Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen
Erlebnisse und Gedanken während unserer Kreuzfahrt ins östliche Mittelmeer und
Schwarze Meer im April und Mai 2014. Wer technische Details bzw.
landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen
Internetseiten aufsuchen.
Vorfreude?
Mein persönliches Motto für unsere Kreuzfahrt 2014 war
„Auf zu neuen Ufern!“ und schnell hatte ich auch eine Reise entdeckt, die
meinen Vorstellungen entsprach – mit der Costa Fortuna von Dubai nach Savona im
Frühjahr 2014. Die Arabische Halbinsel als komplettes Neuland für mich und dazu
der Suez-Kanal schien einfach perfekt. Mein Mann Gerald und Hausfreund Jens
waren auch begeistert von meiner Wahl (sogar den Geier konnten wir schließlich
davon überzeugen, dass nicht jeder Araber mit einem Sprengstoffgürtel um die
Hüften rum läuft^^), leider machte uns dann aber der Chef meines Gatten einen Strich
durch die Rechnung und wollte einen über dreiwöchigen Urlaub keinesfalls
genehmigen. Dann eben Plan B… im Schwarzen Meer war ich schließlich auch noch
nie und als besonderes Highlight natürlich Jalta, das klang doch auch nicht
schlecht. Und so buchten wir schließlich im TUI ReiseCenter im
Donaueinkaufszentrum eine Fahrt ins östliche Mittelmeer und Schwarze Meer mit
der Costa Deliziosa. Doch irgendwie schien unsere Kreuzfahrt 2014 unter keinem
guten Stern zu stehen. Bereits im November 2013 beschlich mich bei den
Fernsehbildern aus Kiew ein ungutes Gefühl und als die Krim schließlich heim in
Putins Reich durfte war mir klar, dass ich mir Jalta und Odessa abschminken
konnte. Ein paar Wochen vor unserer Abfahrt wurde es dann auch offiziell – die
beiden Häfen wurden gestrichen und durch einen zusätzlichen Tag in Istanbul und
Burgas (Hö??) ersetzt, was bei mir zunächst nicht gerade zu Freudenausbrüchen
führte. Aber nach einer kleinen Recherche zu Burgas im Internet (Ich sag nur
Meeresgarten!!) und ein Blick auf die Ausflugsliste für Istanbul bei Costa
(Bosporus by night – YEAH!) war ich letztendlich doch zufrieden mit dem
Alternativangebot und konnte beginnen, mich endlich richtig auf die Reise zu
freuen. (Und nach Jalta komme ich auch noch irgendwann!!!)
Den Transfer zum Schiff und wieder zurück hatten wir wie
immer über Costa gebucht (wird
mittlerweile durch PA Touristik durchgeführt).
Am 26.04. konnte es dann endlich losgehen und
überpünktlich um 22.50 Uhr kam der etwas unfreundliche Fahrer vom Airport-Shuttle
Rosenmeier, um uns nach München zu fahren.
27.04.2014 Savona / Italien
Kurz nach Mitternacht erreichten wir den Busbahnhof
München-Fröttmaning, wo unser Bus für den Transfer nach Savona schon auf uns
wartete. Die telefonische Reservierung der Plätze unten im Bus hatte leider
nicht geklappt, das „Problem“ wurde dann aber vor Ort unbürokratisch gelöst.
Pünktlichst um 0.45 Uhr starteten wir mit dem neuwertigen Doppeldecker des
Subunternehmens „Haslach“ Richtung Italien. Die Bus-Crew (2 Fahrer, 1 Servicemitarbeiterin)
war sehr nett und lustig und versorgte uns bestens mit Bier und Piccolos. Nach
kurzer Zeit stellten wir fest, dass der ältere Herr (Ali) hinter uns ebenfalls
aus Regensburg kam und sogar Geralds Opa kennt.
Um 10.30 Uhr erreichten wir nach einer problemlosen
Fahrt den Hafen von Savona, wo neben unserer Deliziosa noch die Mediterranea
und die Serena lagen. Unser Schiff lag natürlich am Arsch des Hafens und nicht
am Terminal. Hmpf! Nach unserer Ankunft wurde es dann erst einmal chaotisch. Drei
Schiffe im Hafen und keiner wusste so ganz genau wie es nun mit den Passagieren
und dem Gepäck weiter gehen sollte. (Im Bus waren Passagiere für alle 3
Schiffe) Wir blieben jedenfalls beim Bus und wurden dann am Ende samt Gepäck
beim großen Zelt abgeliefert. Mit Freude nahmen wir die Information, dass die
Einschiffung auf 12 Uhr vorverlegt worden war, zur Kenntnis – aufgrund der
Irrungen und Wirrungen war es schließlich bereits 11.30 Uhr geworden. Die
ursprüngliche Einschiffungsnummer 6 war auch schnell gegen die 1 bzw. 3 (Jens)
getauscht und dann hieß es nur noch ein bisschen warten. An dieser Stelle
erlaube ich mir einen kleinen Hinweis: Man geht erst dann zur Einschiffung,
wenn die jeweilige Nummer aufgerufen wird. NICHT vorher! Dadurch geht es nämlich
auch nicht schneller, eher im Gegenteil. Und man steht nicht im Weg rum und
geht anderen Passagieren auf die Eier. Aber manche Leute sind einfach blöd!
15 Minuten nach Beginn der Einschiffung waren wir dann
endlich wieder zu Hause… also an Bord und gingen gleich auf Deck 9 ins
Buffetrestaurant „Muscadins“. Nach dem Essen gingen wir ein Deck tiefer in
unsere Kabine Nummer 8372. (Verdammt! Waren die normalen Kabinen schon immer so
klein oder kam uns das nur nach der Suite auf unserer letzten Reise so vor?^^) Um
16 Uhr stand die obligatorische Rettungsübung auf dem Programm und eine halbe
Stunde später legten wir ab. Wir entschlossen uns dazu, uns die Zeit bis zur
Abendfütterung mit einem kleinen Rundgang durchs Schiff und einem ersten
Cocktail an der „Bar Lido Acqua Regina“ (hintere Poolbar) zu vertreiben. Hach,
wie habe ich meinen Tequila Sunrise vermisst!
Beim Abendessen waren wir wie gewünscht für die erste
Sitzung um 18.30 Uhr eingeteilt worden und im Restaurant „Albatros“ gab es dann
eine freudige Überraschung – unser Tisch Nummer 91 war ein 4er-Tisch (für uns
3^^) ganz am Ende des Restaurants mit Blick auf die Heckwelle. Perfekt! Unsere
Kellner Marlo und Jack waren nett und kompetent und das Essen reichlich und
lecker! (Die sautinierten Miesmuscheln als Vorspeise waren der Hammer!!!!)
Danach war für mich Schicht im Schacht und wir zogen uns
in unsere Kabine zurück, wo ich bald in einen tiefen Schlaf fiel.
Im Hafen: Costa Mediterranea, Costa Serena
Temperaturen bis 17°C, wolkig, teilweise Regen
(2 in 1)
28.04.2014 Seetag
Bereits um 9 Uhr war ich an diesem Morgen wach und
bereit für den ersten Seetag. Im Briefkasten fand ich eine Einladung zum
Cocktail mit Kapitän Giulio Valestra für die Goldies und war erst einmal leicht
schockiert. 11.15 Uhr konnte doch nicht deren Ernst sein! Also um diese Uhrzeit
würde ich mich definitiv nicht in Schale werfen! Aber egal, erst einmal musste
eh der Magen gefüllt werden. Im Buffetrestaurant stellte ich zu meiner großen
Freude fest, dass es Lachs gab. (Es ist mittlerweile auch bewiesen, dass man
sich an Lachs definitiv nicht abessen kann!^^) Pünktlich zum Gold Pearl
Cocktail fanden wir uns vor dem Theater „Duse“ ein und wurden vom Cheffe
freundlichst und auf deutsch begrüßt als er mit uns für das obligatorische Foto
posierte. Sympathischer Kerl! Die Veranstaltung selber lief nach dem üblichen
Schema ab: Musik, ein bisschen Tanz, Vorstellung der anwesenden Crew-Mitglieder
und ein freudiges Salute!
Nach einem kurzen Abstecher ins Buffetrestaurant machten
wir es uns später an der hinteren Poolbar gemütlich und genossen das Leben (und
einen Spritz^^). Im Anschluss spazierten wir ein wenig durchs Schiff,
registrierten unsere Kreditkarten und okkupierten schließlich einen Platz an
der „Bar Atrium Delle Delizie“ (Mittelbar). Hier wurden gerade die gläsernen
Aufzüge geputzt und so hatten wir auch noch ein interessantes
„Unterhaltungsprogramm“.
Der Seegang wurde im Laufe des Nachmittags immer
„heftiger“ und ich sah mich schon mit meinen verhassten „Galaschuhen“ durch das
Schiff stolpern, aber pünktlich zum Willkommens-Gala-Abendessen wurde es wieder
ruhiger. Für mich gab es an diesem Abend „Traditionellen Caprese Salat mit
Mozzarella aus Büffelmilch, Tomaten und Oregano“, „Linguine mit frischen
Venusmuscheln 'Veraci und Brokkoli'“ und „Crepes aus dem Ofen gefüllt mit
Spinat und Käse-Fondue“.
Während es Essens passierten wir gegen 19 Uhr den
Stromboli, was wir von unserem Tisch aus gut verfolgen konnten.
Später gingen wir auf unsere Kabine, um uns bequemere
Klamotten anzuziehen und begaben uns dann auf Deck 9 bzw. 10, um die Passage
durch die Straße von Messina zu beobachten und Fotos zu machen. Da das Wetter
leider nicht so berauschend war machten wir es uns aber bald an der „Bar Lido
Azzurro Blu“ (mittlere Poolbar) bequem und gönnten uns ein paar Cocktails und
Jägermeister. (Jens und seinen Totalausfall will hier nur am Rande erwähnen,
damit ER es nicht vergisst!)
Uhrzeit +1
Temperaturen bis 20°C, Wolken, Sonne
(3)
29.04.2014 Katakolon / Griechenland
Gegen 6 Uhr wurde ich aufgrund fürchterlicher
Magenschmerzen wach und ging erst mal kotzen. Danach fühlte ich mich besser und
beschloss die Gunst der frühen Stunde zu nutzen und mir den Sonnenaufgang von
Deck 9 aus anzusehen und Fotos zu machen (Notiz an mich: Früchtetee bei
Magenproblemen nix gut).
Anschließend legte ich mich wieder ins Bett und schlief
noch ein bisschen. Zwei Stunden später war ich wieder top fit und konnte zum
Frühstück bereits wieder ein gefühltes Kilo Lachs verdrücken. Woher meine
Magenprobleme gekommen waren weiß ich bis heute nicht, es folgte auch keine
Wiederholung im Laufe der gesamten Reise.
Den Vormittag verbrachten wir mit den üblichen
Schiffsaktivitäten: rumschleichen, Cappuccino und Spritz an der hinteren
Poolbar trinken und Fotos machen. Später verzogen wir uns auf unsere Kabine
(Mittagessen auf dem Balkon hat was^^), machten Fotos von der Costa Magica, die
uns überholte, und gegen 14 Uhr näherte sich unser Schiff dem Hafen von
Katakolon. Wir würden hier auf Reede liegen, da sich im Hafen bereits die Costa
Magica, die MSC Fantasia und die Star Clipper breit gemacht hatten.
Die Herren hatten für diesen Tag den Ausflug „Olympia
und archäologisches Museum“ gebucht, während ich beschlossen hatte lediglich
ein bisschen in Katakolon rumzuspazieren. Leider funktionierte die Abholung für
den Ausflug aus dem speziellen Warteraum für Goldies nicht wirklich und am Ende
waren die Leute vom gebuchten Ausflug weg und meine Männern noch immer an Bord.
Das sollte aber kein größeres Problem darstellen und die beiden wurden
kurzerhand umgebucht und waren am Ende mit dem neuen Ausflug „Souvenir aus dem
antiken Olympia“ recht zufrieden. Letztendlich ging es ja auch hauptsächlich
darum, dass unser Freund Jens mal ins antike Olympia kam (ein bisschen Kultur
MUSS sein^^).
Es war ein wunderschöner, sonniger Tag und das Meer
schien ruhig zu sein. Trotzdem musste das Tendern immer wieder unterbrochen
werden, weil sich die Boote zu sehr aufschaukelten und so zog sich die ganze
Sache ewig hin. Mir war das egal, ich hatte ja Zeit und gegen 16 Uhr hatte ich
es dann auch an Land geschafft. Als erstes steuerte ich den Duty free Shop im
Hafen an, um mich mit Qualm einzudecken und schlenderte anschließend noch ein
wenig durch die „Stadt“. Da ich mich im November in Katakolon bereits mit
Souvenirs eingedeckt hatte entfiel ausnahmsweise meine obligatorische „Shopping
Tour“. Dafür hatte ich ein nettes Gespräch mit einem Ladenbesitzer, der mich
beim Anblick meines FC Bayern-Trikots in sein Geschäft „schleppte“, um mir dort
ein riesiges, gerahmtes Poster der Bayern-Mannschaft von 2008/09 zu zeigen. Ich
erfuhr, dass er ein großer Bayern Fan war und derzeit Besuch aus München hatte,
mit dem er sich am Abend das Champions League Spiel in einer Taverne bei
reichlich alkoholischen Getränken ansehen wollte. Ein wirklich netter Mann!
Die Fahrt mit dem Tenderboot zurück zur Deliziosa war
noch wackeliger als die Hinfahrt, was mir im Gegensatz zu ein paar älteren
Italienerinnen sehr gefiel. Wieder an Bord gönnte ich mir erst einmal eine
ausgiebige Dusche und dann begann das große Warten auf meine Männer.
Ursprünglich sollte das letzte Tenderboot um 18.15 Uhr fahren, aber aufgrund
der Verspätungen am Nachmittag war das hinfällig. Gegen 19 Uhr machte ich mich
dann auf den Weg auf Deck 3 und stellte fest, dass immer noch Boote unterwegs
waren. Um 19.30 Uhr waren Gerald und Jens dann auch endlich zurück auf der
Deliziosa und da war es natürlich zu spät fürs Abendessen im Albatros. Also
gingen wir auf Deck 9, um uns dort mit Pizza und Salat vollzustopfen (Jaaaaa,
Salat!! Mit Blue Cheese Sauce!!). Im Anschluss gingen wir noch auf einen
Cocktail an die mittlere Poolbar und zogen uns dann auf unsere Kabine zurück.
Eigentlich wollten wir ja das Champions League Spiel Bayern gegen Real Madrid
ansehen, aber „seltsamerweise“ funktionierte keiner der Sender mehr, die das
Spiel übertrugen. Und letztendlich war das auch gut so, so mussten wir uns das
Debakel wenigstens nicht live ansehen.
Im Hafen: MSC Fantasia, Costa Magica, Star Clipper (bis 16
Uhr)
Temperaturen bis 22°C, sonnig
(2,5)
30.04.2014 Mykonos / Griechenland
In der Früh starteten wir zunächst mit dunklen Wolken
und einem katastrophalen Fußballergebnis in den Tag. Zumindest das Wetter wurde
dann aber immer besser und nach dem Frühstück lachte bereits wieder die Sonne
vom blauen Himmel. Dem täglichen Bordprogramm „Today“ entnahmen wir, dass wir
voraussichtlich um 14 Uhr Mykonos erreichen würden. Zunächst würde man bis ca.
15 Uhr an Land tendern können, dann sollte das Schiff am Pier anlegen. Wir
entschieden uns gegen das Tendern und verbrachten die erste Hälfte des Tages
hauptsächlich auf Deck 9 am mittleren Pool, wo wir uns bei lustigen
Animationsspielchen bespaßen ließen.
Pünktlichst erreichten wir Mykonos und beobachteten eine
Zeit lang die Tenderboote. Obwohl das Meer an diesem Tag etwas unruhiger als am
Vortag schien verlief alles ziemlich zügig. Wir zogen uns dann auf unsere
Kabine zurück, um uns zu duschen und auf den Landgang vorzubereiten. (War der
Schlepper „Megalochari“ ein Zeichen??^^) Mykonos war das erste Ziel dieser
Reise, das wir noch nicht kannten und was wir von Bord aus sehen konnten gefiel
uns schon mal ganz gut. Wir hatten uns zu einem Ausflug auf eigene Faust
entschieden und wollten die Stadt gemütlich zu Fuß erkunden (mit dem Hauptziel
Panagia-Paraportiani Kirche).
Pünktlich um 16 Uhr konnten wir das Schiff verlassen
(für Gerald gab es mal wieder ein neues Foto^^) und fuhren mit dem
Costa-Shuttlebus (10,95 € für Hin- und Rückfahrt) zum Stadtzentrum. Das Wetter
war einfach traumhaft und wir genossen unseren kleinen Spaziergang in der Sonne
und erfreuten uns an den wunderschönen weißen Häusern, den Windmühlen und
natürlich auch an der Panagia-Paraportiani
Kirche, wo wir natürlich massig Fotos machen mussten. Überhaupt ist die ganze
Stadt ein einziges, riesiges Postkarten-Fotomotiv! Mir war schnell klar, dass
Mykonos auf die Liste der Orte musste, die ich gerne ein weiteres Mal besuchen
möchte.
Auf der Uferpromenade wurden wir in fast perfektem
Deutsch von einem sehr netten Griechen vor einem der zahlreichen Lokale
angesprochen. Mein Bayern-Trikot gab ihm eine gute Vorlage, uns zu einem Bier
zu überreden. Wir waren natürlich nicht abgeneigt und bei lecker Mythos kamen
wir dann in den Genuss einer kompletten, hervorragenden Spielanalyse durch
unseren neuen griechischen Freund.
Da wir nicht schon wieder auf das Abendessen im Albatros
verzichten wollten blieb uns für unseren Stadtrundgang leider viel zu wenig
Zeit (Das nächste Mal evtl. ein Abendessen in der Stadt einplanen!) und kurz
nach 18 Uhr waren wir wieder an Bord. Kleiner Hinweis am Rande: Der öffentliche
Bus kostet lediglich 1,60 € einfach für die Fahrt zwischen Hafen und Zentrum!
Nach dem Abendessen machten wir es uns an der hinteren
Poolbar gemütlich und genossen den traumhaften Sonnenuntergang.
Später zogen wir weiter zum Hauptpool, wo an diesem
Abend die „White Party“ statt fand, und amüsierten uns köstlich bei Bahama Mama
und Partymusik (Daddy Cool, der Sack von Udo).
Um 23 Uhr nahm die Costa Deliziosa Kurs auf Izmir und
bei uns war noch lange nicht Schluss.
Im Hafen: Norwegian Spirit (bis ca. 15.30 Uhr)
Temperaturen bis 24°C, sonnig
(3)
01.05.2014 Izmir / Türkei
Die lange Partynacht hatte zur Folge, dass wir die
Ankunft im Hafen von Izmir um 8 Uhr verpennten. War mir aber auch ziemlich
egal! Dummerweise gefiel es uns so was von gut in unserem gemütlichen Bett,
dass wir es am Ende gerade noch kurz vor Ende des späten Frühstücks ins
Buffetrestaurant schafften. Gegen 11 Uhr machten wir uns bereit für den
„Landgang“, der wie im November lediglich aus einen Fotoshooting vor der
Hafenmauer bestand. Die müssen uns mittlerweile wirklich für total bescheuert
halten! Eigentlich hatte ich überlegt, ein bisschen Richtung Stadt zu spazieren
(shopping etc.), aber irgendwie hatte ich dann so überhaupt keine Lust dazu.
Ein gebuchter Ausflug kam für mich von vornherein nicht in Frage. Okay, Ephesos
ist wirklich interessant (besonders für Jens), aber letztendlich sind ein
Haufen alter Steine definitiv kein Grund für mich, um um 7.30 Uhr am Treffpunkt
für einen Ausflug zu erscheinen. Ich bin schließlich im Urlaub und in Ephesos
war ich ja auch schon. Außerdem war der Gedanke an ein fast leeres Pooldeck
einfach zu verlockend und so gingen wir nach unserem „Ausflug“ auf asiatischen
Boden auch gleich wieder auf Deck 9.
Das Wasser im Hauptpool war eiskalt und herrlich
erfrischend und man konnte sich danach im Whirlpool wieder aufwärmen. Da
anscheinend der Großteil der Passagiere von Bord gegangen war hatten wir viel
Platz und es war angenehm ruhig. Einfach so richtig entspannend. Nach dem
Mittagessen zog es uns zur hinteren Poolbar auf einen schnellen Spritz. Das
Wetter wurde leider etwas schlechter und es fing sogar an leicht zu tröpfeln.
Wir beschlossen, uns auf unsere Kabine zurückzuziehen, wo Gerald dann ein
bisschen Augenpflege betreiben musste. Ich machte es mir auf dem Balkon
gemütlich und erfreute mich an der Party vor der Magica, die uns gegenüber lag.
Spaß ohne Ende! Die Leute auf beiden Schiffen tanzten auf den Außendecks und
Balkonen und winkten sich gegenseitig zu. (Am Sack von Udo...^^)
Pünktlich zum Ablegen um 14.40 Uhr kam dann auch die
Sonne wieder hinter den Wolken hervor und ich dokumentierte die Fahrt aus dem
Hafen mit zahlreichen Bildern von unserem Balkon aus. Und am Ende war ich auch
froh, dass wir auf den angedachten Spaziergang verzichtet hatten, wir wären
nämlich mitten in einer Demo gelandet (1. Mai). Darauf konnte ich getrost
verzichten, da ich Menschenaufläufe generell nicht besonders mag und v.a. nicht
in einem fremden Land, wo man auch noch damit rechnen muss, dass das Ganze in
Krawallen endet (Später erfuhren wir, dass es in Istanbul bei einer Demo zu
Ausschreitungen gekommen war.)
Den Rest des Nachmittags genoss ich in der Sonne auf dem
Balkon, schrieb an meinem Bericht und machte das, was ich auf Kreuzfahrten am
liebsten mache... also nichts mit ein bisschen Musik dabei. Die Magica hatte
übrigens kurz nach uns den Hafen von Izmir verlassen und verfolgte uns mal
wieder. ;)
Auf den ClubCocktail am frühen Abend verzichteten wir
(hatten ja bereits unseren Goldie-Cocktail gehabt) und gönnten uns lieber einen
Drink in der Bar „Alcazar“ und erfreuten uns dabei am Gesang von Anderson.
Beim Kapitäns-Gala-Abendessen gab es für mich ich mir „Geräucherten
Lachs mit Zwiebelringen und Sauercreme“, „Mezzelune mit Cacio Käse, Pfeffer,
Pecorino Käse und kaltgepressten Olivenöl“, „Rinderscheiben, bei niedriger
Temperatur gegart, auf grüner Pfeffer Sauce, serviert mit Zucchini Rollen und
Williams Kartoffeln“ und am Ende war sogar noch Platz (okay, nicht wirklich^^)
für eine leckere Nachspeise.
Nach dem Essen gingen wir eine Runde spazieren und
gönnten uns in der Cafeteria „Sugar“ einen Espresso – nicht den „normalen“,
sondern so eine Spezialität, die nicht im Saufepaket dabei ist (Danke an den
netten Kellner!). Anschließend zogen wir uns bequemere Klamotten an und machten
die Poolbars unsicher.
Im Hafen: Costa Magica
Temperaturen bis 22°C, Wolken, Sonne
(3)
Fortsetzung folgt....