01.05.2012
– Isla Catalina / Dominikanische Republik
Wir
blieben die Nacht über im Hafen von La Romana und nahmen erst am
Morgen gegen 7 Uhr Kurs auf die Isla Catalina, eine ca. 4 km² große
Insel südlich von La Romana. Trotz der realtiv kurzen und
alkoholreichen Nacht war ich pünktlich zum Ablegen halbwegs wach und
bezog Posten auf unserem supergeilen Balkon. Auch unser Stalker Jens
war bereits unterwegs und winkte uns von Deck 9 aus zu, bevor er
angelockt von der Aussicht auf einen Schluck Sekt zu uns auf die
Kabine kam. Sekt bekam er dann auch – die Betonung lag allerdings
auch dem Wort „Schluck“, denn mehr gab die Pulle nicht mehr her.
Harrharrharr!
Um 9 Uhr
erreichten wir die Isla Catalina, wo wir auf Reede liegen würden.
Für uns bedeutete das, dass es höchste Zeit für ein kleines
Frühstück war, denn wir wollten zeitig von Bord, um den Tag faul
auf der Insel am Strand zu verbringen. Um 10.30 Uhr saßen wir
schließlich endlich im Tenderboot und schipperten an Land.
Wir
wollten uns wie bereits vor 2 Jahren schon einen Platz etwas abseits
der „Massen“ suchen, doch zunächst einmal wurden wir von Piedro
von Shop 6 abgefangen. Nicht abgeneigt gegen ein bisschen Stöbern im
Souvenirladen folgten wir ihm bereitwillig und am Ende waren wir alle
zufrieden: Ich hatte ein neues Kleid (Ob ich das jemals zu Hause
anziehen werde???), Jens ein schickes T-Shirt und Gerald deckte sich
mit Zigarren ein. Am Ende durften wir auch noch einen Schnaps testen
(angeblich gut für die Potenz, nähere Auskünfte hierzu gibt Sir
Jens^^), zum Kauf konnte uns Piedro aber dann doch nicht überreden.
Bester Laune suchten wir uns dann 3 Liegen, die wir im Schatten
platzierten und dann ging es schon ab ins warme Wasser! Einfach
herrlich! Ein karibischer Traum! (Von den Haien, vor denen mich der
verrückte Peruaner beim Frühstück gewarnt hatte, war
glücklicherweise nichts zu sehen^^)
Wir
vertrieben uns die Zeit mit lesen, Musik hören, Blödsinn quatschen
und natürlich immer wieder ins Wasser zu springen. Und davon bekommt
man natürlich irgendwann auch Hunger und so verließen wir unser
nettes Plätzchen um 13 Uhr und machten uns auf die Suche nach
Futter. Im großen Holzgebäude beim Anlegesteg gab es von 12 bis 14
Uhr ein Buffet, zwar nicht dieselbe große Auswahl wie an Bord, aber
man wurde durchaus fündig und satt. (Ich wollte eigentlich nur ein
kleines Stück Rindfleisch und nicht die komplette Kuh^^) Wir machten
es uns an einem der Holztische unter den Palmen gemütlich und ich
ärgerte mich ein bisschen, dass wir kein vernünftiges Messer dabei
hatten. Mein Holzmesser zerbrach nach kürzester Zeit, aber trotzdem
schaffte ich es am Ende irgendwie meinen kompletten Teller zu leeren
– fragt lieber nicht wie, gute Tischmanieren sind jedenfalls was
anderes. :P
Beim
Essen trafen wir auch noch auf Pamela (Bar Service tagsüber auf Deck
9 und abends in der Grand Bar) und ein paar andere Mitglieder der
Crew, die ein bisschen freie Zeit auf der Insel genossen, und
blödelten ein wenig mit ihnen rum. Und ich überzeugte Jens davon,
auch einmal die „richtige“ Toilette zu benutzen – natürlich
nur wegen der tollen Aussicht! Ich war bei meinem letzten Besuch auf
der Insel schon hin und weg gewesen und wollte auch dieses Mal wieder
ein paar Fotos machen. Die Toilettenanlage befindet sich oberhalb des
Anlegestegs und man hat von dort aus einen tollen Blick über den
Strand und auf das Schiff. Später zog es uns noch einmal an den
Strand und natürlich ins Wasser, allerdings bemerkte ich langsam,
dass ich wohl ein bisschen zu viel Sonne abbekommen hatte. Mir war
schwindelig und schlecht und irgendwann wollte ich dann einfach nur
noch zurück auf die Luminosa (und gleichzeitig wollte ich natürlich
auf der Insel bleiben). Aber trotz der Übelkeit am Ende muss ich
sagen, dass es ein wunderschöner Tag war und falls es die Götter
gut mit mir meinen, dann war das auch nicht mein letzter Besuch auf
der Isla Catalina.
Wieder
zurück an Bord musste ich mich erst einmal in unserer (wunderbar
klimatisierten) Kabine hin legen und nach einiger Zeit bin ich wohl
auch eingeschlafen. Gegen 16 Uhr nahm die Costa Luminosa Abschied von
der Dominikanischen Republik und begab sich auf süd-östlichen Kurs.
Nach meinem kleinen Nickerchen ging es mir wieder besser und ich
konnte mich für das (erste) Gala-Abendessen stylen. Ich gab mir
dieses Mal ganz besondere Mühe und war gespannt auf die Blicke
unserer Tischnachbarn (nach eigenen Angaben hatte er nicht mal eine
Krawatte dabei). Enttäuscht wurde ich nicht und der Anblick der
hessischen „Gala-Bekleidung“ amüsierte mich durchaus. Ich
glaube, die konnten uns mittlerweile auch so gar nicht mehr leiden.
Das Essen war sehr gut (wie eigentlich an jeden Abend) und ich gönnte
mir sogar ausnahmsweise eine Nachspeise! Unser Getränkekellner
„Locke“ wollte uns an diesem Abend mit einem Weißbier erfreuen,
allerdings beherrschte er die richtige Technik des Einschenkens am
Anfang nicht so wirklich. Doch er lernte es nach einer kleinen
Demonstration sehr schnell ;)
Nach dem
Essen gab es für mich lediglich noch einen Kaffee in der Schokobar,
bevor ich mich auf unsere Kabine zurück zog und den restlichen Abend
auf dem Balkon genoss.
(3)
02.05.2012
– Road Town / Tortola
An
diesem Morgen erreichten wir gegen 9 Uhr den Hafen von Road Town, der
Hauptstadt der Britischen Jungferninseln, auf der Insel Tortola.
Nachdem wir uns im Buffetrestaurant gestärkt hatten, gingen wir kurz
nach 10 Uhr von Bord, um die Stadt ein wenig (auf eigene Faust) zu
erkunden. Ich war ganz froh, dass es teilweise bewölkt war, von der
karibischen Sonne hatte ich vorerst genug. Gut gelaunt zogen wir los
und eines der ersten Dinge, das mir ins Auge stach, war ein gut
gepflegter Grünstreifen mit „Please keep off the grass“-Schild.
Ging ja schon mal very british los. Am Rand des Hafengeländes
entdeckten wir dann zig Stände mit Plunder, die wir am Ende unserer
Erkundungstour plündern wollten. Jedenfalls war das mein Plan. Beim
Hafen warteten auch zahlreiche Taxis und Busse, die teilweise mit
tollen Motiven lackiert waren, auf ihre Kundschaft, die Fahrer waren
im Vergleich zu vielen anderen Häfen aber nicht aufdringlich. Wir
zogen allerdings einen kleinen, planlosen Fußmarsch vor – so sieht
man zwar nicht viel von der Insel und verpasst die ein oder andere
Sehenswürdigkeit, aber man bekommt mehr vom eigentlichen Leben mit.
Road Town wirkt insgesamt sehr sauber und der Verkehr wird durch
zahlreiche Ampeln geregelt. Im Today, unserer Bordzeitung, wurden wir
darüber informiert, dass das Rauchen in einem Bereich von 15 m um
öffentliche Gebäude herum verboten ist. (250 $ Strafe) War
natürlich irgendwie blöd für Jensi und mich, da wir natürlich
keinen Plan hatten, was genau unter einem „öffentlichen Gebäude“
verstanden wird, und ein Maßband hatten wir natürlich auch nicht.
Aber letztendlich haben wir unseren rauchfreien Ausflug überlebt.
Besonders aufgefallen sind mir in der Stadt auch die zahlreichen
Kirchen, an wirklich jeder Ecke scheint ein anderes Gotteshaus zu
stehen (St. William’s Catholic Church, The Apostolic Faith
Church...). Auf unserem Rundgang kamen wir auch u.a. am Virgin Island
Supreme Court, der Feuerwache, der Polizeistadion und am Sportstadion
vorbei. Und auch eine der Hauptattraktionen von Road Town, die
„Botanic Gardens“ lagen auf unserem Weg.
Und
lustig war es ohne Ende! Da war der schwarze Mann, der bei „rot“
die Straße überquerte und mit dem Polizisten fistete, und das
Schild „School – drug free zone“ (okay, bei Schulen darf man
sich also nix einwerfen, sonst schon, oder?^^). Der größer Lacher
aber waren Passagiere der Luminosa, die verzweifelt ihren Stadtplan
studierten. Kamen wohl nicht zurecht mit dem Teil und ich hoffe, sie
haben sich später an der Rezeption beschwert. Tja, wir hatten auch
diesen Plan, er war am Vorabend in der Kabine gelegen, nur war der
von St. John’s auf Antigua und wo waren wir? Richtig! Andere Stadt,
andere Insel!!
In
Hafennähe gibt es ein Shopping-Areal mit kleinen Häuschen, in denen
man allerhand Souvenirs oder auch Getränke erwerben kann. Also ein
Paradies für mich. Und so wurde mein Gatte auf einer Bank geparkt,
während Jens und ich die Geschäfte ausgiebig inspizierten. Gerald
wurde es in der Zwischenzeit auch nicht langweilig, er wurde Zeuge
eines interessanten Hühnerkriegs.
Apropos
Hühner – ich werde Road Town den Rest meines Lebens mit Hühnern
in Verbindung bringen. Die sieht man dort nämlich überall! Nach
einem kleinen Zwischenstopp in der öffentlichen Toilettenanlage
(seeeeehr sauber, allerdings war da rauchen auch verboten^^) ging die
Shopping-Tour weiter zu den zahlreichen Ständen beim Hafengelände.
An
diesem Tag war es schwül ohne Ende und am Ende unseres Ausflugs
waren verdächtig dunkle Wolken aufgezogen. Würden wir etwa in den
Genuss eines karibischen Gewitters kommen? Auf alle Fälle war der
Anblick der schwarzen Wolken über dem leuchtend türkisen Wasser
gigantisch.
Wieder
an Bord machten es sich die Herren am Pool bequem, während ich mich
erst mal auf unsere Kabine verzog. Ich benötigte dringend eine
Dusche und wollte endlich mal in Ruhe ein paar Notizen für den
Bericht machen und ein bisschen am Balkon lesen, bevor ich mich zum
Rest auf Deck 9 gesellte. Die Schwüle war kaum mehr zu ertragen und
auch wenn es am Nachmittag dann auch endlich zu regnen begann –
Abkühlung brachte das kaum.
Vor dem Abendessen trafen wir uns in der Schokobar, wo Jens den großen Fehler machte und Gerald seine CostaCard mit der Bitte, einen Kaffee für ihn zu bestellen, gab und dann zum Rauchen nach draußen ging. Er dachte dabei an einen mexikanischen Kaffee (mit Kahlua), mein Gatte allerdings ist einfach ein böser Mensch und bestellte ihm einen dänischen Kaffee (an diesem Tag mit Grappa). Das Gesicht von Jens beim ersten Schluck war einfach unbezahlbar und ich musste noch Tage später über diesen gelungenen Scherz lachen. Während des Ablegens um 18 Uhr gingen wir dann nach draußen und genossen karibische Musik aus den Lautsprechern anstatt des obligatorischen „Time to say goodbye“. Hat auch was!
Vor dem Abendessen trafen wir uns in der Schokobar, wo Jens den großen Fehler machte und Gerald seine CostaCard mit der Bitte, einen Kaffee für ihn zu bestellen, gab und dann zum Rauchen nach draußen ging. Er dachte dabei an einen mexikanischen Kaffee (mit Kahlua), mein Gatte allerdings ist einfach ein böser Mensch und bestellte ihm einen dänischen Kaffee (an diesem Tag mit Grappa). Das Gesicht von Jens beim ersten Schluck war einfach unbezahlbar und ich musste noch Tage später über diesen gelungenen Scherz lachen. Während des Ablegens um 18 Uhr gingen wir dann nach draußen und genossen karibische Musik aus den Lautsprechern anstatt des obligatorischen „Time to say goodbye“. Hat auch was!
Nach dem
Abendessen gingen wir zur hinteren Poolbar, wo wir kleben blieben und
viel Spaß mit unseren Schalke-Freunden und den Hallensern Ilona und
Peter hatten. Später kam ich auch noch in den Genuss meines ersten
karibischen Gewitters auf einem Schiff und ich muss sagen: einfach
nur noch supergeil!
(2)
03.05.2012
– Saint John’s / Antigua
Gegen 8
Uhr legte die Costa Luminosa an diesem Morgen im Hafen von St.
John’s, der Hauptstadt des Inselstaates Antigua und Barbuda, an.
Auch hier hatten wir wieder mal keinen Ausflug gebucht und wollten
die Stadt auf eigene Faust erkunden. Nach einem schnellen, kleinen
Frühstück ging es um 9 Uhr auch schon los. Kaum von Bord standen
wir auch bereits mitten im Shopping-Paradies „Heritage Quay“, das
wir aber schnell hinter uns ließen. Teuerer Schmuck, Uhren etc. sind
einfach nicht so mein Ding, ich steh bekanntlich mehr auf billigen
Plunder. Und auch die zahlreichen Kasinos und Poker-Höllen lockten
uns so rein gar nicht. Wer ein Taxi für eine Fahrt über die Insel
oder zu einem bestimmten Strand sucht wird hier schnell fündig. Wir
entkamen jedenfalls nur mit Mühe einer unüberschaubaren Anzahl
aufdringlicher Taxifahrer. Ein Straßenhändler, der gerade seinen
kleinen Stand aufbaute (okay, der „Stand“ war lediglich ein
kleiner Campingtisch^^) zog nach ein paar Schritten die Straße
außerhalb des Heritage Quays entlang meine Aufmerksamkeit auf sich.
Obwohl der gute Mann noch nicht mal sein komplettes Angebot ausgelegt
hatte wurde ich nach wenigen Augenblicken fündig und erstand ein
Armkettchen. Nun war ich glücklich und der Straßenhändler aufgrund
meines Trinkgelds auch („You made my day“).
Der
Straßenverkehr war im Gegensatz zu Road Town relativ chaotisch –
ich wusste bis zum Schluss nicht, ob die Rechts- oder Linksverkehr
haben.^^ Ach ja, und ich habe während unseres Rundgangs kein
einziges Huhn gesehen. Insgesamt war St. John’s für mich genau
das, was ich mir unter einer karibischen Stadt immer vorgestellt
hatte. Enge Straßen, bunte Holzhäuser, fliegende Händler und alles
ein bisschen gammelig und gemächlich. Sehr angenehm! Bereits nach
kurzer Zeit hatte ich mich hoffnungslos verliebt.
Nachdem
ich ausgiebig in einem Warenhaus gestöbert und dieses für einen
späteren Besuch vorgemerkt hatte (Achtung! Ware ist in East
Caribbean Dollar ausgezeichnet!) führte uns unser Weg zum „Museum
of Antigua & Barbuda“. Das Museum befindet sich im alten „St.
John's Court House“ (aus dem Jahr 1750) und zeigt die Geschichte
von Antigua von seiner geologischen Geburt bis zur Unabhängigkeit im
Jahr 1981 anhand vieler historischer Karten und Exponate. Nett
gemacht und sehr interessant! Als nächstes ging es den „Berg“
hinauf zur St. John’s Cathedral, die man zur Zeit allerdings
aufgrund (dringend notwendiger) Renovierungsarbeiten nicht
besichtigen kann. Ich hatte den Barockbau, der die Stadtansicht
dominiert, bereits von Bord aus entdeckt und freute mich darauf, das
Gebäude aus der Nähe zu betrachten. Vor der jetzigen Kathedrale aus
dem Jahr 1845 hatte es übrigens an derselben Stelle bereits zwei
andere Kirchen gegeben, die allerdings durch Erdbeben zerstört
worden waren. Wir machten es uns im Schatten der großen Bäume
zwischen alten, verwitterten Grabsteinen gemütlich und genossen die
Aussicht. Ein wirklich schöner Ort und ich hoffe, dass ich eines
Tages die Gelegenheit bekomme, auch mal einen Blick ins Innere der
Kirche zu werfen.
Wieder
an Bord zog uns der Hunger erst mal ins Buffetrestaurant und später
sprangen wir in den Pool. Ich schlich auch immer wieder mal über die
oberen Decks, um Fotos von St. John’s zu machen und entdeckte dabei
auch noch ein weiteres Schiff, das etwas weiter entfernt in einer Art
Containerhafen lag. Es handelte sich dabei um die Freewinds von
Scientology.
Um 14
Uhr hieß es Abschied von Antigua und der Karibik nehmen und die
Costa Luminosa setze Kurs auf Europa. Die nächsten fünf Tage würden
wir kein Land zu Gesicht bekommen! Lange stand ich oben an Deck mit
einem lachenden und einem weinenden Auge (sowie karibischer Musik im
Ohr) – einerseits freute ich mich auf die Atlantiküberquerung,
andererseits wollte ein Teil von mir in der Karibik bleiben. (bye
bye... a part of me will stay here...)
Den Rest
des Nachmittags verbrachte ich zunächst auf den oberen Decks
(irgendwann dann ohne karibische Musik im Ohr), später machte ich
dann einen Rundgang durchs Schiff bevor es Zeit zum Duschen war. Vor
dem Abendessen gönnten wir uns einen Drink in der Bar Virgo und
nachdem wir uns bis Anschlag vollgefuttert hatten ging es in die
„Cigar Lounge Bar“, wo die Herren die dicken Dinger von Catalina
Island testeten. Ich hatte nach meinem (von zu Hause mitgebrachtem)
Zigarillo schnell genug und stieg auf normalen Qualm um. Dazu gab es
Wodka für Gerald, Cognac für Jens und Whisky für mich – jeweils
deutlich über 7,50 € und daher nicht im AI-Paket enthalten (das
war es uns aber wert^^). Weiter ging es dann in die Antares, wo wir
eine Zeit lang dem dortigen Musiker Victor Fraja zu hörten. Der Kerl
war wirklich gut!! (Die restlichen Musiker an Bord waren in meinen
Augen eher Durchschnitt. Das habe ich bei Costa schon besser erlebt!)
Und natürlich durfte ein Abstecher auf Deck 9 auch nicht fehlen, wo
wir uns an der Poolbar Lido Dorado noch einen Drink gönnten. Da wir
keinerlei Pläne für den nächsten Tag hatten war zum Abschluss
(bzw. Abschuss^^) noch ein Besuch in der Disco „Altair“ angesagt,
wo ab 23.30 Uhr „Treffen für alle Gäste unter 40“ war. Hmmm...
ich frage mich immer noch, warum meine Männer auch mitgekommen sind.
Auf alle Fälle wurde es superlustig - wir hatten viel Spaß mit
unseren neuen Freunden aus Österreich und ich unterhielt mich eine
halbe Ewigkeit mit Erik und Samantha von der Crew im Raucherbereich.
(2,5)
04.05.2012
– Seetag
Unseren
ersten Seetag begannen wir sehr ruhig und schliefen erst mal länger
als gewöhnlich. Es gab auch keinen wirklichen Grund früh
aufzustehen. Im Today stand nichts, was mich unbedingt reizte und
außerdem war die vergangene Nacht ja doch etwas länger geworden und
wir sind schließlich nicht mehr die Jüngsten. Irgendwann bequemte
ich mich dann doch aus dem Bett und auf den Balkon. Weit und breit
kein Land in Sicht – herrlich! Für mich gibt es nichts
Entspannenderes als eine Atlantiküberquerung. Ein paar Tage lang nur
Wasser und nichts zu tun außer die Seele baumeln zu lassen und das
Leben zu genießen.
Ich
hatte geplant, den Tag auf Deck 9 zu verbringen und genau dort hin
begaben wir uns dann auch. Das Frühstück ließ ich bewusst
ausfallen, um mich ab 11 Uhr mit lecker Pasta, Pizza und anderen
Köstlichkeiten voll zu stopfen. An diesem Tag startete auch die
tägliche Zeitumstellung, bei der die Borduhren um 12 Uhr auf 13 Uhr
vorgedreht wurden. Irgendwie blöd, eine Stunde weniger Zeit für
Müßiggang! Nach dem Essen suchten wir uns ein Plätzchen am
hinteren Pool in der Sonne, wo wir den gesamten Nachmittag
verbrachen. Lesen, Musikhören und zwischendurch immer mal wieder in
den Pool zur Erfrischung – life could be worse! Vitali aus Sibirien
leiste uns dabei Gesellschaft und wir hatten viel Spaß. (Kann Jens
eigentlich auf Russisch nur diesen einen Satz??^^)
Irgendwann
sind wir dann wieder auf unsere Kabine, um zu duschen und uns
umzuziehen. Vor dem Abendessen gingen Gerald und ich zur hinteren
Poolbar auf einen schnellen Spritz. Gleich nach dem Essen zog es uns
wieder auf Deck 9, wo wir den Rest des Abends verbrachen (in beiden
Poolbars) und uns mit den Hallensern köstlich amüsierten.
(Stichwort: Gras/Moos im Schlüpper, um bei Vitali eine Chance zu
haben) Und letztendlich verschlug es mich noch mit Jens in die Disco,
bevor ich müde und zufrieden in meine Koje fiel.
(3)
05.05.2012
– Seetag
Immer
noch kein Land in Sicht! xD
An
diesem Morgen wollte ich nicht ewig im Bett bleiben und ging für
einen Seetag relativ zeitig zum Frühstücken. Grund dafür war das
„Pasta Festival“ („Kulinarische Demonstration des Chefkochs und
seinen Mitarbeitern“) um 10.45 Uhr am zentralen Pool, das ich auf
keinen Fall verpassen wollte.
Und es
hat sich auf alle Fälle gelohnt. Am Ende hatte ich vor Lachen Tränen
in den Augen und weiß nun, wie man richtiges Pesto macht. Es folgte
Tanz und Musik mit dem Animationsteam und im Anschluss „Die
Versuchung des Kochs“. Bei diesem Spiel mussten zwei Gäste mit
jeweils einem Koch aus allerhand vorgegebenen Zutaten ein Gericht
kochen. Naja, war ganz nett und die Ergebnisse konnten sich sehen
lassen. Hoteldirektor Puckl grüßte uns freundlich auf seinem
Rundgang und ich wusste genau, dass ich dem Kerl schon mal irgendwo
begegnet war...
Mittags
war ich noch voll vom Frühstück und bekam fast nichts runter.
Schade! Ich sollte künftig das Frühstück besser wieder ausfallen
lassen! Am Nachmittag machten wir es uns an der hinteren Poolbar
bequem, wo uns Schalke-Thomas aufspürte, um uns über die aktuellen
Bundesliga-Ergebnisse zu informieren. Außerdem kündigte er an, dass
er die Süddeutsche abonniert hatte und sie uns nach dem Lesen
überlassen wollte. Der Kerl war wirklich nett!! Das Wetter war an
diesem Tag nicht so besonders (wolkig, bis zu 25°C) und wir verzogen
uns nach einiger Zeit auf unsere Kabine, wo mich auf den Balkon
setzte, um zu lesen, Musik zu hören und aufs Meer zu starren.
Gerald
und ich hatten an diesem Abend für 19.30 Uhr einen Tisch im „Club
Luminosa“ reserviert, um unseren Hochzeitstag zu feiern. Danke
CostaClub für ein hervorragendes Abendessen! Das Essen in den
Zuzahlrestaurants bisher war immer sehr gut gewesen, aber dieses Mal
war es noch einen Tick besser. Wir hatten einen Tisch mit Blick in
die Küche (sehr interessant), der Service war perfekt und der Wein
passte ideal zum Essen (Dieses Mal gab es den von mir vorgeschlagenen
Chabils).
Glücklich
und vollgestopft mit kulinarischen Köstlichkeiten wollten wir noch
in aller Ruhe einen Cocktail an der mittleren Poolbar genießen. Doch
nach nicht einmal fünf Minuten stand Stalker Jens auf der Matte. War
auch kein Problem, nur stellte ich mir mittlerweile wirklich die
Frage, ob er uns möglicherweise einen Sender eingepflanzt hatte, um
uns jederzeit aufzustöbern zu können. Egal wo auf dem Schiff wir
uns versteckten – nach kürzester Zeit kam Jens um die Ecke. ^^
Die
Nacht endete dann mal wieder in der Disco... und es war eine tolle
Nacht!! Ich wurde von einem Offizier (Typ „Schmalzlocke“) wegen
meiner Tätowierung auf dem Oberarm angesprochen und es stellte sich
heraus, dass er im vergangenen Juli auch auf der Costa Pacifica
gewesen war. Es waren noch einige andere Offiziere in der Disco und
wir hatten viel Spaß. Fotos wurden natürlich auch gemacht und ich
muss schon sagen, dass es mir inmitten der Weißkittel durchaus
gefallen hat.
(3)
Fortsetzung folgt...












