Genießen Sie das Leben! (2)

„Feuer und Wasser“ mit der MS Europa 2 vom 10.10. bis 23.10.2019

Bilbao – Gijón - A Coruña - Leixões - Praia da Vitória - Ponta Delgada – Funchal - Cádiz – Lissabon



15.10.2019 – Seetag mit Kurs auf die Azoren / Portugal
„Egal“


Obwohl die Nacht ein bisschen länger als ursprünglich geplant geworden war, verließ ich bereits um 7 Uhr unser gemütliches Bettchen und genoss eingehüllt in eine warme Decke ein wenig die Ruhe auf dem Balkon. Später sah ich ein wenig Bord -TV – ich hätte auch zur Relinggymnastik unter Anleitung des Personal Trainers Stefan Wegener gehen können, aber dazu fehlte mir die Lust. Kurz nach 9 Uhr konnte ich schließlich Gerald davon überzeugen, gemeinsam mit mir in den Yacht Club zu gehen. Natürlich traf ich dort auf „meine“ Künstler, die mir von der Weite schon zu winkten. Während wir uns unser Frühstück inklusive von meinem Lieblingskellner serviertem Egg Benedict schmecken ließen, machten wir Pläne für den Tag und blödelten mit Dirk Zimmer rum (Gerald deutet Richtung Backbord: „U-Boot!“, Dirk Zimmer deutet Richtung Steuerbord: „Wal!“). Leider war das Wetter nicht mehr ganz so gut wie am Vortag, aber dafür rollte das Schiff auch kaum mehr. Um 10.15 Uhr meldete sich der Chef von der Brücke und neben den üblichen allgemeinen Informationen erfuhren wir auch noch etwas zu den Schiffen um uns herum und ein paar kleine Scherze durften natürlich auch nicht fehlen.

Während die Europa 2 mit langsamen 13 Knoten durch den Atlantik fuhr (am Tag zuvor waren es durchschnittlich 16 Knoten gewesen) machten wir es uns im Außenbereich der Sansibar bequem und verfolgten dort das Generalmanöver für die Besatzung. Sicherheitsübungen für die Crew müssen laut internationalen Vorschriften regelmäßig durchgeführt werden und sind immer wieder interessant zu beobachten.

Pünktlich um 11.30 Uhr fanden wir uns im Theater zum Expertenvortrag von Dr. Ralph Quadflieg „Die Azoren – Grüne Inseln im Herzen des Atlantiks“ ein. Tja, so eine Kreuzfahrt besteht eben nicht nur aus Gaumenfreuden und Saufisaufi, da kann man auch etwas lernen! Nach einer kleinen Verzögerung, da der Techniker wegen des Generalmanövers noch abgängig war, legte unser Lektor dann auch los und wir erfuhren viel Wissenswertes über das nächste Ziel unserer Reise. Der Vortrag war äußerst kurzweilig und ziemlich lustig – der Satz „Wer hier am Herzinfarkt stirbt ist selber schuld!“ wird mir ewig im Gedächtnis bleiben. Dr. Quadflieg, der in Kunstgeschichte und klassischer Archäologie an der Universität Köln promoviert hatte, wirkte sehr kompetent und sympathisch, und als ein größerer Ruck durch das Schiff ging sorgte sein lapidarer Kommentar „Oh, da haben wir gerade einen Buckelwal überfahren!“ für viel Gelächter.

Unglaublich aber wahr, nach dem Vortrag hatten wir tatsächlich schon wieder Hunger und suchten daher das Tarragon auf. Zu meiner großen Freude führte man uns an einen Tisch am Fenster und für unsere Versorgung war mein Lieblingskellner zuständig. So mag ich das! Wir waren hier bisher immer nur abends gewesen, aber auch mittags ist das Essen wie gewohnt ein Traum, auch wenn ich Geralds Vorliebe für Austern niemals verstehen werden. Aber das muss ich auch nicht, er muss glücklich sein und das war er auch offensichtlich.



Bei der Rückkehr in unsere Suite fanden wir eine Nachricht vom Hotel Manager im Briefkasten. Nachdem ich diese ungefähr zehn Mal gelesen hatte, war ich sprachlos und konnte es gar nicht so wirklich glauben. Herr Gruber wollte tatsächlich am folgenden Abend gemeinsam mit uns im Sakura essen und freute sich „auf einen Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten sowie interessanten Gesprächen.“ So etwas war uns noch nie passiert und wir mussten nun erst einmal zur Pianobar, um das ganze bei einem Drink zu verarbeiten. Was für eine Kreuzfahrt! 

Nachdem wir uns halbwegs wieder beruhigt hatten machten wir uns auf den Weg auf Deck 10, um dem Kapitän einen kleinen Besuch abzustatten. Von 15 bis 17 Uhr war an diesem Nachmittag „offene Brücke“ und das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Jörn Gottschalk und sein nautischer Offizier beantworteten bereitwillig die Fragen der Passagiere und wie schon erwartet konnte sich der Chef den ein oder anderen lustigen Spruch nicht verkneifen. 



Eigentlich wollten wir uns nach dem Brückenbesuch ein bisschen im Belvedere stärken, dort fanden wir aber leider keinen freien Platz und gingen daher zu Ronaldo an die Poolbar, wo es ja auch kleine Häppchen gab. Der Pool war aus Sicherheitsgründen geleert worden und natürlich traf ich auch wieder meine Lieblingskünstler (Gott sei Dank nicht mehr verschwitzt wie zuvor, als sie mir nach ihrer Probe über den Weg gelaufen waren!). 

All zu viel Zeit zum Rumsitzen und Nichstun blieb uns aber nicht, da wir wieder in unsere Suite zurück mussten, um uns für den nächsten Punkt auf unserem Tagesprogramm umzuziehen. Man hätte an diesem Tag fast glauben können, dass die Kreuzfahrt in Stress ausartet... aber nur fast. 

Um 17.45 Uhr fand im Theater das Pre-Dinner Kabarett „Große Worte – kleine Gemeinheiten“ mit Ludger K. statt und wir waren überpünktlich vor Ort. Ludger Kusenberg, wie der bekennende Konservative mit vollem Namen heißt, begeisterte uns von der ersten Minute an mit seinem schwarzen Humor und am Ende hatte ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen. So mag ich Kabarett! 

Nach einer kurzen Zigarettenpause bei Lyudmil gingen wir im Anschluss in den Yacht Club. Wie in allen Restaurants auf der Europa 2 hieß auch hier an diesem Abend das Motto „Es muss nicht immer Kaviar sein!“ (Johannes Mario Simmel) Da dieser aber ab und zu zu einem luxuriösen Lebensgefühl einfach dazu gehört, gab es die schwarze Köstlichkeit bis zum Abwinken. Leider war es im Yacht Club bei unserer Ankunft bereits ziemlich voll, aber Bernadette war so nett und organisierte uns einen Platz im hinteren Teil des Restaurants. „Ich hoffe, es macht euch nichts aus, wenn ich euch zu unserem nautischen Offizier setzte?“ - Was für eine Frage!! Das war uns sogar mehr als recht! 

Die Lage unseres Tischs war optimal, auch wenn ich kaum zum Essen kam, da ständig irgendein Kerl an uns vorbei ging und mich grüßte. Mich störte das weniger, meinen Gatten aber um so mehr, da er oftmals keinerlei Ahnung hatte, wer mich da nun schon wieder angrinste. Als sich die Rollerboys an den Tisch gleich hinter uns setzen wollten, wurden sie umgehend von unserer hübschen Kellnerin verscheucht und mussten weiter hinten im Raum Platz nehmen. Irgendwie taten mir die Jungs leid, aber so konnte ich mich dann schließlich doch noch halbwegs auf mein Essen konzentrieren. Neben Kaviar mit allem was dazu gehört inklusive Wodka gab es bei mir noch die Pasta des Tages („Strozzapreti al Tartufo con Asparagi“ also Nudeln mit Trüffelrahmsauce und Spargel) sowie noch ein paar Calamari vom Grill. Dazu brachte uns unsere allerliebste Kellnerin Raya immer wieder ein Stamperl Wodka und am Ende war ich voll bis Anschlag und hatte ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. Ich liebe Kaviar! 



Unser letzter Punkt auf der Tagesordnung fand in der Sansibar ab 21 Uhr statt und zwar „Sounds of the 80s & 90s“ mit der Bordband. Zu unserer großen Freude war unser Stammplatz frei und von dort aus hatte man auch den besten Ausblick auf die „Bühne“. Bei guter Musik hatten wir unglaublich viel Spaß. So petzte Barkeeper Hakan meinem Gatten, dass er mir vergangene Nacht ein Taxi rufen wollte. Ich fiel darauf hin fast vom Stuhl vor lachen und als ich beim Thema Altersdurchschnitt an Bord feststellte, dass in meiner bevorzugten Altersgruppe genug Kerle auf dem Schiff wären, kam von Gerald: „Machst jetzt den Wendler?“ Muhahahaha! Passend zum Gespräch traf ich zwischendurch beim Rauchen im Außenbereich zwei nette junge Männer, die zur Wartung der Motoren an Bord waren. Es wollte einfach nicht abreißen... 

Zur späterer Stunde zog sich Gerald in seine Koje zurück und ich setzte mich mit meinem Gin Tonic nach draußen an die Bar, wo ich allerdings nicht lange blieb, da nach kürzester Zeit Ciaran auftauchte und mich an den Tisch der Rollerboys zog. Da hatte ich natürlich nichts dagegen und der Spaß konnte weiter gehen. Ich will hier nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel: Cyrus steht auf Jägerbomb, Ciaran nicht („Do you want mine?“) und am Ende musste England kapitulieren, während sich Bayern noch einen letzten Drink gönnte. Was für ein lustiger Tag! Besser konnte es doch gar nicht mehr werden... 


Wetter: bedeckt, mit Regen und wenig Sonne bei Temperaturen bis 16°C 
(2) 

16.10.2019 – Praia da Vitória / Terceira / Portugal 
„Kulinarische Köstlichkeiten und interessante Gespräche“ 


Noch vor 8 Uhr erreichte die Europa 2 an diesem Morgen den Hafen von Praia da Vitória auf der zu den Azoren gehörenden Insel Terceira. Von unserem Balkon aus konnte ich hinter den typischen Hafenanlagen und Containern grüne Hügel hinter den Wolken erkennen und ich freute mich auf einen hoffentlich interessanten Tag. Wir hatten keinen Ausflug gebucht und wollten auf eigene Faust die Stadt mit ihren ca. 6700 Einwohnern erkunden. Aber zuvor mussten wir uns natürlich erst einmal stärken und steuerten gegen 9.30 Uhr den Yacht Club an. Zu meiner großen Freude war unser neuer Lieblingstisch frei und wir wurden auch sofort von Dirk Zimmer mit Tomatensaft versorgt. Als wir uns über unsere gut gefüllten Teller her machten kam Kapitän Jörn Gottschalk zu uns und berichtete, dass das Wetter besser als erwartet war, allerdings hatte der kräftige Wind das Anlegen erschwert und nur mit Glück war nichts passiert. Zum Abschied bekam ich von ihm noch, um den Wettergott gnädig zu stimmen, die Aufforderung „Aufessen!!“. Ich mag diesen Mann einfach! Als brave Passagierin hielt ich mich natürlich an die Anweisung vom Chef und war am Ende mal wieder voll bis zum Anschlag. 

Gegen Mittag fuhren wir mit dem Shuttlebus die kurze Strecke vom Hafen ins Stadtzentrum von Praia da Vitória und sahen auf der ca. 15minütigen Fahrt auch die ersten Kühe, die wie wir von Dr. Quadflieg erfahren hatten, die wahren Herrscher über die Azoren waren. Von der Wache der Freiwilligen Feuerwehr aus spazierten wir gemütlich durch die Hauptgeschäftsstraße Rua Jesus Richtung Strand und bewunderten auf unserem Weg einen stolzen Hahn und ein paar Musiker, die auf der Straße spielten. Die Menschen in Praia da Vitória schienen alle so unglaublich gelassen und freundlich, selbst die Polizisten, denen ich beinahe vors Auto gelaufen wäre, grinsten mich einfach nur ganz lieb an. Am Strand angekommen trafen wir auf eine Gruppe Kinder (7) vom Schiff mit Ihren Betreuerinnen (2), die im Sand spielten. Ich kann die Europa 2 allen Eltern mit großem Geldbeutel nur empfehlen. Da kann man seine Brut getrost abgeben und den Tag genießen, die Kleinen sind auf alle Fälle in besten Händen. Für mich gab es natürlich kein Halten, ich musste einfach durch den nassen Sand Richtung Meer stapfen und mir für ein paar Minuten einfach nur den Wind um die Ohren blasen lassen. Herrlich! 




Anschließend schlenderten wir gemütlich weiter den Strand entlang bis zur Marina, legten bei der Rulote Bar einen kleinen Fotostopp ein, bewunderten einen weiteren stolzen Gockel und gingen dann durch eine kleine Straße parallel zur Hafenpromenade wieder Richtung Zentrum. Da es leider zu regnen anfing steuerten wir einen Souvenirshop an und beschlossen, nachdem wir den obligatorischen Magneten für unseren Kühlschrank erstanden hatten, dass es Zeit für den gemütlichen Teil des Landgangs war. Die Zodíaco Bar erschien uns bestens dafür geeignet. Direkt an der Hafenpromenade gelegen konnte man hier im Außenbereich gut das Treiben rundherum beobachten und dabei das ein oder andere Glas Wein trinken. Für meinen Gatten gab es dazu noch einen Burger. Unsere Bestellung gestaltete sich trotz der nicht vorhandenen Englischkenntnisse der netten Bedienung dank meines Wörterbuchs als relativ einfach und mein gruseliges Portugiesisch wurde mit einen freundlichen Lächeln quittiert. 

Wir genossen unseren Aufenthalt und natürlich auch unsere Flasche Weißwein, auch wenn die Plastikstühle wie anscheinend überall in Portugal und auch Spanien etwas unbequem waren. Zu Geralds großer Freude fuhr sogar ein Porsche Panamera an uns vorbei, wobei sich mir die Frage stellte, wieso zur Hölle man auf dieser gerade mal 29 km langen und 17,5 km breiten Insel ein solches Auto braucht. Hat eventuell was mit körperlichen Defiziten zu tun oder so. 



Auf unserem Rückweg Richtung Shuttlebus-Haltestelle bewunderten wir noch ausgiebig die wunderschönen Häuser und ich hatte meinen Spaß mit ein paar Bauarbeitern, die mir freundlich zuwinkten. Praia da Vitória ist eine tolle kleine Stadt mit sehr freundlichen Einwohnern und ich hoffe, dass sich irgendwann noch einmal die Gelegenheit ergibt, hier her zu kommen. Leider fing es auf unserem Rückweg zum Schiff an stärker zu regnen an und so gingen wir gleich an Bord, als wir im Hafen angekommen waren. 

Unser Weg führte uns zuerst zu Ronaldo an die Poolbar, wo wir uns einen Espresso und ein kleines Häppchen zur Stärkung gönnten. Während Gerald danach in unserer Suite ein bisschen ruhte, machte ich einen kleinen Rundgang durchs Schiff und über die Außendecks. Das Wetter draußen verwirrte mich zusehends. Es schien sich alle fünf Minuten zu ändern bzw. war auf der einen Seite des Schiff plötzlich Nebel, während auf der anderen Seite die Sonne schien und natürlich fing es dann auch wieder an zu regnen. Nun verstand ich was, was Dr. Quadflieg mit „auf den Azoren gibt es vier Jahreszeiten, allerdings am Tag“ gemeint hatte. 



Wieder zurück bei meinem Gatten stellte ich fest, dass ich ein gefühltes Kilo Sand vom Strand in Praia da Vitória im Aufschlag meiner Tarnhose mit in die Kabine geschleppt und dort verteilt hatte. So was kann auch nur mir passieren! Ich hoffte, dass mich Phu dafür nicht verfluchten würde. 

Während wir uns für das Abendessen herrichteten stieg bei mir die Nervosität. Ausgerechnet zum Japaner musste der Hotel Manager mitkommen! Das konnte ja nur peinlich werden! Zur Beruhigung nahm ich mir ein Pilschen aus dem Kühlschrank und ging dann kurz vor 19 Uhr mit Gerald ins Foyer, wo Josef Gruber uns schon erwartete. Gemeinsam fuhren wir auf Deck 9 und ich dankte Hapag-Lloyd im Stillen für den Aperitif, der mir am Eingang zum Yacht Club gereicht wurde. Begleitet von den komischen Blicken einiger Passagiere gingen wir ins japanische Spezialitätenrestaurant und wurden dort an unseren Tisch geführt. Nicht weit weg von uns saßen übrigens die Rollerboys, denen die Augen fast aus dem Kopf fielen, als sie uns mit dem Hotel Manager höchstpersönlich sahen. Ich grinste zufrieden vor mich hin und feierte meinen persönlichen Reichsparteitag. 

Herr Gruber vertrieb dann auch den letzten Rest meiner Nervosität, indem er das Ruder übernahm und Empfehlungen bezüglich Essen und Trinken aussprach. Wir starteten mit einem Bier, später gab es dann einen hervorragenden, von ihm ausgesuchten Wein und dazu unternahmen wir eine kulinarische Reise durch das Sakura, also von allem ein bisschen was. Ich gestand gleich zu Beginn, dass mich Stäbchen irgendwie überforderten, und mir wurde dann auch prompt normales Besteck gereicht. Das Essen war sogar für mich als nicht unbedingt Japan-Fan ein Traum und die Erklärungen von Herrn Gruber dazu machten es zu einem echten Genuss. Wir hatten viel Spaß und erhielten zudem noch ein paar sehr nützliche Informationen zum Thema Expeditionen. Ich hatte auch das Gefühl, dass der Hotel Manager den Abend mit uns genoss. Am Ende hatte ich mich wieder einmal überfressen und war mit der Welt zufrieden. Meine Nervosität zu Beginn war völlig unnötig gewesen, der Abend war so locker und lustig verlaufen, als wären wir mit einem alten Freund beim Essen gewesen. 


Später gingen wir noch ins Collins, wo ich mir einen Pink 47 mit Fentimans gönnte und Lyudmil eine Frank-Sinatra-Platte für mich auflegte. Um 23 Uhr machte sich die Europa 2 auf den Weg zu unserem nächsten Ziel. Da wir am nächsten Tag viel vor hatten, ging ich im Anschluss nur noch kurz auf einen Absacker und einen kleinen Plausch mit den Rollerboys in die Sansibar und dann war ein weiterer wunderschöner Tag zu Ende. 

Wetter: wechselhaft bei Temperaturen bis 20°C 
(3) 

17.10.2019 – Ponta Delgada / São Miguel / Portugal 
„Small island, big love“ 


Die Europa 2 erreichte an diesem Morgen São Miguel, die größte und am dichtesten besiedelte Insel der Azoren (ca. 138000 Einwohner) und noch vor 8 Uhr legten wir in der Hauptstadt Ponta Delgada an. Obwohl ich verhältnismäßig früh wach war, blieb nur wenig Zeit für eine Dusche und ein kleines Frühstück im Yacht Club. Kurz vor 9 Uhr verließen wir schon das Schiff und breiteten uns sehr zum Unmut eines kleinen Passagiers auf der Rückbank unseres Busses aus. Da diese Kreuzfahrt für mich hauptsächlich unter dem Motto „Entspannung“ stehen sollte, hatten wir auf geführte Landgänge größtenteils verzichtet, nur auf den Azoren wollte ich unbedingt einen Ausflug machen und meine Wahl war letztendlich auf „Landschaftsfahrt zu den Kraterseen von Sete Cidades“ gefallen. Unser sympathischer Reiseleiter Tony sprach gut verständliches Englisch, es war aber auch eine Dame vom Schiff dabei, die übersetzt hätte. 

Unsere Fahrt führte uns zunächst am Flughafen vorbei in den westlichen Teil der Insel und ich konnte mich gar nicht an der wunderschönen Landschaft satt sehen. Unseren ersten Halt legten wir beim Aussichtspunkt Miradouro da Vista do Rei ein, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das Meer und besonders über die Caldera des erloschenen Vulkans Sete Cidades und auf die beiden Katerseen Lagoa Azul und Lagoa Verde hatte. Ich war überwältigt! Ich hatte ja viel über die Azoren gelesen und zahlreiche Bilder gesehen, aber so direkt mitten drin war alles noch viel schöner als ich es mir ausgemalt hatte. Auch Gerald erfreute sich an der Landschaft und v.a. an einem verlassenen Hotelkomplex mitten im Wald. 




Anschließend fuhren wir weiter in den Krater hinein und legten eine kleine Pause in dem kleinen Ort Sete Cidades ein. Es gab vor Ort die Möglichkeit, eine Kirche zu besichtigen oder einen Kaffee bzw. ein Bier zu trinken. Wir entschieden uns natürlich für letzteres und Reiseleiter Tony unterstützte uns bei der Auswahl des Gerstensafts in der Snackbar „São Nicolau“. Auch wenn die Stühle wie mittlerweile schon gewohnt ziemlich unbequem waren, das lokale Bier war ziemlich gut und auch günstig, und die Internetverbindung war hier mitten im Atlantik und mitten im Vulkan besser als zwischen meiner Heimatstadt und dem Flughafen München. 

Gut gestärkt konnte es dann weiter gehen und wie auf der gesamten Fahrt erfuhren wir von Tony wieder viel Wissenswertes über die Insel, ihre Bewohner und natürlich über Kühe und Hortensien. Wir legten auch noch zwei kürzere Fotostopps ein und zwar am Lagoa de Santiago und anschließend am Pico do Carvao, und ich war erneut verblüfft, wie viele verschiedene Nuancen der Farbe Grün es doch gibt. Diese Insel war definitiv einer der schönsten Plätze auf dieser Welt. Die klare, feuchte Luft, der leichte Wind, eine Landschaft, die mich einfach in ihren Bann zog, und im Hintergrund die Weite des Atlantiks. 



Der letzte Punkt auf unserem Ausflugsprogramm war am Ende noch ein Besuch auf der „Plantação de Ananases Augusto Arruda“, einer Ananasplantage etwas nördlich von Ponta Delgada. Hier konnten wir uns auf dem Gelände frei bewegen und von einem Gewächshaus zum nächsten gehen und die verschiedenen Stadien der Entwicklung der Pflanzen begutachten. Selbstverständlich gab es die leckere Frucht auch zum Probieren und in dem kleinen Souvenirshop entdeckte ich zu meiner großen Freude auch Ananaslikör, der zur Verkostung bereit stand. Sehr schmackhaft und v.a. sehr süß und eine interessante neue Erfahrung. 



Gegen 13 Uhr kehrten wir zur Europa 2 zurück und waren mit der Wahl des Ausflugs sowie mit unserem Reiseleiter Tony mehr als zufrieden. Die Fahrt durch den westlichen Teil von São Miguel war ein unvergessliches Erlebnis, an das ich den Rest meines Lebens gerne zurück denken werde. 

Nach dem obligatorischen Stopp in einem Souvenirshop gingen wir wieder zurück an Bord und da wir ziemlich hungrig waren, steuerten wir, nachdem wir unsere Jacken und den Rucksack in die Suite gebracht hatten, zügig den Yacht Club an. Im Treppenhaus trafen wir auf ein Crewmitglied, das mit einer Akkuflex am Geländer zugange war und wir konnten uns vor lauter Lachen kaum mehr auf den Beinen halten. Diese Frage war nun auch geklärt und wir mussten nun nur noch den doch etwas verwirrten Mann dazu bringen, uns sein Werkzeug für den Landgang in Funchal auszuleihen. Muhahahaha! 

Im Yacht Club organisierte ich mir als ersten Gang ein Rinderfilet mit Pommes rot-weiß an der warmen Station. Klingt zwar pervers, war aber verdammt gut. Da ich danach immer noch hungrig war, ging ich nach draußen, um mir die Pasta des Tages zu holen. Nach einem kurzen Gespräch wurde daraus aber spontan Pasta mit Trüffel und Parmesan und ich war glücklich. (Notiz an mich: Trüffel ist immer vorhanden!!) 

Bei einem Espresso an der Poolbar besprachen wir anschließend unsere Pläne für den restlichen Tag. Das Wetter war sonnig und warm, so dass das Dach des Pooldecks offen war. Wir beschlossen, noch ein bisschen in die Stadt zu gehen und dort ein wenig das Leben zu genießen. 



Von unserer Anlegestelle aus war es nicht weit zur Altstadt und v.a. zum Yachthafen, den wir gegen 14.30 Uhr als erstes ansteuerten. Danach spazierten wir gemütlich weiter, bewunderten die schönen Gebäude, inspizierten ein Einkaufszentrum und landeten schließlich bei der „Igreja de São Pedro“, einer schönen Kirche, von der aus man einen tollen Blick über den Hafen hat. Während ich ein paar Fotos machte entdeckte ich die Rollerboys nicht weit von uns entfernt, die an diesem Nachmittag offensichtlich auch ihren Spaß hatten und mit komischen Rollern durch die Gegend kurvten. Am Ende unseres Rundgangs durfte ein weiterer Stopp in einem Souvenirladen nicht fehlen, wo wir ein paar Crewmitglieder trafen, mit denen ich mich ein bisschen unterhielt, während wir eine gefühlte Ewigkeit an der Kasse warteten („Sagt bitte meinem Mann, dass ich gleich komme und den Laden nicht leer gekauft habe.“). Auf dem Weg zurück Richtung Schiff kippten wir noch schnell die von mir zuvor erstandenen kleinen Ananaslikörchen und dann war es Zeit für den letzten Punkt des Landgangprogramms. Nur ein paar Schritte vom Liegeplatz der Europa 2 entfernt befanden sich ein paar kleine Geschäfte und Restaurants und die „Doris Bar“, wo wir es uns auf den Plastikstühlen bei einem Glas Weißwein so gut es ging gemütlich machten. Der Platz war einfach perfekt! Mit Blick auf unser Schiff konnten wir die Leute um uns herum und sogar ein paar Schwimmer im Wasser vor uns in aller Ruhe beobachten und jeder, also wirklich jeder, der wieder an Bord wollte, kam an uns vorbei. Vor lauter winken und grüßen kam ich kaum dazu, meinen Wein in Ruhe zu genießen, und den netten Security-Mann auf seinem Segway werden wir wohl niemals mehr vergessen. Was für ein gechillter und lustiger Nachmittag! 

Kurz vor Landgangende um 17.30 Uhr gingen wir wieder zurück auf die Europa 2 und zogen uns erst mal auf unsere Suite zurück. Eine halbe Stunde später meldete sich der Kapitän von der Brücke und amüsierte mich wieder einmal mit seinen lustigen Sprüchen („... Windstärke 3 bis 4... das ist für Sie ja lächerlich!“). Pünktlich um 18 Uhr verabschiedeten wir uns von Ponta Delgada und den Azoren und ich genoss das Auslaufen von unserem Balkon aus. Zu meiner großen Freude tauchten sogar ein paar Delfine auf, die durch unsere Heckwelle schwammen. Fotos gibt es davon keine, ich genoss lieber den wunderschönen Anblick. Das einzig (ver-) störende an der ganzen Szenerie war ein älterer Herr auf dem Balkon des Spa genau unter uns, der zu viele Details präsentierte. Aber manchmal sieht man eben Dinge, die besser unter einem Handtuch verborgen geblieben wären. Letztendlich war mir das aber auch egal, ich hatte an diesem Tag so viel Schönes gesehen, da fiel der alte Zipfel nicht zu sehr ins Gewicht. Und der Tag war noch lange nicht zu Ende... 



Auf dem Weg zum Abendessen trafen Gerald und ich auf Herrn Gruber, der sich natürlich erkundigte, wie unser Tag gewesen war. Nach unserem kleinen Bericht stellte er grinsend fest: „Dann kaufen Sie das Haus wohl nun auf den Azoren.“ Gar kein so schlechter Gedanke! Wir hatten uns für eine Nahrungsaufnahme in der Sansibar entschieden, wo unser Lieblingstisch noch frei war und aufgrund der angenehmen Temperaturen die Türen und Glasfronten offen waren. Ich startete den Abend mit dem alkoholfreien Cocktail „Abendsonne“, der perfekt zum endgeilen Sonnenuntergang passte, und bestellte mir ein Rinderfiletsteak, das mir zu meiner großen Überraschung vom Koch höchstpersönlich serviert wurde. Das war mir auch noch nie passiert! Was für eine Kreuzfahrt! 



An diesem Abend wartete noch ein weiteres Highlight auf mich und zwar die erste Show der Rollerboys unter dem Motto „Rock 'n' Roll“ um 22 Uhr im Theater. Da mein Gatte nach dem langen Tag etwas müde war, ging ich alleine dort hin und wurde am Eingang gleich von Raya in Empfang genommen und zu meinem Platz, den ich mir selber aussuchen durfte, begleitet. Die Jungs hatten darauf bestanden, dass ich in der ersten Reihe sitzen musste, und dort wartete ich dann auch ungeduldig auf den Beginn der Show. Im Theater war es ziemlich warm und nach kürzester Zeit war ich komplett durchgeschwitzt, was meiner guten Laune aber keinen Abbruch tat. Die Show startete pünktlich und die Rollerboys nahmen uns mit auf eine musikalische Zeitreise zurück zum Rock 'n' Roll der 1950er Jahre. Die Jungs, die alle bereits beim Erfolgsmusical „Starlight Express“ auf der Bühne gestanden waren, begeisterten das Publikum mit ihrem Gesang und einer mitreißenden Performance. Mit fehlen noch heute die Worte, um diesen Auftritt auch nur annähernd zu beschreiben. Einfach nur der Wahnsinn! 




Nach der Show bestand noch die Möglichkeit, ein Foto mit den Künstlern zu machen, was ich mir natürlich nicht entgehen ließ, denn ich hatte ja bisher nur ein paar fragwürdige gemeinsame Bilder, die zu vorgerückter Stunde und unter Alkoholeinfluss entstanden waren. Den dezenten Hinweis „see you later“ inklusive Zwinkern verstand ich natürlich und machte mich anschließend auf den Weg in die Sansibar, wo ich mich an die Bar im Außenbereich setzte. 

Ich musste nicht all zu lange warten bis die neuen Stars des Schiffs kamen und von einigen der anwesenden Passagiere gefeiert wurden. Ciaran kam gleich zu mir und holte mich an den Tisch der Jungs. Die After-Show-Party war dann ein weiteres Highlight dieser Kreuzfahrt. Ich amüsierte mich köstlich und werde an diese Nacht wohl den Rest meines Lebens mit einem fetten Grinsen im Gesicht denken. Ich will hier gar nicht zu sehr in die Details gehen, da das den Rahmen dieses Berichts definitiv sprengen würde. Daher nur ein paar Stichpunkte: Die Rollerboys bekommen definitiv mit, was in der ersten Reihe passiert!! Wieso müssen die mich immer füttern?? Lediglich der erste Drink war am Ende auf der Bordrechnung. Daniel: „Sabine! Feuerzeug!“ und der Blick der Entertainment Managerin. 

Am Ende fiel ich überglücklich in meine Koje und mein Kopf war voller unvergesslicher Eindrücke und Rock 'n' Roll! 

Wetter: sonnig, teilweise wolkig bei Temperaturen bis 20°C 
(2) 

18.10.2019 – Seetag mit Kurs auf Funchal / Madeira / Portugal 
„Tango!“ 


Vor uns lag ein Seetag und ich stand erst relativ spät auf, was wohl nicht nur an der „geklauten“ Stunde lag. Ich konnte immer noch wirklich glauben, was ich am Tag zuvor alles erlebt hatte. Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht ließ ich all die schönen Momente noch einmal Revue passieren und dabei lief im Hintergrund „Saturday Night at the Movies“ in Dauerschleife. 



Da sich mein Gatte noch tief im Reich der Träume befand als ich geduscht und angezogen war, beschloss ich, ihn dort zu belassen und erst mal alleine loszuziehen. Auf dem Weg auf Deck 9 traf ich Herrn Gruber und wir unterhielten uns ein bisschen („Sie haben ja gestern bei der Show ganz schön abgerockt!“). Ich ließ mich schließlich an der Poolbar nieder, bestellte bei Ronaldo eine Kanne Earl Grey und lauschte gegen 10.25 Uhr der täglichen Ansprache des Chef. Natürlich dauerte es nicht lange bis der erste Künstler an mir vorbei kam und mir grinsend „Good morning“ wünschte. Je länger ich über die vergangene Nacht nachdachte, desto mehr Details fielen mir wieder ein und mir war klar, dass ich dringend mit Gerald reden musste. 

Nach einem sehr interessanten Gespräch mit der International Guest Relation Managerin Norma Sieweke (u.a. würde am folgenden Tag eine größere Veranstaltung in Funchal stattfinden, die gewisse Abläufe bei den Ausflügen evtl. stören könnte) ging ich wieder zurück in unsere Suite. Mein Gatte war nun auch endlich wach und v.a. hungrig und wir beschlossen, zum Mittagessen erneut ins Tarragon zu gehen. Wir hatten nämlich erfahren, dass es nun eine neue Speisekarte gab und darauf ein bestimmtes Gericht stand, auf das wir ganz scharf waren. Im Restaurant war nur wenig los und wir wurden an einen Tisch am Fenster gesetzt. Mein Menü hatte ich sehr schnell zusammengestellt und dazu gönnten wir uns eine Flasche Whispering Angel Rosé. Ich startete meine kulinarische Reise durch Frankreich mit Crique Salade (Kartoffel-Crêpe, Flusskrebse, Schnittlauch, Kräutersalat, Frenchdressing) als Vorspeise, gefolgt von Quenelles au Gratin (Gratinierte Hechtklößchen, Spinat, Sauce Mornay). Die Krönung war dann der Hauptgang, auf den wir uns seit Monaten gefreut hatten. Wir wurden natürlich nicht enttäuscht, das Chateubriand (Rinderfilet, Sauce Béarnaise, Bohnen, Pommes Pont-Neuf) war wirklich ein Traum. Am Ende war ich voll bis Anschlag und im siebten Rinderhimmel. Dirk Zimmer drängte uns dann noch mit den Worten „Bitte nicht hier platzen!“ eine Praline zum Mitnehmen aufs Auge, und wir verabschiedeten uns lachend Richtung Poolbar. 



Während sich Gerald die Zeit hauptsächlich mit Lesen vertrieb, spazierte ich gemütlich über die Außendecks, machte Fotos, beobachtete das Treiben um mich herum und ließ meine Gedanken schweifen. Das Wetter war einfach traumhaft und die Sonne strahlte vom tiefblauen Himmel. Natürlich traf ich immer wieder auf den ein oder anderen Künstler und unterhielt mich kurz. Obwohl auf dem Pooldeck verhältnismäßig viel los war fand man immer noch freie Liegen und auch im Pool wäre noch genügend Platz gewesen, wenn ich denn Lust gehabt hätte hineinzuspringen. Wollte ich aber nicht! Ich lungerte lieber an der Bar rum, machte mir Notizen und grinste vor mich hin. (Boah Cyrus, rasier dich!!!!) 



Ich hatte meinem Mann mittlerweile gestanden, was ich in der vergangenen Nacht Daniel und Patrick versprochen hatte und da er bereit war, mich zu begleiten, zogen wir uns am späten Nachmittag um und gingen gegen 17.30 Uhr Richtung Theater zum Pre-Dinner-Klassikkonzert von David Aaron Carpenter & The Salomé Camber Ensemble: „Tango!“ 

Ich bin ja eigentlich nicht so der Fan der klassischen Musik, jedenfalls dachte ich das bis zu diesem Tag, aber ich hatte nun mal versprochen zu kommen und das sollte ich auch nicht bereuen. Der Klang der Instrumente begeisterte mich von der erste Sekunde an und längst verloren geglaubte Erinnerungen kamen plötzlich wieder hoch. Als das Konzert nach drei Zugaben endete gab es Standing Ovations für die Künstler und ich klopfte mir unauffällig selber auf die Schulter für meine große Klappe in der Nacht zuvor. 




Bei einer kleinen „Nachbesprechung“ im Collins entschlossen wir uns, zum Abendessen ins Restaurant Weltmeere zu gehen. Dort angekommen wurden wir freundlich begrüßt und an einen freien Tisch gebracht. Das Essen war sehr gut, bei mir gab es Ravioli von der Kalbsbacke als Vorspeise gefolgt vom Pariser Pfeffersteak als Hauptgang. Lediglich der Gruß aus der Küche war ausnahmsweise so gar nicht nach meinem Geschmack, aber nun weiß ich zumindest, dass ich weiterhin meine Finger von Gänseleber lasse. 



Da es draußen noch angenehm warm war, ließen wir den Abend im Außenbereich der Sansibar ausklingen. Es wurde noch ziemlich lustig oder vielleicht sollte ich besser sagen feucht fröhlich. Leider kann ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wer auf die bescheuerte Idee kam, mit Cyrus von den Rollerboys Jägerbomb zu trinken. Auf das Zeug wird man nämlich dummerweise nicht nur betrunken sondern auch wach! Hahahaha! Daher blieben wir auch länger als geplant an der Bar sitzen und blödelten am Ende noch ewig mit Hakan und Raya rum. Von unserer netten bulgarischen Kellnerin bekam Gerald einen Scheck über 10000 €, damit er mir Schmuck kaufen konnte und unser lustiger Barkeeper musste uns zum Schluss ein Taxi rufen, weil wir sonst den langen Weg in unsere Suite nicht mehr geschafft hätten. Was für ein schöner Seetag! 

Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 22°C 
(2)