ersten Teil des Tages verbrachten wir größtenteils auf Deck 9 mit den üblichen Aktivitäten bevor wir uns für unseren Ausflug bereit machten. Bereits im Vorfeld hatten wir „Geschichtliches und Kulinarisches in Konstanza“ gebucht und um 14 Uhr ging es dann auch los. Der erste Punkt unserer Besichtigungstour war das Archäologische Museum, in dem eine wichtige Sammlung antiker Schätze ausgestellt ist, die entlang der Schwarzmeerküste gefunden wurden. Die Ausstellung war interessant und unser Führer Vasili gab uns immer wieder Erklärungen zu den einzelnen Ausstellungsstücken. Anschließend hatten wir auf dem Platz vor dem Museum noch Zeit, um eine zu rauchen und Fotos zu machen, z.B. von der nahen Carol-I.-Moschee oder der Frau mit der Suppe.




Das Wetter war mittlerweile etwas besser geworden, zumindest hatte es aufgehört zu regnen. Weiter ging es zu einem Fotostopp am Kasino – wohl der Hauptattraktion der Stadt, die anscheinend langsam vor sich hin verfällt. Schade!



Ich hatte mich im Vorfeld besonders auf den Schwarzemeerkurort Mamaia, das bedeutendste rumänische Seebad, gefreut. Und genau den steuerten wir als nächstes an und am Ende war ich nur noch enttäuscht. Entlang einer endlos langen Straße reihte sich ein Hotelbunker an den nächsten (die meisten wohl aus den 70er Jahren) und anstatt des von mir erwarteten Spaziergangs am Strand (hätte sich ja wohl angeboten) gab es einen 15minütigen Aufenthalt auf einem Hotelparkplatz!!! Das einzige, was mich in Mamaia wirklich beeindruckte, waren die zahlreichen teuren Autos. Die passten aber irgendwie nicht so wirklich in das eher schäbige Umfeld.
Als nächstes fuhren wir - nachdem wir noch einmal die tollen Hotels bewundern durften – durch eine eher ländliche Gegend, wo in den Gärten gerne mal ein ausgemergeltes Pferd neben verrosteten Autos graste, bis wir schließlich unser letztes Ziel inmitten von Weinbergen erreichten. Auf einem kleinen Weingut sollten wir typische Snacks probieren können und Informationen zum Weinanbau inklusive Kostprobe erhalten. Gekrönt sollte das ganze von einer Folklore-Show werden. So jedenfalls waren die Infos von unserem Führer Vasili. Das Essen – es gab Kartoffeln, Würstl, Cevapcici, staubtrockene Hühnerteile und gefüllte Paprika – war durchaus lecker, aber einfach viel zu viel. Hallo?!?! Zwei Stunden vor dem Abendessen brauche ich keine komplette Mahlzeit! Die Folklore-Show war nett gemeint, aber auch nicht mehr. Die Musik inklusive Gesang kam von einer CD (oder Kassette^^) und das Rumgehopse erinnerte an eine Faschingsaufführung an einer Grundschule. Ein „Besuch“ auf der Toilette gab mir dann endgültig den Rest: keine Spülung funktionierte und die Siffe stand knöchelhoch (auch auf der Herrentoilette)! An dieser Stelle hatte Jens die rettende Idee und organisierte eine Flasche Wein (weiß, süffig, 5 Euro), mit der wir uns nach draußen verzogen. Wir waren nicht die einzigen, die etwas angepisst waren, so richtig glücklich schien kaum einer der Ausflugsteilnehmer. Letztendlich entfiel aus Zeitmangel auch noch die Weinprobe. Das war uns aber mittlerweile auch egal, da Jens für die Rückfahrt zum Schiff noch eine weitere Flasche erstanden hatte und wir so zumindest ein bisschen unsere Stimmung heben konnten (die Blicke einiger anderer Teilnehmer waren zu geil^^).



Eins möchte ich an dieser Stelle anmerken: Unser Führer Vasili hat seinen Job sehr gut gemacht, v.a. seine Sprüche zum Thema Korruption in Rumänien waren immer wieder erheiternd. Auf den Ausflug selber hätten wir aber getrost verzichten können und Konstanza ist in meinen Augen eine Stadt, die man nicht unbedingt gesehen haben muss. Es gibt zwar einige wenige architektonische Highlights, dafür aber um so mehr sozialistische Plattenbauten, an denen der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat.
Wieder zurück im Hafen machten wir noch ein paar Fotos und erstanden ein paar Souvenirs. Auf das Abendessen hatte keiner von uns große Lust, da wir immer noch von den „Snacks“ voll waren. Spontan (danke Gerald) entschlossen wir uns, ein Bier in der „Snack Bar“ im Hafenterminal zu trinken, was sich dann letztendlich als Highlight unseres Aufenthalts in Konstanza herausstellte. Der Chef Niko erzählte uns viel über die Stadt und v.a. den Hafen und warum er die Amerikaner für dessen Niedergang verantwortlich machte. Sehr interessant! Und man durfte sogar rauchen! Die von Niko spendierte „Zigarette“ hätte ich allerdings besser abgelehnt – ich glaube, da waren Autoreifen drinnen. Unsere Laune besserte sich merklich und halbwegs versöhnt mit Konstanza gingen wir wieder an Bord.
Um 21 Uhr nahm die Costa Deliziosa Kurs auf Burgas und wir ließen den Abend an der mittleren Poolbar ausklingen.
Temperaturen bis 17°C, wolkig, regnerisch
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05.05.2014 – Burgas / Bulgarien

Als wir im Vorfeld unserer Fahrt erfuhren, dass Jalta und Odessa nicht angefahren werden konnten und wir statt dessen einen weiteren Tag in Istanbul und als neuen Hafen Burgas erhalten würden, hielt sich meine Freude zunächst in Grenzen. Burgas war für mich erst einmal ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Von der viertgrößten Stadt Bulgariens hatte ich noch nie in meinem Leben gehört (Asche auf mein Haupt!). Erste Recherchen im Internet jedoch machten mich neugierig, besonders der Meeresgarten weckte mein Interesse – dort wollte ich unbedingt hin! Meine Bedenken bzgl. Sicherheit und Sprachproblemen konnte eine Bekannte von uns (danke Albena!!!) dann auch zerstreuen und so freute ich mich dann am Ende doch auf unseren Tag in Burgas.
Bereits um 6 Uhr war ich das erste Mal an diesem Morgen wach, legte mich aber nachdem ich ein paar Fotos am Balkon gemacht hatte, wieder hin. Gegen 8 Uhr lief die Costa Deliziosa in den Hafen von Burgas ein (Erstanlauf für Costa) und wir machten uns zeitig auf den Weg zum Frühstück, um im Anschluss schnell von Bord zu kommen.
Es gab einen kostenlosen Shuttlebus zwischen Hafenterminal und Hafenausgang, in dem die Passagiere von einem netten Mädel mit Stadtplänen versorgt wurden, und am Hafenausgang warteten schon ein paar junge Leute (von der Tourismusbehörde?), die einem Tipps zu Sehenswürdigkeiten etc. gaben. Alle waren sehr freundlich und überhaupt nicht aufdringlich. Wir schlenderten erst einmal gemütlich Richtung Innenstadt und mein erster Eindruck war mehr als positiv! Schöne, größtenteils sanierte Gebäude, zahlreiche Geschäfte und alles ziemlich sauber. Auch meine letzten Bedenken bzgl. der Sicherheit wurden schnell zerstreut. Man muss halt einfach ein bisschen aufpassen wie in jeder anderen Großstadt auch. Den Meeresgarten fanden wir bei unserem Stadtbummel recht schnell und wir waren begeistert. Es handelt sich dabei um den größten Park der Stadt (erster Bebauungsplan von 1891!!), der sich ca. 5 km entlang des Stadtstrands erstreckt. In der riesigen Anlage befinden sich zahlreiche Kunstwerke nationaler und internationaler Künstler sowie das ehemalige Kasino und eine Freilichtbühne mit 2000 Plätzen. Ein idealer Ort also für die verschiedensten Veranstaltungen.
Es stellte sich heraus, dass der Meeresgarten genauso schön war wie ich es mir vorgestellt hatte. Viel grün, bunte Blumen und breite Wege, die zum Flanieren einladen. Einfach herrlich! Schade, dass das Wetter nicht so ganz mitspielte und sich die Sonne hinter den Wolken versteckte. Aber zumindest regnete es nicht. Bereits am Morgen vom Schiff aus hatten wir die Seebrücke gesehen und genau diese steuerten wir natürlich an.
Leider zog es wie Hechtsuppe und mein „Brückenproblem“ kam natürlich erschwerend auch noch dazu und so hielten wir uns nicht all zu lange „draußen im Meer“ auf. Der Strand selber war wunderschön und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es sich hier im Sommer so richtig gut aushalten lässt.





Nachdem wir den Meeresgarten, die Seebrücke und den Strand ausgiebig gewundert hatten ging es zurück in die Stadt selber und wir stellten fest, dass wir langsam durstig wurden. In Burgas muss man definitiv weder verhungern noch verdursten. Auf unserem Weg kamen wir an zahlreichen Lokalen (oft mit Freisitz) vorbei und am Ende entschieden wir uns für einen kleinen Ausschank mit ein paar Tischen im Freien, wo anscheinend hauptsächlich Einheimische saßen. Eine gute Wahl! Sowohl das Bier als auch der Schnaps waren lecker und süffig und die Bedienung sehr nett (die hat uns mit Sicherheit für total bescheuert gehalten^^). Einzig die Toilette war etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Gegensatz zu der auf dem Weingut in Rumänien war sie wenigstens sauber und trocken. Und über den Preis konnte man definitiv nicht meckern: für 6 Bier und 6 „kleine“ Schnäpse zahlten wir am Ende umgerechnet ca. 10 Euro! Was will man mehr! Das Wasser zum Schnaps war sogar kostenlos und auch notwendig! Höhöhöhö!
Bester Laune zogen wir weiter zur den beiden Hauptstraßen Alexandrowska und Aleko Bogoridi, die die längste Fußgängerzone Bulgariens bilden. Hier befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt sowie viele namhafte Geschäfte, Lokale und Bars.



Nach einem kurzen Einkehrschwung in der „Bacardi Bar“ deckten wir uns noch mit ein paar Souvenirs ein (geile T-Shirts!!!) und schlenderten dann wieder gemütlich Richtung Hafen. Auf dem Weg kamen wir auch noch an der bulgarisch-orthodoxen Kirche „Mariä Himmelfahrt“ vorbei (ich spar mir jetzt mal, den bulgarischen Namen hier rein zu kopieren^^), in die wir natürlich einen Blick werfen mussten. Wunderschön! (v.a. der plötzlich einsetzende Gesang)




Um 17 Uhr waren wir wieder zurück an Bord und es fing leicht zu regnen an. Nach einer schnellen Dusche gingen wir erst mal auf einen Spritz in die Alc-Bar (zum netten Inder Kirti), bevor wir uns im Restaurant Albatros den Magen voll schlugen. Ausnahmsweise gönnte ich mir zum Abschluss sogar noch eine Käseplatte - bei Gorgonzola, Camembert und Pecorino konnte ich einfach nicht widerstehen. 
Nach dem Essen schickten wir Jens ins Bett und gingen nach einer kleinen Shopping-Runde in die Piano Bar „Excite“, wo wir zunächst ein Privatkonzert von Anderson genießen durften. Danach stieg dann die Stimmung mit dem Duo Sabrosa (Mein Herz es brennt, wenn ich dich säääääääh^^). Später auf der Kabine musste noch unsere Flasche Sekt dran glauben, bevor wir nach einem tollen Tag in einer schönen Stadt (Ich hoffe auf ein Wiedersehen!) zufrieden in einen tiefen Schlaf fielen.
Hinweis: Nicht zu viel Geld tauschen, man braucht kaum was und es gibt in der Stadt an jeder Ecke Wechselstuben.
Temperaturen bis 17°C, wolkig
(2)

Fortsetzung folgt...