... oder
auch: Jäger, Spritz und andere Säcke
Hinweis
Dieser
Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken
während unserer Transatlantik-Kreuzfahrt 2012. Wer technische
Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die
einschlägigen Internetseiten aufsuchen.
„Wir
sind frei, frei wie der Wind.
Wir sind frei, wir sind wer wir sind.
Wir sind stolz, ohne Scheu, unzertrennlich und treu.
Wir sind frei, wir sind wer wir sind.
Wir sind stolz, ohne Scheu, unzertrennlich und treu.
Ja wir
sind frei... wie der Wind!“
Vorfreude
Eigentlich
stand für 2012 eine Fahrt durch den Suez-Kanal auf unserer
Wunschliste, doch als wir im Frühjahr 2011 die Transatlantik-Fahrt
mit der Costa Luminosa entdeckten, wurden die Pläne schnell geändert
und bereits ein paar Tage später stand unser Entschluss fest – wir
würden wieder die Karibik unsicher machen und auf einen Sturm auf
der Überfahrt hoffen. Zu meiner großen Freude überraschte mich
mein Mann Gerald, den ich alleine zum Buchen ins Reisebüro
Aschenbrenner geschickt hatte, mit einer absoluten Hammer-Kabine am
Heck des Schiffes. Gut gemacht!!
Zunächst
ging es aber erst einmal in den Norden (Juli 2011) und ins westliche
Mittelmeer (Weihnachten 2011). Das Jahr 2012 begann dann mit einem
großen Schock als am 13.01.2012 die Costa Concordia verunglückte.
Viele Leute fragten mich, ob ich denn nun immer noch Kreuzfahrten
machen würde und dann auch noch mit Costa. Die Antwort fiel mir
jedes Mal leicht: Ja und ich habe auch weder Angst noch ein
schlechtes Gefühl dabei.
27.04.2012 – Pointe-à-Pitre / Guadeloupe
„Ohne
Grenzen ohne Mauern ans Ende dieser Welt
(Komm mit uns auf große Fahrt)
Kein Sturm zerstört die Bande die uns zusammen hält
(Komm mit uns auf große Fahrt)
Wirst du heut mit uns gehn dann wirst du es verstehn
Denn Freiheit ist und Freiheit ist dein Lohn“
(Komm mit uns auf große Fahrt)
Kein Sturm zerstört die Bande die uns zusammen hält
(Komm mit uns auf große Fahrt)
Wirst du heut mit uns gehn dann wirst du es verstehn
Denn Freiheit ist und Freiheit ist dein Lohn“
Nach ein
paar Stunden Schlaf riss mich mein Wecker um 3 Uhr aus meinen Träumen
und ich war sofort hellwach. Heute sollte unsere große Reise
beginnen und in meinem Kopf mischte sich die Vorfreude auf das Schiff
und die Karibik mit der Angst um verschollene Koffer und sonstigen
Horrorszenarien. Nach einer schnellen Kippe begann ich, ein paar
restliche Sachen einzupacken und bald stand auch unser Freund Jens
auf der Matte, der mich und meinen Mann auf dieser Kreuzfahrt
begleiten würde. Kurz darauf begann es dann allerdings leider
stressig zu werden, denn unser Fahrer vom Airport-Shuttle Rosenmeier
stand anstatt wie vereinbart um 4 Uhr bereits eine halbe Stunde
früher vor der Tür und drängt auf baldige Abfahrt (im Wagen würden
Leute warten). Also das geht so ja wohl gar nicht. Ein Anruf am
Vorabend und wir wären eine halbe Stunde eher fertig gewesen.
Tztztztz... Trotz des hektischen Aufbruchs haben wir nichts wichtiges
vergessen, allerdings hätte ich gerne noch ein paar Dinge vor der
Abfahrt kontrolliert. Aber egal, der Fahrer brachte uns unfallfrei
zum Flughafen München „Franz Josef Strauß“. Der Check-in bei
Air France verlief dann schnell und unkompliziert und es begann das
große Warten. Um 7.20 Uhr starteten wir bei herrlichem Wetter mit
einer A320 Richtung Flughafen „Paris-Charles-de-Gaulle“, wo wir
um 9 Uhr landen würden.
Der Flug
verlief ruhig und ich hatte einen tollen Platz in der letzten Reihe
am Fenster. Nach einer sanften Landung begrüßte uns die
französische Hauptstadt mit Regen und kühlen 10°C. Die Zeit bis
zum nächsten Start vertrieben wir uns mit Lunge-teeren, essen, Leute
anglotzen (Flecktarn-Typ ohne Asch mit riesigem Prügel^^), lästern
und zig Mal dieselbe Werbung ansehen. (Nicht zu vergessen der nette
Typ bei der Sicherheitskontrolle und die Abkürzung!!) Mit Verspätung
ging es dann in einer Boing 747-400 weiter nach Pointe-à-Pitre. Kurz
vor unserer Abfahrt hatte ich im Internet einige sehr negative
Berichte über Air France gelesen und war deshalb ein wenig
skeptisch, am Ende gab es aber nichts zu meckern. Das Personal war
sehr freundlich, die Verpflegung gut (zum Mittagessen wurde ungefragt
Rotwein und ein Kurzer serviert), unsere Plätze boten genügend
Beinfreiheit und im Vergleich zu unserem Flug nach Miami zwei Jahre
zuvor konnte man selbst kurz vor der Landung die Toilette noch
benutzen, ohne dabei unfreiwillig das Essen von sich zu geben. Noch
vor dem Start hatte ich eine Begegnung der seltsamen Art – der Herr
neben mir auf der anderen Seite des Gangs sprach mich an, weil er
mich angeblich kannte. WTF?!?!? Ich (er)kannte ihn jedenfalls nicht.
Stunde um Stunde verging, ich aß, döste vor mich hin, hörte Musik,
amüsierte mich über das tolle Englisch des Piloten (oder sprach er
vielleicht doch Swahili??^^) oder vertrieb mir sonst irgendwie die
Zeit. Bis auf ein paar Turbulenzen verlief der Flug ruhig und wir
näherten uns langsam aber sicher unserem Ziel (begleitet von
gefühlten 1000 Entschuldigungen seitens der Crew wegen der
Verspätung). Am Ende gab es auch noch die Auflösung des Rätsels
bzgl. meines „Nachbarn“. Vielleicht kann sich ja jemand an den
Typ im Schalke-Trikot auf unserem Flug nach Miami 2010 erinnern...
nun, genau DER saß neben mir!!!!!!!!! (Es sollte sich bald
herausstellen, dass „Schalke“ – also Christina und Thomas –
supernett waren!) Gegen 17 Uhr landeten wir etwas unsanft auf dem
Flughafen
Pointe-à-Pitre
(„kontrollierter Absturz“^^) und machten uns auf die Suche nach
unserem Bus - also immer den anderen nach! (Unser Gepäck, das wir in
München abgegeben hatten, bekamen wir anders als bei der letzten TA
erst wieder in der Kabine zu Gesicht.) Als wir das Flughafengebäude
verlassen hatten traf mich erst einmal der Schlag – es war schwül
und regnete leicht. Willkommen in der Karibik! ^^
Die
Fahrt vom Flughafen zum Hafen dauerte nur ca. 15 Minuten und auch die
Einschiffung ging ziemlich schnell, worüber ich sehr froh war, da es
im Hafengebäude unangenehm warm war und alles an mir klebte. Um ca.
18.15 Uhr hatten wir es geschafft und waren endlich (wieder) zu
Hause... ähm... an Bord. (Die nette Frau, die das obligatorische
Foto von mir machte, hat übrigens am selben Tag Geburtstag wie ich)
Als
erstes suchten wir unsere Kabinen, um uns schnell frisch zu machen,
einen Blick ins Today zu werfen und die Costa-Karte zu holen. Jens
hatte die Innenkabine Nr. 6399, wir residierten ein Deck tiefer in
Kabine Nr. 5396 direkt am Heck des Schiffes. Ein Traum!!! Die Kabine
hatte einen riesigen Balkon und ich wusste bereits nach wenigen
Sekunden, dass ich dort so manche Stunde verbringen würde. Dem Today
entnahmen wir, dass unser Kapitän Matteo Fava hieß (nie gehört)
und von unserem DJ-Freund Luca würden wir verschont bleiben. Ein
Name stach mir dann noch besonders ins Auge: Hoteldirektor Eduard
Puckl. Kam mir irgendwie bekannt vor...
Endlich
wieder an Bord - das musste natürlich gefeiert werden und so machten
wir uns bald auf den Weg zur „Bar Lido Dephinus“ („hintere
Poolbar“), wo wir uns einen Tequila Sunrise gönnten. Trotz des
reichhaltigen Essens im Flugzeug meldete sich auch der Hunger und wir
begaben uns ins Buffetrestaurant „Andromeda“. Wir hatten von
Vornherein geplant, am ersten Abend dort zu essen – das „normale“
Restaurant wäre mit zu viel Stress verbunden gewesen und außerdem
trugen wir ja immer noch unsere Kleidung von der Anreise und stanken
mittlerweile alle wie die Seeräuber. (Alles stinkt nach Mann!^^)
Bei einem kleinem Rundgang zeigten wir dann Jens alles Wichtige auf dem Schiff (wir kannten die Luminosa ja bereits von unserer Kreuzfahrt 2009) und gönnten uns einen Kaffee (natürlich mit Schuss^^) in der „Chocolate Bar Sirius“. Wieder zurück auf der Kabine fiel mir ein Stein vom Herzen – unser Gepäck hatten auch den Weg auf die Luminosa geschafft! Anscheinend war Geralds Koffer geöffnet worden, jedenfalls lies die Unordnung drinnen darauf schließen. Später erfuhren wir, dass es bei Jens ebenso war, bei ihm war sogar sein Esel aufgeschnitten worden.
Bei einem kleinem Rundgang zeigten wir dann Jens alles Wichtige auf dem Schiff (wir kannten die Luminosa ja bereits von unserer Kreuzfahrt 2009) und gönnten uns einen Kaffee (natürlich mit Schuss^^) in der „Chocolate Bar Sirius“. Wieder zurück auf der Kabine fiel mir ein Stein vom Herzen – unser Gepäck hatten auch den Weg auf die Luminosa geschafft! Anscheinend war Geralds Koffer geöffnet worden, jedenfalls lies die Unordnung drinnen darauf schließen. Später erfuhren wir, dass es bei Jens ebenso war, bei ihm war sogar sein Esel aufgeschnitten worden.
Am
liebsten wäre ich gleich ins Bett gegangen, die lange Anreise hatte
mich doch ziemlich mitgenommen, aber um 22.30 Uhr stand ja noch die
obligatorische Rettungsübung auf dem Programm. Auch wenn ich mich
kaum mehr auf den Beinen halten konnte, so nahmen wir natürlich ohne
Meckern daran teil. Wie wichtig diese Übungen sind hat ja (leider)
das Concordia-Unglück gezeigt. Nebenbei bemerkt, Jens durfte sich
während der Übung sogar hinsetzen. Falls sich also jemand nicht
wohl fühlt oder schlecht zu Fuß ist, so ist das definitiv kein
Grund, um nicht an der Übung teilzunehmen. Im Anschluss war bei mir
Schicht im Schacht und ich verzichtete auf den eigentlich geplanten
Cocktail und fiel ins Bett. Das Ablegen gegen Mitternacht lies ich
mir aber dennoch nicht (ganz) entgehen und blickte von meinem Bett
aus durch die Balkontüre nach draußen in die Dunkelheit während
die Costa Luminosa Kurs auf Martinique nahm.
(2)
28.04.2012 - Fort-de-France / Martinique
Bereits
um 4.45 Uhr war ich wach und vertrieb mir zunächst die Zeit mit dem
Schmieden von Plänen für den Tag oder träumte einfach vor mich
hin. Frisch geduscht genoss ich dann ab 6 Uhr die aufgehende Sonne
(look at the rising sun...^^) auf unserem supergeilen Balkon und
fühlte mich trotz der kurzen Nacht so richtig gut. Dem Today
entnahmen wir, dass es ab 7 Uhr Frühstück im Buffetrestaurant geben
würde – das klang nach einer „sinnvollen“ Beschäftigung für
die frühe Uhrzeit. Gestärkt für weitere Unternehmungen (Spiegelei
zum Frühstück ist lecker^^) machten wir als nächstes einen kleinen
Spaziergang über die oberen Decks und genossen die Sonne. Herrlich!
Ich liebe Kreuzfahrten durch die Karibik! Als die Pools um 8 Uhr
geöffnet wurden zog es uns zum „Lido Dorado“, wo wir auch auf
Jens trafen. Zu dieser frühen Uhrzeit waren nur wenige Leute
unterwegs und so hatten wir den Pool anfangs für uns alleine. Das
Wasser hatte genau die richtige Temperatur für unser kleines
Badevergnügen zur Morgenstunde und es gab Wellen ohne Ende (im
Pool!!!!). Wir hatten zwischendurch immer wieder die Befürchtung,
dass der Pool deswegen abgesperrt werden würde, aber das Personal
hatte „Erbarmen“ mit uns und lies uns die Wellen genießen.
Was ich
auf der Costa Luminosa sehr gut finde (und bei anderen Costa-Schiffen
vermisse) ist, dass es eine Umkleidekabine gibt. (Einfach beim
zentralen Pool die Treppen neben der großen Leinwand ein Deck höher
gehen) Ich habe zwar kein Problem damit, mich auf der Toilette
umzuziehen, aber so ist es einfach bequemer, weil man mehr Platz hat.
Nach einem weiteren kleinen Spaziergang war es Zeit fürs Mittagessen (wie üblich im Buffetrestaurant) und gegen 12 Uhr beobachteten wir dann das Anlegen in Fort-de-France, dem Hauptort der französischen Insel Martinique. Wir hatten hier keinen Ausflug gebucht und wollten auf eigene Faust zu Fuß die Stadt erkunden oder besser gesagt, einfach ein bisschen rumschleichen. Mit einem Stadtplan bewaffnet (der wurde uns netterweise im Hafen in die Hand gedrückt) zogen wir los - erst mal natürlich in die falsche Richtung. Nach ein paar Irrungen und Wirrungen stellten wir fest, dass man am besten einfach dem türkisen Gehweg folgt (bergab, nicht bergauf^^).
Nach einem weiteren kleinen Spaziergang war es Zeit fürs Mittagessen (wie üblich im Buffetrestaurant) und gegen 12 Uhr beobachteten wir dann das Anlegen in Fort-de-France, dem Hauptort der französischen Insel Martinique. Wir hatten hier keinen Ausflug gebucht und wollten auf eigene Faust zu Fuß die Stadt erkunden oder besser gesagt, einfach ein bisschen rumschleichen. Mit einem Stadtplan bewaffnet (der wurde uns netterweise im Hafen in die Hand gedrückt) zogen wir los - erst mal natürlich in die falsche Richtung. Nach ein paar Irrungen und Wirrungen stellten wir fest, dass man am besten einfach dem türkisen Gehweg folgt (bergab, nicht bergauf^^).
Entlang
unseres Weges sahen wir einige sehr schöne Gebäude, aber dazwischen
aber immer wieder hässliche bzw. total heruntergekommene Häuser.
Und immer wieder Müll, Schutt, Dreck... Am Rand des Parks „La
Savane“ legten wir eine kleine Verschnaufpause ein. Die meisten der
Holzbuden dort waren geschlossen, wie fast alle anderen Geschäfte in
der Stadt auch. Komisch, damit hätte ich eigentlich nicht gerechnet
an einem Samstag Nachmittag. Wir sind wohl schon zu verwöhnt. In dem
Park steht übrigens auch eine bekannte Statue von Joséphine de
Beauharnais (ohne Kopf^^).
Nachdem
wir noch kurz Kontakt mit einem Einheimischen hatten (Der Schnorrer
wollte wahrscheinlich nicht mal ne komplette Kippe, der Tabak alleine
hätte ihm auch gereicht^^) gingen wir weiter Richtung
Strandpromenade bzw. einem kleinen Strand. Ein Boot dort zog auch
gleich unsere Aufmerksamkeit auf sich und wir beobachteten, wie die
Insassen eifrig Wasser aus diesem schaufelten. („Das Schiff dort zu
versinken“^^) Untergegangen ist es auf alle Fälle nicht,
jedenfalls nicht so lange wir dort waren. Besonders für mich gab es
am Strand natürlich kein Halten mehr – schnell waren die Schuhe
ausgezogen und ich bis zu den Knien im pisswarmen Wasser. Und die
Herren mussten mir natürlich folgen. Sonne, Wasser, Karibik...
einfach schöööööön!
Auf
unserem Rückweg zum Schiff kamen wir am Fort Saint Louis vorbei
(heute eine Marinebasis) und bewunderten immer wieder uns unbekannte
Vögel und wunderschöne Bäume und Blumen. (Falls jemand den
Ausdruck „Neger abseilen“ kennt – DAS haben wir auch gesehen^^)
Im
Hafengelände deckten wir uns dann noch im „Duty free-Shop“ mit
Zigaretten ein bevor wir wieder an Bord gingen.
Rückblickend
muss ich gestehen, dass mich Fort-de-France nicht wirklich vom Hocker
gehauen hat, die Stadt ist zwar ganz nett anzusehen, aber leider auch
ziemlich dreckig. Sollte es uns wieder einmal nach Martinique
verschlagen, so würde ich dann wohl einen Ausflug buchen bzw. mich
von einem Taxi zum nächsten Strand fahren lassen.
Auf dem
Schiff suchten wir uns zunächst einen Platz am „Lido Delphinus“
und erfrischten uns im Pool. Das Leben kann manchmal so was von schön
sein! Gerald verzog sich dann irgendwann zum Lesen und
Cappuccino-trinken, während ich einfach nur die Sonne genoss bis es
Zeit war, mich für das Abendessen umzuziehen. Vor dem Essen gönnten
wir uns noch einen Kaffee in der Schokobar und waren dann pünktlich
um 18.45 Uhr zur 1. Tischzeit im Restaurant „Taurus“. Dort
lernten wir auch unsere Tischnachbar aus Hessen kennen und ich machte
mich auch gleich ziemlich unbeliebt. Dachten die wirklich, ich würde
vor Ehrfurcht erstarren, weil sie schon 3 (!!!!) Kreuzfahrten gemacht
haben?? Pffffff... Wirklich warm wurden wir bis zum Ende der Reise
nicht, dafür aber verleihe ich ihnen hiermit den Titel „schlechteste
und sparsamste Tischnachbarn ever“. Aber mit unseren Kellnern
klappte es aber von Anfang an perfekt und das ist in meinen Augen
wichtiger.
So ein
ausgiebiges Abendmahl macht natürlich durstig und daher machten wir
es uns danach an der hinteren Poolbar bequem. Um 21 Uhr hieß es
„Leinen los“ und unser Schiff setzte Kurs auf St. Maarten, das
ultimative Highlight unserer Reise. Später gingen wir noch in die
Schokobar und in die Pianobar „Antares“, wo allerdings nichts los
war. Nachdem sich Gerald Richtung Bett verzogen hatte, zog ich mit
Jens noch weiter in die Grand Bar „Elettra“. Dort steppte der Bär
(und der Neger mit der Gurke^^), trotzdem war nach einem Cocktail bei
mir Ende im Gelände und ich lies mich nach einer letzten Kippe auf
unserem supergeilen Balkon sanft in den Schlaf schaukeln.
(2)
29.04.2012
– Philipsburg / St. Maarten
Jetlag
sei dank war ich bereits um 7 Uhr hellwach und bequemte mich auch
gleich auf Deck 9 zum Frühstücken und anschließendem „Frühsport“
im zentralen Pool. An diesem Morgen waren die Wellen im Pool noch
heftiger als am Vortag und wir hatten Spaß ohne Ende (und wurden
dabei von zahlreichen Passagieren fotografiert). Pünktlich um 11 Uhr
war es Zeit für die Mittagsfütterung (lecker Sauerbraten), eine
Stunde später legte die Costa Luminosa im Hafen von Philipsburg, dem
Hauptort des niederländischen Teils der Karibikinsel Stint
Maarten/Saint-Martin, an und wir waren bereit für den Landgang.
Nachdem
wir ein paar Fotos von der Celebrity Summit und der Nordaam, die mit
uns im Hafen lagen, gemacht hatten, organisierten wir uns ein Taxi
und ließen uns zum Maho Beach fahren. Im Gegensatz zu unserem
letzten Besuch auf der Insel war kaum Verkehr und daher erreichten
wir unser Ziel bereits nach ca. 20 Minuten Fahrt. (Ab 3 Personen
kostet die Fahrt 9 $ p.P.) Auch wenn jemand kein Flugzeug-Fan ist so
lohnt sich ein Besuch des berühmten Strands am Princess Juliana
Airport auf alle Fälle. Wo kann man sonst im warmen türkisen Wasser
schwimmen, während einem ein Flieger nach dem anderen über den Kopf
donnert. Und dieses Mal hatten wir wirklich Glück, es herrschte
reger Verkehr und ich kam kaum mit dem Fotografieren mit (u.a. hatten
wir das Vergnügen, zwei 747 beim Start und eine A340-500 bei der
Landung zu sehen).
Wir
hatten uns eine Liege gemietet und dort unsere Sachen geparkt,
während wir im Wasser unseren Spaß hatten. Eine der größeren
Wellen spülte dann auch einen seeeeehr seltenen weißen Nippelwal an
den Strand. Muhahahaha! Und immer wieder musste ich aus dem Wasser
raus, um Fotos von landenden oder startenden Flugzeugen machen.
Natürlich
durfte auch ein Besuch in der „Sunset Bar“ nicht fehlen, wo
deutlich mehr Betrieb als beim letzten Mal herrschte. Dort wurden wir
auch Zeuge eines kleinen Verkehrsunfalls. (Einer der Fahrer hatte
wohl nicht gehupt^^). Passiert war nicht wirklich viel, dennoch
rückte die Polizei an. An einem Sonntag arbeiten... pfffff... als
„Entschädigung“ gab es für die Gesetzeshüter später dann auch
einen Cocktail. In der Karibik ist manches einfach anders ;) Als dann
auch noch ein DJ begann, Musik aufzulegen, wollte ich gar nicht mehr
weg. Aber leider endete dieser perfekte Nachmittag schon um 15.30 Uhr
als uns unser lustiger Fahrer vom Taxi Nr. 9 wieder abholte. Auf der
Fahrt zurück zum Hafen hatten wir viel Spaß und am Ende machten wir
auch noch ein paar Fotos mit ihm.
So schön unser Ausflug auch gewesen war, eine sehr nervige Kleinigkeit muss ich allerdings dennoch anmerken: Am Ende war ÜBERALL Sand!!! In den Rucksäcken, in den Schuhen, in den (Bade)Klamotten, ja sogar in der Arschfalte!!!! :D
So schön unser Ausflug auch gewesen war, eine sehr nervige Kleinigkeit muss ich allerdings dennoch anmerken: Am Ende war ÜBERALL Sand!!! In den Rucksäcken, in den Schuhen, in den (Bade)Klamotten, ja sogar in der Arschfalte!!!! :D
Bevor
wir wieder an Bord gingen musste ich mich natürlich noch durch die
Geschäfte im Hafen wühlen, dazu war beim letzten Mal keine Zeit
gewesen. Und dann war es dringend an der Zeit für eine Dusche (nun
war auch das Bad voller Sand^^) und ein bisschen Entspannung auf dem
Balkon (Das große Rätsel um die Möwe Bruno^^). Um 18 Uhr nahmen
die Costa Luminosa Kurs auf die Dominikanische Republik und wir
nahmen Kurs auf die Bar „Libra“, um dort den Abend mit einem
Frozen Margarita bzw. Spritz zu beginnen. Nach einem leckeren
Abendessen (u.a. gab es Lachs) gönnten wir uns einen Kaffee in der
Schokobar, bevor wir es uns in der hinteren Poolbar bequem machten.
Leider begann es im Laufe des Abends/der Nacht zu regnen, richtig
abgekühlt hat es aber nicht. Ich liebe diese karibische Schwüle!
^^
Wir hatten beschlossen, einen eher ruhigen Abend einzulegen, und verzogen uns (mal wieder) relativ früh (jedenfalls für meine Verhältnisse^^) in unsere Kabine – inkl. eines kleinen Mitternachtssnacks in Form von zwei Pizza-Stücken.
Wir hatten beschlossen, einen eher ruhigen Abend einzulegen, und verzogen uns (mal wieder) relativ früh (jedenfalls für meine Verhältnisse^^) in unsere Kabine – inkl. eines kleinen Mitternachtssnacks in Form von zwei Pizza-Stücken.
(2)
30.04.2012
- La Romana / Dominikanische Republik
Und
wieder ein Morgen, an dem ich für meine Verhältnisse viel zu früh
wach war... das hatte allerdings den Vorteil, dass ich den tollen
Sonnenaufgang um 6.29 Uhr auf unserem Balkon genießen konnte. Der
Rest des Vormittags verlief dann auch wieder nach dem bekannten
Schema ab: Frühstück, Frühsport im Pool, Mittagessen. An diesem
Tag gab es im Buffetrestaurant u.a. Muscheln (und was für riesige
Geräte^^). Lecker!!
Gegen 12
Uhr parkte die Costa Luminosa im Hafen von La Romana, der
viertgrößten Stadt der Dominikanischen Republik, ein. Meine
Recherche im Internet vor der Fahrt hatte mich zu dem Schluss
geführt, dass man die Stadt wohl nicht unbedingt gesehen haben muss.
Dafür hatte ich bei Costa einen Ausflug entdeckt, der sehr
vielversprechend klang. Und genau dieser wurde dann im Vorfeld auch
gebucht.
Pünktlich
um 12.30 Uhr fanden wir uns am Treffpunkt für unseren Ausflug „Insel
Saona und die Naturpools“ in der Grand Bar ein und waren gespannt,
was uns wohl erwarten würde. Und unsere Erwartungen wurden mehr als
übertroffen!
Als wir von Bord gingen lag neben der Luminosa schon unser Schnellboot (ca. 10m lang, Platz für 20 Passagiere, zwei 200 PS-Motoren) und mir wurde beim Einsteigen in diese kleine Nussschale im ersten Moment etwas komisch zu Mute. Das legte sich aber nach wenigen Minuten und als der Kapitän die Motoren startete hatte ich bereits ein fettes Grinsen im Gesicht. Ich genoss jede Sekunde der rasanten Fahrt entlang der Küste, ganz im Gegensatz zu einigen anderen Passagieren. Nach einiger Zeit war ich zwar komplett durchnässt, aber bei jedem Wasserschwall, der mich traf, wurde mein Grinsen breiter. Und ich hoffte inständig, dass das Wasser nicht mit dem Mittagessen der Französin schräg vor mir versetzt war. Lesen manche Leute eigentlich die Beschreibungen der Ausflüge nicht oder ist es ihnen egal, frei nach dem Motto „wird schon gut gehen“? Dort steht nämlich u.a.: „Dieser Ausflug ist nicht für Gäste geeignet die unter Seekrankheit leiden. Gästen mit Rücken/Nackenverletzungen, Herzerkrankungen und Schwangerschaft wird von diesem Ausflug abgeraten. Sie müssen in einer guten körperlichen Verfassung sein und gut schwimmen können.“ Da sollte eigentlich jedem Deppen klar sein, dass es auf der Fahrt so richtig zur Sache geht. Aber egal, mir hat es gefallen und ich genoss jede Sekund und die Französin hat den Inhalt ihres Magens letztendlich doch bei sich behalten.
Als wir von Bord gingen lag neben der Luminosa schon unser Schnellboot (ca. 10m lang, Platz für 20 Passagiere, zwei 200 PS-Motoren) und mir wurde beim Einsteigen in diese kleine Nussschale im ersten Moment etwas komisch zu Mute. Das legte sich aber nach wenigen Minuten und als der Kapitän die Motoren startete hatte ich bereits ein fettes Grinsen im Gesicht. Ich genoss jede Sekunde der rasanten Fahrt entlang der Küste, ganz im Gegensatz zu einigen anderen Passagieren. Nach einiger Zeit war ich zwar komplett durchnässt, aber bei jedem Wasserschwall, der mich traf, wurde mein Grinsen breiter. Und ich hoffte inständig, dass das Wasser nicht mit dem Mittagessen der Französin schräg vor mir versetzt war. Lesen manche Leute eigentlich die Beschreibungen der Ausflüge nicht oder ist es ihnen egal, frei nach dem Motto „wird schon gut gehen“? Dort steht nämlich u.a.: „Dieser Ausflug ist nicht für Gäste geeignet die unter Seekrankheit leiden. Gästen mit Rücken/Nackenverletzungen, Herzerkrankungen und Schwangerschaft wird von diesem Ausflug abgeraten. Sie müssen in einer guten körperlichen Verfassung sein und gut schwimmen können.“ Da sollte eigentlich jedem Deppen klar sein, dass es auf der Fahrt so richtig zur Sache geht. Aber egal, mir hat es gefallen und ich genoss jede Sekund und die Französin hat den Inhalt ihres Magens letztendlich doch bei sich behalten.
Zwischendurch
gab es immer mal wieder einen kleinen Stop, bei dem uns unser Führer
ein bisschen über Land und Leute erzählte. Der gute Mann sprach
sogar Deutsch, womit ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte. Wäre
aber auch nicht notwendig gewesen, da wir die einzigen Deutschen an
Bord waren und seine Erläuterungen in den anderen Sprachen auch ganz
gut verstanden. (Seit wann verstehe ich eigentlich Spanisch????^^)
Und dann erreichten wir die Naturpools... Vor der Reise hatte ich
mich immer wieder gefragt, was denn wohl diese „Naturpools“ sein
würden und irgendwie hatte ich in meinem Kopf Bilder von
Wasserlöchern inmitten großer Steine. Damit lag ich aber so was von
falsch! (Warum ich nicht einfach Google befragt hatte ist mir ein
Rätsel, aber so war die Überraschung halt perfekt!^^) Unser Boot
hielt mitten im Meer bei einer Sandbank und dann hieß es „alle
Mann von Bord“. HAMMER!!! Das Wasser war kristallklar, ca. 1m tief
und total warm (später noch wärmer^^). Nun war mir auch klar, warum
es in der Ausflugsbeschreibung geheißen hatte, dass man Badekleidung
anziehen soll. Gerald sprang als erster ins Wasser („Sehr gut, ich
muss eh ******!“ Muhahahaha!) und auch ich zog in
Rekordgeschwindigkeit meine Klamotten aus und lies mich von Bord
fallen.
Fröhlich
planschten wir herum und bewunderten die Seesterne, die uns gezeigt
wurden - anfassen wollte ich sie allerdings dann aber doch nicht.
Unsere Boot-Crew verteilte auch noch Rum und Cola, womit wir alle
gemeinsam anstießen. Einfach unbeschreiblich schön, wir mitten im
türkisen Meer mit einem Becher Rum-Cola in der Hand... was braucht
man mehr... Jens testete auch noch eine ganz spezielle Mischung, die
allerdings nicht zu empfehlen ist: Rum mit Cola, Salzwasser und Pipi.
Höhöhö! Über eine etwas wackelige Leiter kletterten wir wieder
aufs Boot und dann ging es weiter zur „Isla Saona“. Die Insel ist
ca. 110 km² groß und steht unter Naturschutz. Angeblich gibt es
hier die schönsten Strände der Dominikanischen Republik, was ich
durchaus mal glaube. Unser Strand war in meinen Augen jedenfalls
perfekt und nachdem wir unsere Sachen auf Liegen geparkt hatten waren
wir auch schon wieder im Wasser. (inkl. Hummi und Erika; und auch der
Nippelwal wurde wieder an Land gespült^^) Am liebsten hätte ich die
Zeit angehalten! Die Sonne, der Strand, die Palmen und v.a. das warme
Wasser... herrlich!
Auch für
das leibliche Wohl war gesorgt, man konnte sich für 30 $ eine
Languste grillen lassen und Getränke gab es kostenlos an einer Bar.
(Nur der Vollständigkeit halber, ein paar Souvenirbuden und
Toiletten waren auch vorhanden) Da wir mittags ja ausgiebig gegessen
hatten verzichteten wir auf das Tier vom Grill, Durst allerdings
hatten wir schon. Und so okkupierten wir nach unserem Badevergnügen
einen der Holztische unter den Palmen und steuerten die Bar an, wo
wir uns mit „karibischem Champagner“ eindeckten. Ich hatte zuvor
noch nie Rum mit Sprite getrunken und muss echt sagen, feine Sache!
Lässt sich gut trinken und macht ein gutes Gefühl im Kopf. Es blieb
auch natürlich nicht bei einem Becher und auch der Blödsinn mit den
Leuten hinter der Bar lies nicht lange auf sich warten. (Gerald
fistet mit dem „Schwulen“^^) Wir kamen dann auch noch in den
Genuss von (bayrischen) Trink- und anderen Sprüchen wie z.B. „Was
ist rot und kann kein Deutsch? FC Bayern“. Und das alles von einem
Schwarzen mitten in der Karibik! Ich hielt mir vor Lachen immer noch
den Bauch als wir leider und nur unter Protest als letzte wieder in
unser Schneeboot kletterten. Anscheinend hatte keiner der anderen
Passagiere mehr Lust auf die Plätze ganz vorne und so saßen wir
dort (auf der Hinfahrt waren wir ganz hinten). Glücklich und mit der
Welt zufrieden genoss ich den Wind und das Wasser, das mir permanent
ins Gesicht spritze und war traurig, als wir den Hafen von La Romana
erreichten. Einer der besten Ausflüge, die ich jemals bei Costa
gebucht hatte, war zu Ende und ich muss abschließend sagen, dass er
jeden einzelnen Cent wert war.
Wieder
an Bord der Luminosa duschten wir uns schnell, beobachteten kurz die
Port Security bei der „Arbeit“ und gingen zum Abendessen. So ein
Tag im und auf dem Wasser macht wirklich hungrig! Danach gönnten wir
uns einen Kaffee in der Schokobar bevor wir es uns an der Bar Lido
Dorado bequem machten. Ich staunte nicht schlecht als mich einer der
Kellner darauf ansprach, dass er mich von der Costa Pacifica her
kannte. Und wirklich, ich konnte mich nach einigem Nachgrübeln auch
an ihn erinnern. Hach, es ist doch immer wieder schön, alte Bekannte
zu treffen. Und der Kellner sollte auch nicht der einzige in dieser
Nacht bleiben, später trafen wir noch auf den Chefanimateur Elvis,
den wir ebenfalls auf der Pacifica kennen gelernt hatten. Ich war in
richtiger Feier-Laune und da traf es sich gut, dass am Pool die
„Tropische Party“ statt fand. Neben Musik und Animation gab es
auch zahlreiche Eisskulpturen zu bewundern und ein tropisches Buffet
zu plündern. Gut abgefüllt mit Tequila Sunrise ging ich irgendwann
mit Gerald zurück auf unsere Kabine und dort köpften wir noch die
Flasche Sekt vom CostaClub.
(3)
Fortsetzung folgt...










