"Genießen Sie das Leben!“
„Feuer und Wasser“ mit der MS Europa 2 vom 10.10. bis 23.10.2019
Bilbao – Gijón - A Coruña - Leixões - Praia da Vitória - Ponta Delgada – Funchal - Cádiz – Lissabon
Vorfreude
Im März 2018 stellte sich mal wieder die Frage, wohin es denn im folgenden Jahr gehen sollte. Bei der Wahl der Reederei und des Schiffs gab es keinerlei Diskussionen und auch die Route war letztendlich schnell gefunden. „Feuer und Wasser“ sollte das Thema werden und die Europa 2 würde dann zum vierten Mal unser schwimmendes Zuhause sein. Einige der Destinationen auf der Route kannten wir bereits und v.a. Madeira wollten wir gerne mal wieder besuchen, der Hauptgrund für unsere Entscheidung waren aber die Azoren. Diese Inseln weit draußen im Atlantik waren schon immer eines meiner Wunschziele gewesen und ich war gespannt, ob sie meine Erwartungen erfüllen würden. Etwa zwei Monate nach unserer Buchung im Reisebüro unseres Vertrauens, dem TUI ReiseCenter im Donaueinkaufszentrum in Regensburg, hatten wir an einem langweiligen Sonntagvormittag eine komplett verrückte Idee: Warum nicht einfach den Urlaub einen Tag früher beginnen? Nach einer kurzen Diskussion stand am Ende fest, dass wir uns vor der Kreuzfahrt eine Nacht im Hilton Munich Airport gönnen würden. Was für ein Irrsinn!
Im September 2018 erfüllte ich mir meinen „schottischen Traum“ und am Ende waren Gerald und ich uns einig, dass die Kreuzfahrt zu den „British Originals“ die schönste Reise unseres Lebens gewesen war. Von Anfang bis Ende perfekt!
Das Jahr 2019 verging dann unglaublich schnell, wobei Freude und Leid oft dicht beieinander lagen, und Anfang Oktober war es endlich wieder an der Zeit, die Koffer zu packen.
09.10.2019 – München / Bayern
„Vorglühen“
Nach den vergangenen stressigen Wochen war der Anblick des AirportLiners gegen 13.30 Uhr vor unserer Haustüre wie eine Erlösung für mich und ich hoffte, in den kommenden Tagen endlich mal wieder etwas zur Ruhe kommen zu können. Unser Fahrer, der offensichtlich aus Sachsen stammte, war sehr nett und außer uns musste er lediglich noch einen einzigen weiteren Passagier nach München bringen. Leider wurde die Fahrt durch den Anschlag von Halle und die teilweise miserable Internetverbindung auf der Stecke in die Landeshauptstadt etwas getrübt, dennoch war ich bereits in bester Urlaubsstimmung als wir gegen 15 Uhr unser Ziel, das Hilton Munich Airport, erreichten. Der Check-in ging schnell und unkompliziert und auch unser Zimmer 4011 hatten wir schnell gefunden. (Kleiner Hinweis am Rande: Der Aufzug nach oben funktioniert nur mit der Zimmerkarte. Dafür landet man aber auch im richtigen Stockwerk.) Unsere Unterkunft für die Nacht war groß, sauber und es war alles vorhanden, was man so brauchen könnte inklusive Bügelbrett, Kugelschreiber und Notizblock, wobei ersteres natürlich nicht in meinem Rucksack landete.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten fuhren wir mit dem Aufzug wieder nach unten in die Lobby und machten es uns an der Bar bequem. Die Spiele konnten beginnen! Neugierig musterten wir die Umgebung und besprachen unsere Pläne für die kommenden Tage. Beim Anblick unserer Rechnung nach insgesamt vier Gin Tonic mussten Gerald und ich erst einmal schlucken – tja, das Hilton ist halt preislich nicht gerade die Jahnhalle in Regenstauf. Gegen 18 Uhr trafen wir uns mit unseren Freunden Kerstin und Thomas im Airbräu, wo wir bei gutem Essen und noch besserem Bier viel Spaß hatten. Wer am Münchner Flughafen für verhältnismäßig wenig Geld eine ordentliche Portion im Magen haben will ist im Airbräu auf alle Fälle gut aufgehoben. Zu späterer Stunde ließen mein Gatte und ich dann den Abend noch gemütlich an der Nightflight Bar ausklingen und obwohl das „Vorglühen“ vor der Kreuzfahrt finanziell so ein kleines bisschen aus dem Ruder lief, bereuten wir unsere zugegeben verrückte Idee mit der Vorübernachtung in München definitiv nicht. (Danke an dieser Stelle an Melissa für die tolle Versorgung mit alkoholischen Getränken)
Im März 2018 stellte sich mal wieder die Frage, wohin es denn im folgenden Jahr gehen sollte. Bei der Wahl der Reederei und des Schiffs gab es keinerlei Diskussionen und auch die Route war letztendlich schnell gefunden. „Feuer und Wasser“ sollte das Thema werden und die Europa 2 würde dann zum vierten Mal unser schwimmendes Zuhause sein. Einige der Destinationen auf der Route kannten wir bereits und v.a. Madeira wollten wir gerne mal wieder besuchen, der Hauptgrund für unsere Entscheidung waren aber die Azoren. Diese Inseln weit draußen im Atlantik waren schon immer eines meiner Wunschziele gewesen und ich war gespannt, ob sie meine Erwartungen erfüllen würden. Etwa zwei Monate nach unserer Buchung im Reisebüro unseres Vertrauens, dem TUI ReiseCenter im Donaueinkaufszentrum in Regensburg, hatten wir an einem langweiligen Sonntagvormittag eine komplett verrückte Idee: Warum nicht einfach den Urlaub einen Tag früher beginnen? Nach einer kurzen Diskussion stand am Ende fest, dass wir uns vor der Kreuzfahrt eine Nacht im Hilton Munich Airport gönnen würden. Was für ein Irrsinn!
Im September 2018 erfüllte ich mir meinen „schottischen Traum“ und am Ende waren Gerald und ich uns einig, dass die Kreuzfahrt zu den „British Originals“ die schönste Reise unseres Lebens gewesen war. Von Anfang bis Ende perfekt!
Das Jahr 2019 verging dann unglaublich schnell, wobei Freude und Leid oft dicht beieinander lagen, und Anfang Oktober war es endlich wieder an der Zeit, die Koffer zu packen.
09.10.2019 – München / Bayern
„Vorglühen“
Nach den vergangenen stressigen Wochen war der Anblick des AirportLiners gegen 13.30 Uhr vor unserer Haustüre wie eine Erlösung für mich und ich hoffte, in den kommenden Tagen endlich mal wieder etwas zur Ruhe kommen zu können. Unser Fahrer, der offensichtlich aus Sachsen stammte, war sehr nett und außer uns musste er lediglich noch einen einzigen weiteren Passagier nach München bringen. Leider wurde die Fahrt durch den Anschlag von Halle und die teilweise miserable Internetverbindung auf der Stecke in die Landeshauptstadt etwas getrübt, dennoch war ich bereits in bester Urlaubsstimmung als wir gegen 15 Uhr unser Ziel, das Hilton Munich Airport, erreichten. Der Check-in ging schnell und unkompliziert und auch unser Zimmer 4011 hatten wir schnell gefunden. (Kleiner Hinweis am Rande: Der Aufzug nach oben funktioniert nur mit der Zimmerkarte. Dafür landet man aber auch im richtigen Stockwerk.) Unsere Unterkunft für die Nacht war groß, sauber und es war alles vorhanden, was man so brauchen könnte inklusive Bügelbrett, Kugelschreiber und Notizblock, wobei ersteres natürlich nicht in meinem Rucksack landete.
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten fuhren wir mit dem Aufzug wieder nach unten in die Lobby und machten es uns an der Bar bequem. Die Spiele konnten beginnen! Neugierig musterten wir die Umgebung und besprachen unsere Pläne für die kommenden Tage. Beim Anblick unserer Rechnung nach insgesamt vier Gin Tonic mussten Gerald und ich erst einmal schlucken – tja, das Hilton ist halt preislich nicht gerade die Jahnhalle in Regenstauf. Gegen 18 Uhr trafen wir uns mit unseren Freunden Kerstin und Thomas im Airbräu, wo wir bei gutem Essen und noch besserem Bier viel Spaß hatten. Wer am Münchner Flughafen für verhältnismäßig wenig Geld eine ordentliche Portion im Magen haben will ist im Airbräu auf alle Fälle gut aufgehoben. Zu späterer Stunde ließen mein Gatte und ich dann den Abend noch gemütlich an der Nightflight Bar ausklingen und obwohl das „Vorglühen“ vor der Kreuzfahrt finanziell so ein kleines bisschen aus dem Ruder lief, bereuten wir unsere zugegeben verrückte Idee mit der Vorübernachtung in München definitiv nicht. (Danke an dieser Stelle an Melissa für die tolle Versorgung mit alkoholischen Getränken)
10.10.2019 – Bilbao / Spanien
„Herzlich willkommen zurück“
Nachdem ich hervorragend in dem riesigen Bett in unserem Zimmer Nr. 4011 geschlafen hatte war ich relativ früh wach und nach einer Dusche fit für den Tag. Wir hatten das Frühstück im Hotel mitgebucht und begaben uns gegen 8.30 Uhr ins Restaurant, wobei der Weg zum Aufzug über diese gruseligen Milchglaselemente eine Herausforderung für mich darstellte (Im Foyer konnte man die Dinger wenigstens gut „umrunden“). Die Auswahl an Essen und Getränken im Restaurant war gut, aber wenn man überlegt, in welcher Preisklasse man sich bewegt, dann hätten wir doch etwas mehr erwartet (Lachs sowie Garnelen etwas geschmacklos). Nach einem Glas Champagner an der Bar – sozusagen als Vorbereitung für die kommenden Tage – holten wir unsere Koffer und checkten aus. Einige Leute werden sich sicher fragen, wieso wir uns für diese eigentlich unnötige Übernachtung entschieden hatten. Nun, es war einfach eine komplett verrückte Idee. Wir hatten viel Spaß und waren um eine neue Erfahrung reicher, aber v.a. war ich noch nie in meinem Leben so tiefenentspannt vor einem Flug wie an diesem Tag. Alles richtig gemacht. (Und für alle Hater: Warum haben wir's gemacht? Weil wir's können!!)
Gemütlich schlenderten wir die paar Meter ins Flughafengebäude, gaben unsere Koffer auf und stellten uns in die Schlange vor dem Sicherheitscheck. Selbst als es dort etwas länger dauerte, da ein Röntgengerät den Geist auf gab, konnte das unsere gute Laune nicht schmälern – wir hatten ja genug Zeit. Auf dem Weg zu unserem Abflugsgate trafen wir auf die ersten Mitreisenden, die man teilweise leicht an ihren orangen Hapag-Lloyd-Mappen erkannte und die gewohnten komischen Blicke dieser Leute durften natürlich auch nicht fehlen. Ist doch immer wieder lustig!
Unser Flug LH1892 startete pünktlich gegen 11.45 Uhr und verlief dank der günstigen Wetterverhältnisse ruhig. Das einzig irritierende war die junge, äußerst gelenkige Musikerin neben mir, die in den unmöglichsten Positionen schlafen konnte. Der Pilot verabschiedete am Ende sogar alle Kreuzfahrer mit einem freundlichen „Schiff ahoi!“. Bei unserem Anflug empfing uns Bilbao mit herrlichem Wetter und einer wunderschönen Landschaft und pünktlich gegen 13.55 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und etlichen Stoßgebeten konnten wir auch unsere Koffer in Empfang nehmen und machten uns auf den Weg zum Bus. Nachdem wir unser Gepäck für den Transport zum Schiff abgegeben hatten, entdeckte ich vor einem der Busse einen hübschen jungen Mann, der mich freundlich anlächelte. Da Gerald beschlossen hatte, keinen Schritt mehr weiter zu gehen, stiegen wir nach kurzer Rückfrage in genau diesen Bus ein (eigentlich sollten wir in einen der anderen) und machten es uns wie gewohnt auf der Rückbank bequem. Kurz darauf stieg auch der sympathische Kerl gemeinsam mit drei weiteren Typen ein und steuerte zielsicher den Platz vor mir an. Das ging ja schon mal gut los!
Wir hatten unseren Reiseunterlagen bereits entnommen, dass wir nun eine Stadtrundfahrt unternehmen würden, dennoch war ich wenig begeistert, als wir von unserem Reiseleiter erfuhren, dass diese zwei Stunden dauern sollte, und ich war nicht die einzige, die bei dieser Ankündigung das Gesicht verzog. („Two hours??? OMG!!“ inklusive Augenverdrehen vor mir) Aber egal, da mussten wir nun durch, also das beste daraus machen. Zuerst fuhren wir zur Aussichtsplattform „Mirador de la carretera Enekuri-Artxanda“, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt hatte. Während sich Gerald auf eine Bank bei den Bussen setzte, spazierte ich ein bisschen herum und genoss das schöne Panorama. Dabei wurde ich Zeuge, wie die Jungs aus dem Bus versuchten, ein Video zu machen, und erfuhr so, dass es sich um die Rollerboys handelte, die zu den Künstlern auf dieser Kreuzfahrt gehörten. Sie stellten sich dann auch alle bei mir vor (Michael, Jeff, Cyrus und Ciaran) und ich glaube, sie waren etwas irritiert als sie erfuhren, dass ich eine „normale“ Passagierin war. Aber das bin ich mittlerweile ja gewohnt, ich sag nur „Künstler oder Crew?“ (Dublin 2018).
„Herzlich willkommen zurück“
Nachdem ich hervorragend in dem riesigen Bett in unserem Zimmer Nr. 4011 geschlafen hatte war ich relativ früh wach und nach einer Dusche fit für den Tag. Wir hatten das Frühstück im Hotel mitgebucht und begaben uns gegen 8.30 Uhr ins Restaurant, wobei der Weg zum Aufzug über diese gruseligen Milchglaselemente eine Herausforderung für mich darstellte (Im Foyer konnte man die Dinger wenigstens gut „umrunden“). Die Auswahl an Essen und Getränken im Restaurant war gut, aber wenn man überlegt, in welcher Preisklasse man sich bewegt, dann hätten wir doch etwas mehr erwartet (Lachs sowie Garnelen etwas geschmacklos). Nach einem Glas Champagner an der Bar – sozusagen als Vorbereitung für die kommenden Tage – holten wir unsere Koffer und checkten aus. Einige Leute werden sich sicher fragen, wieso wir uns für diese eigentlich unnötige Übernachtung entschieden hatten. Nun, es war einfach eine komplett verrückte Idee. Wir hatten viel Spaß und waren um eine neue Erfahrung reicher, aber v.a. war ich noch nie in meinem Leben so tiefenentspannt vor einem Flug wie an diesem Tag. Alles richtig gemacht. (Und für alle Hater: Warum haben wir's gemacht? Weil wir's können!!)
Gemütlich schlenderten wir die paar Meter ins Flughafengebäude, gaben unsere Koffer auf und stellten uns in die Schlange vor dem Sicherheitscheck. Selbst als es dort etwas länger dauerte, da ein Röntgengerät den Geist auf gab, konnte das unsere gute Laune nicht schmälern – wir hatten ja genug Zeit. Auf dem Weg zu unserem Abflugsgate trafen wir auf die ersten Mitreisenden, die man teilweise leicht an ihren orangen Hapag-Lloyd-Mappen erkannte und die gewohnten komischen Blicke dieser Leute durften natürlich auch nicht fehlen. Ist doch immer wieder lustig!
Unser Flug LH1892 startete pünktlich gegen 11.45 Uhr und verlief dank der günstigen Wetterverhältnisse ruhig. Das einzig irritierende war die junge, äußerst gelenkige Musikerin neben mir, die in den unmöglichsten Positionen schlafen konnte. Der Pilot verabschiedete am Ende sogar alle Kreuzfahrer mit einem freundlichen „Schiff ahoi!“. Bei unserem Anflug empfing uns Bilbao mit herrlichem Wetter und einer wunderschönen Landschaft und pünktlich gegen 13.55 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und etlichen Stoßgebeten konnten wir auch unsere Koffer in Empfang nehmen und machten uns auf den Weg zum Bus. Nachdem wir unser Gepäck für den Transport zum Schiff abgegeben hatten, entdeckte ich vor einem der Busse einen hübschen jungen Mann, der mich freundlich anlächelte. Da Gerald beschlossen hatte, keinen Schritt mehr weiter zu gehen, stiegen wir nach kurzer Rückfrage in genau diesen Bus ein (eigentlich sollten wir in einen der anderen) und machten es uns wie gewohnt auf der Rückbank bequem. Kurz darauf stieg auch der sympathische Kerl gemeinsam mit drei weiteren Typen ein und steuerte zielsicher den Platz vor mir an. Das ging ja schon mal gut los!
Wir hatten unseren Reiseunterlagen bereits entnommen, dass wir nun eine Stadtrundfahrt unternehmen würden, dennoch war ich wenig begeistert, als wir von unserem Reiseleiter erfuhren, dass diese zwei Stunden dauern sollte, und ich war nicht die einzige, die bei dieser Ankündigung das Gesicht verzog. („Two hours??? OMG!!“ inklusive Augenverdrehen vor mir) Aber egal, da mussten wir nun durch, also das beste daraus machen. Zuerst fuhren wir zur Aussichtsplattform „Mirador de la carretera Enekuri-Artxanda“, von wo aus man einen herrlichen Blick über die Stadt hatte. Während sich Gerald auf eine Bank bei den Bussen setzte, spazierte ich ein bisschen herum und genoss das schöne Panorama. Dabei wurde ich Zeuge, wie die Jungs aus dem Bus versuchten, ein Video zu machen, und erfuhr so, dass es sich um die Rollerboys handelte, die zu den Künstlern auf dieser Kreuzfahrt gehörten. Sie stellten sich dann auch alle bei mir vor (Michael, Jeff, Cyrus und Ciaran) und ich glaube, sie waren etwas irritiert als sie erfuhren, dass ich eine „normale“ Passagierin war. Aber das bin ich mittlerweile ja gewohnt, ich sag nur „Künstler oder Crew?“ (Dublin 2018).
Wieder zurück im Bus verlangten immer mehr Gäste etwas zu trinken, nur leider hatte der Organisator daran wohl nicht gedacht und so mussten Reiseleiter und Busfahrer eben kurzerhand an einem Kiosk Wasserflaschen organisieren. Also alles gut! Die Fahrt ging dann weiter quer durch die Stadt und am Ende hatten wir das berühmte Guggenheim Museum nicht nur von oben, sondern auch von links, rechts, vorne und hinten gesehen, und alles darüber erfahren, was es zu wissen gibt. Jedenfalls glaube ich das, denn meine Gedanken schweiften immer wieder ab. Die Rollerboys schienen noch weniger Interesse an der Geschichte Bilbaos zu haben als ich, denn sie beschäftigten sich entweder mit ihren Smartphones bzw. schliefen (Ich war kurz davor, Ciaran meinen Klausi zu geben!). Als wir dann endlich auf dem Weg Richtung Hafen waren, schienen alle inkl. mir wieder geistig anwesend zu sein und Ciaran verteilte zu meiner großen Freude Gummibären. Und dann konnte ich sie plötzlich in der Ferne sehen - „unsere“ Europa 2! Wir hatten es also wieder einmal geschafft!
Auf dem Weg an Bord unseres Schiffs wurden wir von der Crew freundlich begrüßt und zu meiner großen Freude entdeckte ich einige bekannte Gesichter. Als ich das erste Mal „Herzlich willkommen zurück, Familie Lehner!“ vernahm war all der Stress der vergangenen Wochen wie weggeblasen und ich war einfach nur glücklich. Die Formalitäten waren dann auch schnell erledigt („Wir kennen uns aber noch nicht, oder?“ - „Ahhh... Sie sind der Personal Trainer. Dann kennen wir uns sicher nicht.“) und mit einem Glas Champagner in der Hand steuerten wir das Collins an. Der dortige Barchef Lyudmil strahlte über das ganze Gesicht als er uns sah und bedanke sich überschwänglich für meine Mail an Hapag-Lloyd nach unserer letzten Fahrt. Wir unterhielten uns noch ein bisschen und wurden dabei neugierig von einem „Uniformträger“ beobachtet. Es handelte sich dabei um den Cruise Director Frank Meikofski wie wir später erfuhren. Als nächstes gingen wir dann zum französischen Spezialitätenrestaurant Tarragon, um dort einen Tisch zu reservieren. Um uns Wartezeit zu ersparen übernahm das Maître d’hôtel Katja Klar für uns. (Sind wir jetzt schon VIPs oder was??) Nachdem dieser wichtige Punkt auf der To-do-Liste abgehakt war machten wir uns auf den Weg zu unserer geliebten Suite 675, die nun schon das dritte Mal unser Zuhause auf einer Kreuzfahrt sein sollte. Während wir uns frisch machten und die Koffer auspackten lauschten wir der Begrüßungsansprache des Kapitäns Jörn Gottschalk, die über die Lautsprecher in die Kabinen übertragen wurde. Wir kannten ihn bisher noch nicht, er machte aber einen sympathischen ersten Eindruck. Seine Rede beendete er mit den Worten: „... und genießen Sie das Leben!“ und genau das hatten wir vor!
Bevor wir zum gemütlichen Teil des Tages übergehen konnten stand noch die obligatorische Rettungsübung um 18.30 Uhr auf dem Programm. Der Ablauf war wie gewohnt und wir waren auch bald wieder zurück vor unserer Kabine, wo wir auf eine unserer Suitenstewardessen trafen. Ihr Name war Phu und sie war von unserem Namensschild an der Türe mehr als begeistert („Das ist das Coolste, was ich je gesehen habe!“). Da irgendetwas mit unseren Bordkarten nicht stimmte ließ sie uns in die Kabine, wo wir uns für den Abend umzogen.
Wir hatten uns wie eigentlich immer am ersten Tag dafür entschieden, im Buffetrestaurant Yacht Club zu essen. Es war wie schon erwartet ziemlich voll, aber wir konnten dann doch einen Platz im hinteren Teil ergattern. Immer wieder entdeckten wir bekannte Gesichter, u.a. DJ SQ, der uns auch mit einem freundlichen „Herzlich willkommen zurück!“ begrüßte. Das hatte definitiv etwas von „nach Hause kommen“. Natürlich drehte auch Katja Klar ihre Runde durchs Restaurant und erzählte uns ausführlich von den Problemen mit dem neuen Kassensystem, das beim Werftaufenthalt in Hamburg im September installiert worden war.
Die Europa 2 verließ um 20.25 Uhr mit über einer Stunde Verspätung wegen fehlender Passagiere den Hafen von Bilbao und setzte Kurs auf die spanische Stadt Gijón.
Nachdem wir unsere Mägen ausreichend mit Meeresfrüchten, Käse und anderen Leckereien gefüllt hatten war unser nächstes Ziel die Poolbar. Rauchen darf man hier nun nicht mehr, was mich aber nicht wirklich verwunderte, eher im Gegenteil, es hatte mich immer erstaunt, dass hier das Qualmen so lange gestattet war. Bei einem Espresso unterhielten wir uns über den neu gestalteten Yacht Club, der in meinen Augen sehr schön geworden war und besprachen den Plan für den weiteren Abend.
Wieder zurück auf Deck 6 stellten wir fest, dass wir unsere Suitentüre immer noch nicht öffnen konnten und gingen, wie von Phu zuvor empfohlen, zu Rezeption auf Deck 4. Dort wurde uns schnell geholfen und nach kürzester Zeit funktionierten unsere Bordkarten wie sie sollten. Nachdem dieses „Problem“ behoben war konnten wir entspannt zu Lyudmil ins Collins gehen und dort den Tag gemütlich ausklingen lassen. Traditionell begann ich mit einem Tequila Sunrise (natürlich mit der doppelten Menge Tequila) und wir lernten ein äußerst nettes Ehepaar aus Österreich kennen. Es stellte sich heraus, dass die beiden Stammgäste auf Hapag-Lloyd-Schiffen waren und auch bereits eines der drei neuen Expeditionsschiffe, nämlich die Hanseatic nature, getestet hatten. Dies interessierte uns natürlich besonders und neugierig lauschten wir den Erzählungen von Frau O., die leider nicht nur positiv waren.
Da sowohl Gerald als auch ich doch ein bisschen kaputt von der Anreise waren zogen wir uns verhältnismäßig früh in unsere Kabine zurück, wo ich auch bald mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht einschlief, während die Europa 2 angenehm durch die Nacht rollte.
Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 26°C
(1)
11.10.2019 – Gijón / Spanien
„Die Welle“
Noch vor 8 Uhr erreichte die Europa 2 an diesem Morgen Gijón. Die Industrie- und Hafenstadt mit ihren ca. 272.000 Einwohnern ist das wirtschaftliche Zentrum der Autonomen Gemeinschaft Asturien im Nordwesten Spaniens. Da wir den Tag in aller Ruhe angehen wollten, hatte ich genug Zeit, den gigantischen Sonnenaufgang zu bewundern, der durch die typischen Geräusche und Gerüche eines Industriehafens untermalt wurde.
Gegen 9.30 Uhr gingen wir in den Yacht Club, wo ich als erstes über Ciaran stolperte, und mich anschließend am Anblick einiger hübscher Keller erfreute. Läuft! Nachdem ich mich ausreichend mit Schinken- und Salamispezialitäten sowie Lachs vollgestopft hatte gönnten wir uns einen Espresso an der Poolbar und besprachen die weiteren Aktivitäten des Tages.
Zunächst führte uns unser Weg zur Rezeption, wo wir uns für das Gin Tasting anmeldeten und da wir nun ja schon mal auf Deck 4 waren und es mittlerweile bereits kurz nach 11 Uhr war sprach nichts gegen einen Cocktail an der Pianobar. (Die Uhrzeit muss zweistellig sein!!!) Nach einer Bloody Mary für Gerald und einem Aperol Spritz (selbstverständlich mit Weißwein) für mich gingen wir zum Mittagessen ins asiatische Spezialitätenrestaurant Elements. Ich ließ mir ein Som Tam als Hauptspeise servieren und war sowohl von der Präsentation als auch vom Geschmack mal wieder begeistert.
Auf dem Weg an Bord unseres Schiffs wurden wir von der Crew freundlich begrüßt und zu meiner großen Freude entdeckte ich einige bekannte Gesichter. Als ich das erste Mal „Herzlich willkommen zurück, Familie Lehner!“ vernahm war all der Stress der vergangenen Wochen wie weggeblasen und ich war einfach nur glücklich. Die Formalitäten waren dann auch schnell erledigt („Wir kennen uns aber noch nicht, oder?“ - „Ahhh... Sie sind der Personal Trainer. Dann kennen wir uns sicher nicht.“) und mit einem Glas Champagner in der Hand steuerten wir das Collins an. Der dortige Barchef Lyudmil strahlte über das ganze Gesicht als er uns sah und bedanke sich überschwänglich für meine Mail an Hapag-Lloyd nach unserer letzten Fahrt. Wir unterhielten uns noch ein bisschen und wurden dabei neugierig von einem „Uniformträger“ beobachtet. Es handelte sich dabei um den Cruise Director Frank Meikofski wie wir später erfuhren. Als nächstes gingen wir dann zum französischen Spezialitätenrestaurant Tarragon, um dort einen Tisch zu reservieren. Um uns Wartezeit zu ersparen übernahm das Maître d’hôtel Katja Klar für uns. (Sind wir jetzt schon VIPs oder was??) Nachdem dieser wichtige Punkt auf der To-do-Liste abgehakt war machten wir uns auf den Weg zu unserer geliebten Suite 675, die nun schon das dritte Mal unser Zuhause auf einer Kreuzfahrt sein sollte. Während wir uns frisch machten und die Koffer auspackten lauschten wir der Begrüßungsansprache des Kapitäns Jörn Gottschalk, die über die Lautsprecher in die Kabinen übertragen wurde. Wir kannten ihn bisher noch nicht, er machte aber einen sympathischen ersten Eindruck. Seine Rede beendete er mit den Worten: „... und genießen Sie das Leben!“ und genau das hatten wir vor!
Bevor wir zum gemütlichen Teil des Tages übergehen konnten stand noch die obligatorische Rettungsübung um 18.30 Uhr auf dem Programm. Der Ablauf war wie gewohnt und wir waren auch bald wieder zurück vor unserer Kabine, wo wir auf eine unserer Suitenstewardessen trafen. Ihr Name war Phu und sie war von unserem Namensschild an der Türe mehr als begeistert („Das ist das Coolste, was ich je gesehen habe!“). Da irgendetwas mit unseren Bordkarten nicht stimmte ließ sie uns in die Kabine, wo wir uns für den Abend umzogen.
Wir hatten uns wie eigentlich immer am ersten Tag dafür entschieden, im Buffetrestaurant Yacht Club zu essen. Es war wie schon erwartet ziemlich voll, aber wir konnten dann doch einen Platz im hinteren Teil ergattern. Immer wieder entdeckten wir bekannte Gesichter, u.a. DJ SQ, der uns auch mit einem freundlichen „Herzlich willkommen zurück!“ begrüßte. Das hatte definitiv etwas von „nach Hause kommen“. Natürlich drehte auch Katja Klar ihre Runde durchs Restaurant und erzählte uns ausführlich von den Problemen mit dem neuen Kassensystem, das beim Werftaufenthalt in Hamburg im September installiert worden war.
Die Europa 2 verließ um 20.25 Uhr mit über einer Stunde Verspätung wegen fehlender Passagiere den Hafen von Bilbao und setzte Kurs auf die spanische Stadt Gijón.
Nachdem wir unsere Mägen ausreichend mit Meeresfrüchten, Käse und anderen Leckereien gefüllt hatten war unser nächstes Ziel die Poolbar. Rauchen darf man hier nun nicht mehr, was mich aber nicht wirklich verwunderte, eher im Gegenteil, es hatte mich immer erstaunt, dass hier das Qualmen so lange gestattet war. Bei einem Espresso unterhielten wir uns über den neu gestalteten Yacht Club, der in meinen Augen sehr schön geworden war und besprachen den Plan für den weiteren Abend.
Wieder zurück auf Deck 6 stellten wir fest, dass wir unsere Suitentüre immer noch nicht öffnen konnten und gingen, wie von Phu zuvor empfohlen, zu Rezeption auf Deck 4. Dort wurde uns schnell geholfen und nach kürzester Zeit funktionierten unsere Bordkarten wie sie sollten. Nachdem dieses „Problem“ behoben war konnten wir entspannt zu Lyudmil ins Collins gehen und dort den Tag gemütlich ausklingen lassen. Traditionell begann ich mit einem Tequila Sunrise (natürlich mit der doppelten Menge Tequila) und wir lernten ein äußerst nettes Ehepaar aus Österreich kennen. Es stellte sich heraus, dass die beiden Stammgäste auf Hapag-Lloyd-Schiffen waren und auch bereits eines der drei neuen Expeditionsschiffe, nämlich die Hanseatic nature, getestet hatten. Dies interessierte uns natürlich besonders und neugierig lauschten wir den Erzählungen von Frau O., die leider nicht nur positiv waren.
Da sowohl Gerald als auch ich doch ein bisschen kaputt von der Anreise waren zogen wir uns verhältnismäßig früh in unsere Kabine zurück, wo ich auch bald mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht einschlief, während die Europa 2 angenehm durch die Nacht rollte.
Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 26°C
(1)
11.10.2019 – Gijón / Spanien
„Die Welle“
Noch vor 8 Uhr erreichte die Europa 2 an diesem Morgen Gijón. Die Industrie- und Hafenstadt mit ihren ca. 272.000 Einwohnern ist das wirtschaftliche Zentrum der Autonomen Gemeinschaft Asturien im Nordwesten Spaniens. Da wir den Tag in aller Ruhe angehen wollten, hatte ich genug Zeit, den gigantischen Sonnenaufgang zu bewundern, der durch die typischen Geräusche und Gerüche eines Industriehafens untermalt wurde.
Zunächst führte uns unser Weg zur Rezeption, wo wir uns für das Gin Tasting anmeldeten und da wir nun ja schon mal auf Deck 4 waren und es mittlerweile bereits kurz nach 11 Uhr war sprach nichts gegen einen Cocktail an der Pianobar. (Die Uhrzeit muss zweistellig sein!!!) Nach einer Bloody Mary für Gerald und einem Aperol Spritz (selbstverständlich mit Weißwein) für mich gingen wir zum Mittagessen ins asiatische Spezialitätenrestaurant Elements. Ich ließ mir ein Som Tam als Hauptspeise servieren und war sowohl von der Präsentation als auch vom Geschmack mal wieder begeistert.
Da so eine Kreuzfahrt aber nicht nur aus essen und trinken bestehen sollte nahmen wir den Shuttelbus um 14 Uhr, um das ca. 20 Minuten entfernte Stadtzentrum von Gijón etwas zu erkunden. Bei meinen Recherchen im Vorfeld der Reise hatte ich erfahren, dass es in der Stadt zahlreiche Apfelweinstuben geben sollte und genau so eine sollte letztendlich das Ziel unseres Stadtrundgangs werden. Jedenfalls war das unser Plan.
Im Zentrum angekommen gingen wir zunächst einmal zur Hafenmauer bei der Bushaltestelle und ich genoss den Ausblick, machte Fotos und beobachtete die Wellen. Und dann passierte es ganz unvermittelt – eine größere Welle schwappte über die Hafenmauer und durchnässte meinen Gatten von oben bis unten! Nach dem ersten Schreck mussten wir beide lauthals lachen und ich muss es bis heute beim Gedanken an Geralds Gesichtsausdruck. Leider bedeutete das das Ende unseres Landgangs. Es war zwar angenehm warm, aber für einen Spaziergang in tropfnassen Klamotten reichten die Temperaturen dann doch nicht. Also setzten wir uns in die Sonne, beobachteten das Treiben um uns herum und nahmen den nächsten Shuttlebus zurück zum Schiff. Life is what happens to you while you are busy making other plans!
Im Zentrum angekommen gingen wir zunächst einmal zur Hafenmauer bei der Bushaltestelle und ich genoss den Ausblick, machte Fotos und beobachtete die Wellen. Und dann passierte es ganz unvermittelt – eine größere Welle schwappte über die Hafenmauer und durchnässte meinen Gatten von oben bis unten! Nach dem ersten Schreck mussten wir beide lauthals lachen und ich muss es bis heute beim Gedanken an Geralds Gesichtsausdruck. Leider bedeutete das das Ende unseres Landgangs. Es war zwar angenehm warm, aber für einen Spaziergang in tropfnassen Klamotten reichten die Temperaturen dann doch nicht. Also setzten wir uns in die Sonne, beobachteten das Treiben um uns herum und nahmen den nächsten Shuttlebus zurück zum Schiff. Life is what happens to you while you are busy making other plans!
Wieder zurück an Bord schickte ich Gerald erst mal unter die Dusche und spazierte dann über die oberen Decks, genoss die Sonne und wunderte mich über den mysteriösen Kohleberg. Später sammelte ich dann meinen Gatten ein und wir machten es uns auf unserem Lieblingsplatz in der Sansibar bei einem Cappuccino gemütlich, blätterten in den Hapag-Lloyd-Katalogen und lauschten der täglichen Ansprache unseres Kapitäns.
Um 18 Uhr verabschiedete sich die Europa 2 bei herrlich sonnigem Wetter von Gijón, was ich mit einem Glas Aperol Spritz in der Hand verfolgte. Anschließend gönnte ich mir eine Trüfelpizza und für Gerald gab es Currywurst, dazu brachte uns ein netter junger Mann noch sauleckere Lachs-Blätterteig-Häppchen. So lässt sich das Leben genießen! Beim Gehen hätten wir dann beinahe noch die Zeche geprellt, da wir völlig vergaßen, unsere Suitennummer anzugeben. Kein Wunder, bei den vielen bekannten Gesichtern kam es uns so vor, als wären wir seit unserer letzten Kreuzfahrt, wo ja unsere Nummer in den Bars bestens bekannt gewesen war, nur kurz weg gewesen.
Zurück in unserer Suite hieß es dann Aufbrezeln für die große „Poolparty unter den Sternen“. Wir wollten frühzeitig vor Ort sein, da wir zum einen unseren Stammplatz haben wollten, zum anderen aber auch weil die Drinks am Pool an diesem Abend auf Haus gingen. Das musste natürlich ausgenutzt werden.
Als wir uns kurz nach 20 Uhr zunächst einmal an die Poolbar zu Barkeeper Ronaldo setzten, waren kaum andere Passagiere vor Ort. Später wechselten wir dann in den hinteren Bereich zu „unserem“ Platz und beobachteten das Treiben um uns herum. Die Versorgung mit Getränken und leckeren Häppchen war wie gewohnt ausgezeichnet und wir amüsierten uns köstlich. (Kannten wir diesen etwas dickeren Philippino nicht von der Costa Fortuna?? Muhahahaha!) Und immer wieder wurde ich freundlich sowohl von Crewmitgliedern als auch von Passagieren gegrüßt und hatte oft nicht die geringste Ahnung, wer das nun wieder war.
Um 22 Uhr betrat Kapitän Jörn Gottschalk die Bühne, hieß alle Gäste auf der Europa 2 herzlich willkommen und stellte uns seine leitenden Offiziere und engsten Mitarbeiter vor. Anschließend ließ es die Bordband „Now's the Time“ dann so richtig krachen und spielte Partymusik, die für allerbeste Laune bei den Anwesenden sorgte. Wir hatten richtig viel Spaß und nette Gespräche, u.a. mit Guest Realtion Mangerin Margit Weiland, die wir bereits von einer unserer früheren Kreuzfahrten her kannten. Bei einem meiner Abstecher nach draußen zum Rauchen traf ich auf Hotel Manager Josef Gruber, der mir von unser Reise nach Schottland im Vorjahr noch in bester Erinnerung war (Stichwort: Presslufthummer). Auch er hatte mich anscheinend nicht vergessen und bezog mich in das aktuelle Gespräch der Anwesenden sofort mit ein. Dank der nicht gerade wenigen Gläser Champagner, die ich bereits intus hatte, plauderte ich auch gleich munter drauf los und stellte erst nach mehreren Minuten fest, dass es sich bei einem der Männer um den Kapitän höchstpersönlich handelte. So was kann auch nur mir passieren! Aber nun wusste ich, dass der gute Jörn ein wirklich netter und total sympathischer Kerl ist. Zu späterer Stunde kehrten Gerald und ich wieder zurück an die Poolbar, wo der Spaß kein Ende nahm. Ich lachte, ich tanzte und blödelte mit meinen neuen Kumpels, den Rollerboys, rum. Was für eine Party! Am liebsten hätte ich die Zeit angehalten.
Als ich schließlich überglücklich in meine Koje fiel hatte ich ein fettes Grinsen im Gesicht und in meinem Kopf lief „Time of my life“ in Dauerschleife.
Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 22°C
(2)
12.10.2019 – A Coruña / Spanien
„Perfecto“
Während ich mich nach der langen Partynacht noch im Reich der Träume befand erreichte die Europa 2 an diesem Morgen gegen 8 Uhr den Hafen von A Coruña (inoffiziell und ehemals amtlich La Coruña) in der Autonomen Gemeinschaft Galicien im äußersten Nordwesten Spaniens.
Nachdem ich es endlich aus meiner Koje geschafft und geduscht hatte ging ich gemeinsam mit meinem Gatten in die Sansibar, wo ich mir ein bayrisches und Gerald sich ein englisches Frühstück gönnte. Nebenbei beobachteten wir neugierig, wie ein neues Crewmitglied in seinen zukünftigen Arbeitsbereich eingewiesen wurde, was äußerst interessant war. Nachdem ich mich noch etwas länger mit einer Dame von der Bordband unterhalten hatte gingen wir zurück in unsere Kabine und bereiteten uns für den Landgang vor. Wir hatten uns auch hier gegen einen Ausflug von Hapag-Lloyd entschieden und wollten die Stadt auf eigene Faust erkunden. Es hätte übrigens auch Ausflüge nach Santiago de Compostela gegeben, aber da werden wir wohl niemals hinkommen.
Da der Hafen von A Coruña (ca. 246.000 Einwohner) zentrumsnah lag, war keine Shuttlebusfahrt notwendig und wir konnten kurz nach Mittag gleich nach dem Verlassen des Schiffs losmarschieren. Zunächst einmal ging es durch den Park „Xardíns de Méndez Núñez“, der das Stadtzentrum vom Hafen trennt. Dank des Golfstroms hat die wunderschöne Anlage einen mediterranen Charakter und natürlich durfte auch der obligatorische Penner inklusive Weinflasche nicht fehlen. Gemütlich schlenderten wir dann ohne großen Plan weiter durch die Stadt und bewunderten die schönen Gebäude.
Am Ende unseres Rundgangs fanden wir auch eine Lokalität, die geeignet für eine kleine Pause erschien. Das „NANA PANCHA“ war eigentlich ein mexikanisches Restaurant, aber es war kein Problem, dort auch nur ein Glas Wein zu trinken. Wir ließen uns im Außenbereich nieder und dank meines Wörterbuchs schaffte ich es sogar, zwei Gläser Weißwein auf Spanisch zu bestellen. Der Kellner strahlte über das ganze Gesicht und erwiderte grinsend „Perfecto!“. Ich war stolz auf mich und genoss zufrieden meinen Wein und das leckere Thunfischhäppchen, das uns mein neuer Freund, der übrigens ganz gut englisch sprach, auch noch brachte. Wir blödelten rum, erfreuten uns an der Sonne und Wärme, beobachteten die Umgebung und orderten noch eine Runde Wein. Ein Landgang ganz nach meinem Geschmack! Einzig die Toilette im Inneren des Restaurants war etwas gewöhnungsbedürftig, da man nur durch eine hauchdünne Türe getrennt, direkt neben der Bar saß. Nachdem wir gezahlt hatten spazierten wir in aller Ruhe wieder zurück Richtung Hafen, wo ich dann unbedingt noch in den dortigen Souvenirshop musste. Ich fand schnell einen schönen Magnet für unseren Kühlschrank sowie zwei kleine Schnäpschen to go für die letzten Meter bis zum Schiff (Ja, das musste einfach sein!!). Und dann sah ich ihn! Klein, rund, rot, mit Hörnern und bösem Blick. Vorsichtig nahm ich den grimmigen Stier auf den Arm und war sofort in ihn verliebt. Die Verkäuferin brachte mir auch noch ein Exemplar in schwarz, aber ich wollte „meinen“ Torro nicht mehr her geben. So hatten wir auf die Schnelle nun auch noch Familienzuwachs bekommen. Bestens gelaunt gingen wir wieder an Bord, wo sich der Sicherheitsmann durch unsere vertauschten Karten nicht verwirren ließ und gemeinsam mit uns lachte. Auf dem Weg zu unserer Suite trafen wir auf unsere Stewardess Phu, die uns mit besorgter Miene mitteilte, dass sie bei der Kabinenreinigung eines unserer „Kinder“ vermisst hätte. Wir konnten sie aber auch gleich beruhigen, da unser Murmeltier Kazbek den Tag mit uns verbracht hatte, und bei der Gelegenheit bereiteten wir sie natürlich auf unseren Neuzugang Torro vor. Wahnsinn! Diese Kreuzfahrt wurde von Minute zu Minute verrückter!
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir in unserer Suite bzw. auf dem Balkon und genossen das Leben, wie vom Kapitän bei seiner täglichen Ansprache gefordert.
Um 18 Uhr verabschiedeten wir uns von A Coruña und es war an der Zeit, uns für den Abend herzurichten. Wir hatten einen Tisch im französischen Spezialitätenrestaurant Tarragon gebucht und wollten mit einem Drink an der Pianobar starten. Für die musikalische Unterhaltung in Foyer sorgte Ozeanpianist Konstantinos Kalogeropoulos, bei dessen Pianomelodien mir mein Bellini gleich noch besser schmeckte. Leider verpasste ich durch einen Raucherausflug ins Collins mein Lieblingslied „My way“, was Konstantinos auch mitbekam und dann einfach kurzer Hand den Song noch einmal extra für mich spielte. Der Mann wusste wie man eine Frau glücklich macht!
Im Tarragon wurden wir freundlich durch den Restaurantleiter Dirk Zimmer begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Wir starteten mit einem Glas Champagner und hatten schnell unsere Gerichte und den dazu passenden Wein gefunden (Ich bin mittlerweile echt gut!). Nach einem Gruß aus der Küche (irgendetwas verdammt leckeres mit Lachs) ließen wir uns die Spezialität des Hauses „Steak Tartare du Chef“ von Charlotte direkt am Tisch nach unseren Wünschen zubereiten und ich war wieder einmal fasziniert, wie geil so ein unscheinbarer Batzen Fleisch schmecken kann. Als Zwischengang folgte bei mir „Confir de Lapin“ (Kaninchen, Lauchzwiebeln, Möhren, Senfsoße; mein Kindheitstrauma wäre somit auch überwunden!) und eine kleine Erfrischung in Form eines Sorbets „Saint-Tropez“, also mit Champagner und Wodka, durfte auch nicht fehlen. Der Hauptgang war dann die Krönung dieses unbeschreiblich guten Menüs: „Daube de bœuf à la Provençale“, also geschmorte Rinderbacke mit Zwiebeln, Oliven, Karotten und Thymian-Polenta. Ein Traum! Das Fleisch zerfiel von alleine und war so unglaublich zart, wie ich es noch nie gegessen hatte. Wir sparten am Ende nicht mit Lob für die Kellner und natürlich die Küche und waren rundum zufrieden.
Den Abend wollten wir anschließend gemütlich im Collins ausklingen lassen und schwärmten gleich bei unserer Ankunft Lyudmil von unserem exzellenten Dinner vor und baten ihn um einen adäquaten alkoholischen Abschluss. Er kredenzte uns daraufhin einen Antica Formula, der die vorangegangenen Gaumenfreuden hervorragend abrundete. Wie vom Kapitän angekündigt nahm das Schaukeln des Schiffs im Laufe des Abend immer mehr zu, was uns aber nicht im Geringsten störte. Wir hatten viel Spaß an der Bar, wo wir u.a. ein nettes Ehepaar aus Köln kennenlernten, mit denen man sich gut über das bevorstehende Fußballländerspiel unterhalten konnte. Außerdem erweiterte ich auch mal wieder meinen Gin-Horizont und testete den norwegischen Harahorn Gin. Feine Sache! Der würde mir in den nächsten Tagen sicher noch mal ins Glas wandern!
Nach einem weiteren wunderschönen Tag auf der Europa 2 gingen wir zeitig zurück in unsere Suite. Der Seegang nahm im Laufe der Nacht noch weiter zu, so dass ich einmal fast aus dem Bett fiel. War mir aber auch egal, ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr.
Wetter: sonnig, teils bewölkt bei Temperaturen bis 23°C
(2)
13.10.2019 – Leixões / Portugal
„Der Quasiseetag“
Obwohl wir in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurück gestellt hatten, wollte ich in der Früh so gar nicht aus meiner bequemen Koje und trödelte lieber rum anstatt mich zu duschen und anzuziehen. Daher schaffen wir es auch gerade noch rechtzeitig in den Yacht Club zum Frühstücken. Das war echt knapp, wir hätten sonst verhungern müssen. Aber so konnten ich meinen Magen mit Lachs und gebratenen Nudeln füllen und wurde von Dirk Zimmer mit Tomatensaft vorsorgt. Alle waren so unglaublich freundlich und aufmerksam, dass es mir schon fast unangenehm war... aber nur fast! Während unseres Frühstücks konnten wir auch ein paar Delfine beobachten, die neben der Europa 2 schwammen. Wunderschön!
Nach dem Futterfassen machten wir es uns in der Sansibar auf unserem Lieblingsplatz gemütlich und besprachen die weiteren Pläne für den Tag. Leider war es draußen dunkel und nass und daher beschlossen wir, falls es in den nächsten zwei Stunden keine Besserung gab, an Bord zu bleiben. Ein „Quasiseetag“ also, wie Sebastian hinter der Bar grinsend feststellte.
Während die Europa 2 sehr langsam die Küste entlang fuhr gesellte sich Herr Gruber zu uns und wir erfuhren u.a. dass es noch Diskussionen bezüglich unseres Liegeplatzes in Lissabon gab, da ein Aida-Schiff sozusagen im Weg sein würde.
Gegen 12 Uhr erreichten wir den Porto de Leixões, den größten künstlich angelegten Hafen Portugals. Wir waren hier bereits 2017 gewesen und hatten damals einen Ausflug ins nahe Porto gemacht. Aufgrund der kurzen Liegezeit dieses Mal wollten wir ursprünglich nur zum Strand in der Nähe des Hafenterminals, aber dieser Spaziergang fiel nun buchstäblich ins Wasser. Bei lediglich 16°C und Dauerregen hatte ich definitiv keine Lust auf Muschelsuchen.
Während sich Gerald am Nachmittag in unsere Suite zurück zog spazierte ich durchs ziemlich leere Schiff und legte kleinere Zwischenstopps an der Poolbar und in der Sansibar ein, wo ich jeweils ein bisschen mit den Kellnern plauderte, die Gedanken schweifen lies bzw. komische Sachen in mein Reisetagebuch schrieb. Und natürlich traf ich auch immer wieder auf den ein oder anderen hübschen Kellner und natürlich auf meine Lieblingskünstler. So ein fauler Tag tut manchmal so richtig gut und zudem erfuhr ich interessante Dinge wie z.B. dass zu wenig alkoholfreies Erdinger im Bestand war und dafür aber zu viel normales. Ich konnte meinen Informanten aber beruhigen, ersteres würden wir nicht trinken und zweiteres dafür am folgenden Tag dezimieren.
Gegen 16 Uhr holte ich meinen Gatten ab und wir beschlossen, einen kleinen Nachmittagssnack in der Sansibar zu uns zu nehmen. Ich testete einen Burger (sehr gut) und ließ mir dazu einen alkoholfreien Cocktail empfehlen (Lucky Diver, auch sehr gut). Unser Barkeeper Hakan stellte sich als sehr lustiger Kerl heraus („Was ist besser? Urlaub oder Porsche Panamera?“) und hatte sogar TV-Erfahrung im Rahmen der Serie „Verrückt nach Meer“.
Um 19 Uhr verabschiedete sich unser Schiff vom Hafen von Leixões und wir machten uns langsam auf den Weg in den Yacht Club, um dort noch eine Kleinigkeit zu essen (Steak und so...). Eine Stunde später gingen wir auf Deck 4 in den Club 2, wo es an diesem Abend eine Live-Übertragung des EM-Qualifikationsspiels Estland – Deutschland gab. Das ist einer der Vorteile einer deutschen Reederei, hier stellt sich nicht die Frage wie bei z.B. bei Costa, ob man ein deutsches Fußballspiel irgendwo anschauen kann, die Frage lautet hier lediglich wo die Übertragung stattfindet. Da wir zeitig dran waren konnten wir uns perfekte Plätze in der ersten Reihe sichern und es dauerte nicht lange, da stand dann auch schon der erste Gin Tonic vor uns.
Die erste Halbzeit des Spiels versetzte mich nicht gerade in freudige Stimmung und kaum ertönte der Pfiff zur Pause ging ein allgemeines Motzen durch den Raum, in das ich voll einstimmte. Plötzlich stand der nette Bordpianist Konstantinos an unserem Tisch und fragte uns neugierig über den bisherigen Verlauf des Spiel aus. Wir gaben ihm natürlich gerne Auskunft und ich versprach ihm, ihn gleich nach dem Abpfiff über das Endergebnis zu informieren (Er musste im Foyer spielen.) Die deutsche Nationalmannschaft startete deutlich besser in die zweite Halbzeit und am Ende lautete das Ergebnis 0:3 für Deutschland. Ich war zufrieden, gab schnell meinem neuen Kumpel am Flügel einen kurzen Überblick und begab mich dann gemeinsam mit meinem Gatten zur großen „Nachbesprechung“ ins Collins, wo wir den Sieg ausgiebig begossen... ähmm... analysierten. Als sich Gerald schließlich in unsere Suite zurück zog ging ich noch auf einen Absacker in die Sansibar. Obwohl es draußen ziemlich frisch war, setzte ich mich trotzdem an die Bar im Außenbereich. Wofür gibt es denn Decken und Heizstrahler! (Scheiß Dekadenz!) Nachdem ich noch ein bisschen mit den Rollerboys gequatscht hatte war auch bei mir Schicht im Schacht und ich fiel glücklich und mit der Fußballwelt zufrieden in meine Koje.
Wetter: bewölkt mit Regenschauern bei Temperaturen bis 17°C
(4)
14.10.2019 – Seetag mit Kurs auf die Azoren / Portugal
„Nur einen Termin und immer leicht einen sitzen“
In der Nacht wurden die Uhren erneut eine Stunde zurück gestellt und ich war bereits um 7 Uhr wach und erfreute mich eine Stunde später an einem wunderschönen Sonnenaufgang, während unser Schiff angenehm rollte.
Während sich Gerald noch im Reich der Träume befand, duschte ich mich, genoss die Ruhe auf dem Balkon und dachte mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht über Gott und die Welt nach. Kurz vor 10 Uhr meldete sich der Chef von der Brücke und informierte uns über Wasser- und Wetterverhältnisse (4 Meter hohe Wellen, „Keine Angst, wir wissen was wir tun!“) und wie immer beendete er seine Durchsage mit den Worten „... und genießen Sie das Leben!“. Da wir ja brave Passagiere sind nahmen wir uns fest vor, genau das an diesem Tag zu machen.
Nach einem kurzen Ausflug auf Deck 4 zur Rezeption und in die Boutique gingen wir zu Ronaldo an die Poolbar auf einen Espresso. Beim Rauchen traf ich natürlich auf die Rollerboys, über die ich irgendwie permanent zu stolpern schien, und dann war es definitiv Zeit für ein bayrisches Frühstück in der Sansibar. Wir hatten das schon lange vor der Kreuzfahrt fest eingeplant und die Kellner waren von uns natürlich auch schon darauf vorbereitet worden. Daher wurden wir bereits freudig erwartet, platzierten uns an unserem Lieblingstisch und orderten Weißwürste und natürlich Weißbier. Dieser Tag sollte ganz unter dem Motto „Nur einen Termin und immer leicht einen sitzen“ stehen.
Um dabei auch etwas sinnvolles zu tun, hatte ich einen Stapel Postkarten sowie die Aufkleber mit den Adressen mitgenommen und nach dem Essen machte ich mich auch gleich an die „Arbeit“. Nach dem verregneten Vortag hatte auch das Wetter wieder gute Laune und die Sonne strahlte mit mir um die Wette. So muss ein Seetag sein! Wir genossen unser Bier, redeten über Gott und die Welt, blödelten mit den Kellnern und Mitreisenden rum und erfreuten uns am leichten Rollen des Schiffs. Zwischendurch brachte ich die fertigen Postkarten zur Rezeption und fiel fast vor Lachen um, als ich auf eine Gruppe Kinder samt Betreuerinnen traf, die mit Kochmützen auf dem Kopf und lautstark „Johnny Däpp“ singend durchs Schiff wanderten.
Da ich aber nicht nur Bier trinkend in der Sansibar abhängen wollte, spazierte ich am Nachmittag ein wenig über die oberen Decks und ließ mir die Sonne auf den Pelz brennen.
Als sich ein leichtes Hungergefühl meldete suchten Gerald und ich die Grillstation auf der Yacht-Club-Terrasse auf und ich holten mir die besten Hirschmedaillons, die ich jemals in meinem Leben gegessen hatte. Für meinen Gatten gab es Kalbsrücken und auch er war mehr als zufrieden. Was das Essen bisher betraf spielte die Europa 2 definitiv in einer sehr hohen Liga. Mir fiel zudem auf, dass uns ständig Crewmitglieder mit Namen ansprachen und ich teilweise keine Ahnung hatte, wer das nun wieder war und woher wir sie/ihn kannten.
Während sich Gerald dann in die Kabine zurück zog, um ein wenig zu ruhen, machte ich einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang inklusive Espresso-Stopp bei Ronaldo an der Poolbar und ging am Ende noch zur Rezeption, um einen weiteren Punkt auf der To-do-Liste abzuhaken. Auf unser letzten Fahrt hatten wir nämlich erfahren, dass es auf der Europa 2 Maschinenraumführungen gibt, die allerdings nirgends angekündigt werden. Auf meine Nachfrage hin teilte man mir mit, dass noch kein konkreter Tag für die Führung feststand, man uns aber sehr gerne auf die Teilnehmerliste schreiben würde. Somit war das nun auch erledigt.
Unseren ersten und einzigen Termin hatten wir an diesem Tag um 17.30 Uhr im Collins. Hier fand nämlich das exklusive Gin-Tasting unter der Leitung unseres Freunds Lyudmil statt. Wir waren halbwegs pünktlich vor Ort und voller Vorfreude auf eine schöne Zeit mit exquisiten Drinks. Das nennt man übrigens nicht „saufen“, sondern „den Horizont erweitern“ - klingt nämlich viel besser! Als Starter wurde uns eine „White Lady“ serviert, ein klassischer Cocktail aus Gin (Gordon's), Cointreau und Zitronensaft. Dies war bereits unser drittes Gin-Tasting an Bord der Europa 2, dennoch war Lyudmils Vortrag über die Geschichte, Herstellung und vieles mehr rund um das Thema Gin wieder einmal sehr interessant. Zum Testen gab es vier verschiedene Sorten mit dem jeweils passenden Tonic Water: Bombay Sapphire East + Schweppes + Zitronenzeste, Napue + Thomas Henry + Limettenzeste, Lebensstern + Fevertree + Orangenzeste, Tanqueray No. Ten + Fentimans + Grapefruitzeste. An unseren Tisch hatte sich ein sehr nettes Ehepaar aus Holland gesetzt, mit denen wir viel Spaß hatten. Gott sei Dank konnten Sie nicht alles verstehen, was ich im Laufe und v.a. gegen Ende des Tastings so von mir gab. Hahahaha!
Nach dem offiziellen Teil setzten Gerald und ich uns an die Bar und testeten auf Empfehlung unseres Experten noch einen Brockman's mit Fevertree und Johannisbeeren. Während ich diesem Gin nach dem ersten Schluck das Prädikat „Weibergin“ verpasste, lächelte mein Gatte zufrieden vor sich hin und hatte sein neues Lieblingsgetränk gefunden.
Nachdem sich zu späterer Stunde meine bessere Hälfte Richtung Kabine verabschiedet hatte wollte ich noch auf einen Sprung in die Sansibar schauen, da ich zwar den übermäßigen Alkoholkonsum deutlich merkte, aber noch lange nicht genug hatte. Im Außenbereich traf ich auf die Rollerboys, die mich an ihren Tisch baten. Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen! Es wurde noch ziemlich lustig und ich lernte auch Daniel (Cello) und Patrick (Kontrabass) vom „Salomé Chamber Ensemble“ kennen. Besonders zu Daniel hatte ich gleich einen guten Draht, auch wenn ich nicht mehr so ganz genau weiß, worüber wir uns so unterhielten. Mein persönliches Highlight war aber Ciarans Gesichtsausdruck als er mein Alter erfuhr. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, mich ständig mit Nüssen zu füttern.
Am Ende schaffte ich es unfallfrei zurück in unsere Suite, wo ich mit einem zufriedenen Lächeln in mein Bett fiel.
Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 18°C
(2)
Fortsetzung
Um 18 Uhr verabschiedete sich die Europa 2 bei herrlich sonnigem Wetter von Gijón, was ich mit einem Glas Aperol Spritz in der Hand verfolgte. Anschließend gönnte ich mir eine Trüfelpizza und für Gerald gab es Currywurst, dazu brachte uns ein netter junger Mann noch sauleckere Lachs-Blätterteig-Häppchen. So lässt sich das Leben genießen! Beim Gehen hätten wir dann beinahe noch die Zeche geprellt, da wir völlig vergaßen, unsere Suitennummer anzugeben. Kein Wunder, bei den vielen bekannten Gesichtern kam es uns so vor, als wären wir seit unserer letzten Kreuzfahrt, wo ja unsere Nummer in den Bars bestens bekannt gewesen war, nur kurz weg gewesen.
Zurück in unserer Suite hieß es dann Aufbrezeln für die große „Poolparty unter den Sternen“. Wir wollten frühzeitig vor Ort sein, da wir zum einen unseren Stammplatz haben wollten, zum anderen aber auch weil die Drinks am Pool an diesem Abend auf Haus gingen. Das musste natürlich ausgenutzt werden.
Als wir uns kurz nach 20 Uhr zunächst einmal an die Poolbar zu Barkeeper Ronaldo setzten, waren kaum andere Passagiere vor Ort. Später wechselten wir dann in den hinteren Bereich zu „unserem“ Platz und beobachteten das Treiben um uns herum. Die Versorgung mit Getränken und leckeren Häppchen war wie gewohnt ausgezeichnet und wir amüsierten uns köstlich. (Kannten wir diesen etwas dickeren Philippino nicht von der Costa Fortuna?? Muhahahaha!) Und immer wieder wurde ich freundlich sowohl von Crewmitgliedern als auch von Passagieren gegrüßt und hatte oft nicht die geringste Ahnung, wer das nun wieder war.
Um 22 Uhr betrat Kapitän Jörn Gottschalk die Bühne, hieß alle Gäste auf der Europa 2 herzlich willkommen und stellte uns seine leitenden Offiziere und engsten Mitarbeiter vor. Anschließend ließ es die Bordband „Now's the Time“ dann so richtig krachen und spielte Partymusik, die für allerbeste Laune bei den Anwesenden sorgte. Wir hatten richtig viel Spaß und nette Gespräche, u.a. mit Guest Realtion Mangerin Margit Weiland, die wir bereits von einer unserer früheren Kreuzfahrten her kannten. Bei einem meiner Abstecher nach draußen zum Rauchen traf ich auf Hotel Manager Josef Gruber, der mir von unser Reise nach Schottland im Vorjahr noch in bester Erinnerung war (Stichwort: Presslufthummer). Auch er hatte mich anscheinend nicht vergessen und bezog mich in das aktuelle Gespräch der Anwesenden sofort mit ein. Dank der nicht gerade wenigen Gläser Champagner, die ich bereits intus hatte, plauderte ich auch gleich munter drauf los und stellte erst nach mehreren Minuten fest, dass es sich bei einem der Männer um den Kapitän höchstpersönlich handelte. So was kann auch nur mir passieren! Aber nun wusste ich, dass der gute Jörn ein wirklich netter und total sympathischer Kerl ist. Zu späterer Stunde kehrten Gerald und ich wieder zurück an die Poolbar, wo der Spaß kein Ende nahm. Ich lachte, ich tanzte und blödelte mit meinen neuen Kumpels, den Rollerboys, rum. Was für eine Party! Am liebsten hätte ich die Zeit angehalten.
Als ich schließlich überglücklich in meine Koje fiel hatte ich ein fettes Grinsen im Gesicht und in meinem Kopf lief „Time of my life“ in Dauerschleife.
(2)
12.10.2019 – A Coruña / Spanien
„Perfecto“
Während ich mich nach der langen Partynacht noch im Reich der Träume befand erreichte die Europa 2 an diesem Morgen gegen 8 Uhr den Hafen von A Coruña (inoffiziell und ehemals amtlich La Coruña) in der Autonomen Gemeinschaft Galicien im äußersten Nordwesten Spaniens.
Nachdem ich es endlich aus meiner Koje geschafft und geduscht hatte ging ich gemeinsam mit meinem Gatten in die Sansibar, wo ich mir ein bayrisches und Gerald sich ein englisches Frühstück gönnte. Nebenbei beobachteten wir neugierig, wie ein neues Crewmitglied in seinen zukünftigen Arbeitsbereich eingewiesen wurde, was äußerst interessant war. Nachdem ich mich noch etwas länger mit einer Dame von der Bordband unterhalten hatte gingen wir zurück in unsere Kabine und bereiteten uns für den Landgang vor. Wir hatten uns auch hier gegen einen Ausflug von Hapag-Lloyd entschieden und wollten die Stadt auf eigene Faust erkunden. Es hätte übrigens auch Ausflüge nach Santiago de Compostela gegeben, aber da werden wir wohl niemals hinkommen.
Da der Hafen von A Coruña (ca. 246.000 Einwohner) zentrumsnah lag, war keine Shuttlebusfahrt notwendig und wir konnten kurz nach Mittag gleich nach dem Verlassen des Schiffs losmarschieren. Zunächst einmal ging es durch den Park „Xardíns de Méndez Núñez“, der das Stadtzentrum vom Hafen trennt. Dank des Golfstroms hat die wunderschöne Anlage einen mediterranen Charakter und natürlich durfte auch der obligatorische Penner inklusive Weinflasche nicht fehlen. Gemütlich schlenderten wir dann ohne großen Plan weiter durch die Stadt und bewunderten die schönen Gebäude.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir in unserer Suite bzw. auf dem Balkon und genossen das Leben, wie vom Kapitän bei seiner täglichen Ansprache gefordert.
Um 18 Uhr verabschiedeten wir uns von A Coruña und es war an der Zeit, uns für den Abend herzurichten. Wir hatten einen Tisch im französischen Spezialitätenrestaurant Tarragon gebucht und wollten mit einem Drink an der Pianobar starten. Für die musikalische Unterhaltung in Foyer sorgte Ozeanpianist Konstantinos Kalogeropoulos, bei dessen Pianomelodien mir mein Bellini gleich noch besser schmeckte. Leider verpasste ich durch einen Raucherausflug ins Collins mein Lieblingslied „My way“, was Konstantinos auch mitbekam und dann einfach kurzer Hand den Song noch einmal extra für mich spielte. Der Mann wusste wie man eine Frau glücklich macht!
Im Tarragon wurden wir freundlich durch den Restaurantleiter Dirk Zimmer begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Wir starteten mit einem Glas Champagner und hatten schnell unsere Gerichte und den dazu passenden Wein gefunden (Ich bin mittlerweile echt gut!). Nach einem Gruß aus der Küche (irgendetwas verdammt leckeres mit Lachs) ließen wir uns die Spezialität des Hauses „Steak Tartare du Chef“ von Charlotte direkt am Tisch nach unseren Wünschen zubereiten und ich war wieder einmal fasziniert, wie geil so ein unscheinbarer Batzen Fleisch schmecken kann. Als Zwischengang folgte bei mir „Confir de Lapin“ (Kaninchen, Lauchzwiebeln, Möhren, Senfsoße; mein Kindheitstrauma wäre somit auch überwunden!) und eine kleine Erfrischung in Form eines Sorbets „Saint-Tropez“, also mit Champagner und Wodka, durfte auch nicht fehlen. Der Hauptgang war dann die Krönung dieses unbeschreiblich guten Menüs: „Daube de bœuf à la Provençale“, also geschmorte Rinderbacke mit Zwiebeln, Oliven, Karotten und Thymian-Polenta. Ein Traum! Das Fleisch zerfiel von alleine und war so unglaublich zart, wie ich es noch nie gegessen hatte. Wir sparten am Ende nicht mit Lob für die Kellner und natürlich die Küche und waren rundum zufrieden.
Nach einem weiteren wunderschönen Tag auf der Europa 2 gingen wir zeitig zurück in unsere Suite. Der Seegang nahm im Laufe der Nacht noch weiter zu, so dass ich einmal fast aus dem Bett fiel. War mir aber auch egal, ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr.
Wetter: sonnig, teils bewölkt bei Temperaturen bis 23°C
(2)
13.10.2019 – Leixões / Portugal
„Der Quasiseetag“
Obwohl wir in der Nacht die Uhren um eine Stunde zurück gestellt hatten, wollte ich in der Früh so gar nicht aus meiner bequemen Koje und trödelte lieber rum anstatt mich zu duschen und anzuziehen. Daher schaffen wir es auch gerade noch rechtzeitig in den Yacht Club zum Frühstücken. Das war echt knapp, wir hätten sonst verhungern müssen. Aber so konnten ich meinen Magen mit Lachs und gebratenen Nudeln füllen und wurde von Dirk Zimmer mit Tomatensaft vorsorgt. Alle waren so unglaublich freundlich und aufmerksam, dass es mir schon fast unangenehm war... aber nur fast! Während unseres Frühstücks konnten wir auch ein paar Delfine beobachten, die neben der Europa 2 schwammen. Wunderschön!
Nach dem Futterfassen machten wir es uns in der Sansibar auf unserem Lieblingsplatz gemütlich und besprachen die weiteren Pläne für den Tag. Leider war es draußen dunkel und nass und daher beschlossen wir, falls es in den nächsten zwei Stunden keine Besserung gab, an Bord zu bleiben. Ein „Quasiseetag“ also, wie Sebastian hinter der Bar grinsend feststellte.
Während die Europa 2 sehr langsam die Küste entlang fuhr gesellte sich Herr Gruber zu uns und wir erfuhren u.a. dass es noch Diskussionen bezüglich unseres Liegeplatzes in Lissabon gab, da ein Aida-Schiff sozusagen im Weg sein würde.
Gegen 12 Uhr erreichten wir den Porto de Leixões, den größten künstlich angelegten Hafen Portugals. Wir waren hier bereits 2017 gewesen und hatten damals einen Ausflug ins nahe Porto gemacht. Aufgrund der kurzen Liegezeit dieses Mal wollten wir ursprünglich nur zum Strand in der Nähe des Hafenterminals, aber dieser Spaziergang fiel nun buchstäblich ins Wasser. Bei lediglich 16°C und Dauerregen hatte ich definitiv keine Lust auf Muschelsuchen.
Gegen 16 Uhr holte ich meinen Gatten ab und wir beschlossen, einen kleinen Nachmittagssnack in der Sansibar zu uns zu nehmen. Ich testete einen Burger (sehr gut) und ließ mir dazu einen alkoholfreien Cocktail empfehlen (Lucky Diver, auch sehr gut). Unser Barkeeper Hakan stellte sich als sehr lustiger Kerl heraus („Was ist besser? Urlaub oder Porsche Panamera?“) und hatte sogar TV-Erfahrung im Rahmen der Serie „Verrückt nach Meer“.
Wetter: bewölkt mit Regenschauern bei Temperaturen bis 17°C
(4)
14.10.2019 – Seetag mit Kurs auf die Azoren / Portugal
„Nur einen Termin und immer leicht einen sitzen“
In der Nacht wurden die Uhren erneut eine Stunde zurück gestellt und ich war bereits um 7 Uhr wach und erfreute mich eine Stunde später an einem wunderschönen Sonnenaufgang, während unser Schiff angenehm rollte.
Nach einem kurzen Ausflug auf Deck 4 zur Rezeption und in die Boutique gingen wir zu Ronaldo an die Poolbar auf einen Espresso. Beim Rauchen traf ich natürlich auf die Rollerboys, über die ich irgendwie permanent zu stolpern schien, und dann war es definitiv Zeit für ein bayrisches Frühstück in der Sansibar. Wir hatten das schon lange vor der Kreuzfahrt fest eingeplant und die Kellner waren von uns natürlich auch schon darauf vorbereitet worden. Daher wurden wir bereits freudig erwartet, platzierten uns an unserem Lieblingstisch und orderten Weißwürste und natürlich Weißbier. Dieser Tag sollte ganz unter dem Motto „Nur einen Termin und immer leicht einen sitzen“ stehen.
Da ich aber nicht nur Bier trinkend in der Sansibar abhängen wollte, spazierte ich am Nachmittag ein wenig über die oberen Decks und ließ mir die Sonne auf den Pelz brennen.
Während sich Gerald dann in die Kabine zurück zog, um ein wenig zu ruhen, machte ich einen ausgiebigen Verdauungsspaziergang inklusive Espresso-Stopp bei Ronaldo an der Poolbar und ging am Ende noch zur Rezeption, um einen weiteren Punkt auf der To-do-Liste abzuhaken. Auf unser letzten Fahrt hatten wir nämlich erfahren, dass es auf der Europa 2 Maschinenraumführungen gibt, die allerdings nirgends angekündigt werden. Auf meine Nachfrage hin teilte man mir mit, dass noch kein konkreter Tag für die Führung feststand, man uns aber sehr gerne auf die Teilnehmerliste schreiben würde. Somit war das nun auch erledigt.
Unseren ersten und einzigen Termin hatten wir an diesem Tag um 17.30 Uhr im Collins. Hier fand nämlich das exklusive Gin-Tasting unter der Leitung unseres Freunds Lyudmil statt. Wir waren halbwegs pünktlich vor Ort und voller Vorfreude auf eine schöne Zeit mit exquisiten Drinks. Das nennt man übrigens nicht „saufen“, sondern „den Horizont erweitern“ - klingt nämlich viel besser! Als Starter wurde uns eine „White Lady“ serviert, ein klassischer Cocktail aus Gin (Gordon's), Cointreau und Zitronensaft. Dies war bereits unser drittes Gin-Tasting an Bord der Europa 2, dennoch war Lyudmils Vortrag über die Geschichte, Herstellung und vieles mehr rund um das Thema Gin wieder einmal sehr interessant. Zum Testen gab es vier verschiedene Sorten mit dem jeweils passenden Tonic Water: Bombay Sapphire East + Schweppes + Zitronenzeste, Napue + Thomas Henry + Limettenzeste, Lebensstern + Fevertree + Orangenzeste, Tanqueray No. Ten + Fentimans + Grapefruitzeste. An unseren Tisch hatte sich ein sehr nettes Ehepaar aus Holland gesetzt, mit denen wir viel Spaß hatten. Gott sei Dank konnten Sie nicht alles verstehen, was ich im Laufe und v.a. gegen Ende des Tastings so von mir gab. Hahahaha!
Nach dem offiziellen Teil setzten Gerald und ich uns an die Bar und testeten auf Empfehlung unseres Experten noch einen Brockman's mit Fevertree und Johannisbeeren. Während ich diesem Gin nach dem ersten Schluck das Prädikat „Weibergin“ verpasste, lächelte mein Gatte zufrieden vor sich hin und hatte sein neues Lieblingsgetränk gefunden.
Am Ende schaffte ich es unfallfrei zurück in unsere Suite, wo ich mit einem zufriedenen Lächeln in mein Bett fiel.
Wetter: sonnig bei Temperaturen bis 18°C
(2)
Fortsetzung





