Gekreuzte Säbel und Wacholder (1)

„Faszination Ägäis“ mit der MS Europa 2
vom 30.04. bis 07.05.2016



Dieser Reisebericht beinhaltet meine persönlichen Erlebnisse und Gedanken während unserer Kreuzfahrt mit der MS Europa 2 durch die Ägäis im April/Mai 2016. Wer technische Details bzw. landeskundliche Informationen sucht möchte bitte die einschlägigen Internetseiten aufsuchen.

Vorfreude auf unser „Projekt 16“

Irgendwann im Jahr 2014 (oder war es noch früher) blickte ich mal wieder nachdenklich auf mein bisheriges Leben und v.a. auf meine Beziehung mit Gerald zurück – auf die wunderschönen Momente, die wir gemeinsam erleben durften, aber auch auf die Schicksalsschläge, die wir durchstehen mussten. Dabei hatte ich dann plötzlich eine Idee: Wenn wir zehn Jahre Ehe geschafft hatten und dann immer noch glücklich waren, dann wollte ich noch einmal „ja“ sagen und zwar an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Eines Abends nach ein paar Bierchen erzählte ich Gerald von meinem Plan und er war sofort begeistert, wahrscheinlich weil ich ihm die Wahl des Schiffs überließ – ein Fehler? Ohne lange zu überlegen kam es nämlich wie aus der Pistole geschossen: Wenn wir das machen, dann nur auf der MS Europa 2! Und so war unser „Projekt 16“ geboren.
In den folgenden Monaten wurden Kataloge gewälzt, Informationen über das Schiff gelesen und wieder und wieder der Kontostand geprüft. Es kamen v.a. bei mir Zweifel auf und verschwanden wieder. Sollten wir wirklich so viel Geld für eine Kreuzfahrt ausgeben? Ist es das wirklich wert? Würde uns das Schiff und sein Konzept überhaupt zusagen? Welche Route denn eigentlich? Wir sind doch verrückt, überhaupt darüber nachzudenken – wobei, warum eigentlich nicht? …
Nach unserer traumhaften Fahrt um Westeuropa herum mit der Costa Luminosa war es dann im Juni 2015 soweit – die Route war gefunden, die Finanzierung gesichert und der Verwirklichung von „Projekt 16“ stand nichts mehr im Weg. Im Reisebüro unseres Vertrauens, dem TUI ReiseCenter im Donaueinkaufszentrum in Regensburg, buchten wir für Mai 2016 die Fahrt „Faszinierende Ägäis“ mit der MS Europa 2 und würden somit unseren 10. Hochzeitstag auf Geralds Traumschiff verbringen und sogar Santorin, das schon ewig auf meiner Wunschliste stand, sollte auf unserer Route sein.
Ich war mir lange Zeit immer noch nicht ganz sicher, ob unsere Entscheidung richtig war und ein paar Wochen vor der Abreise stieg auch meine Nervosität als wäre es meine erste Kreuzfahrt. Es mussten auch noch passende Klamotten gekauft und der Ablauf unserer Zeremonie geplant werden, was ganz toll per Email geklappte. Und dann war es so weit, die Koffer waren gepackt und wir waren bereit, nach elf Kreuzfahrten mit Costa „Neuland“ zu betreten. 



30.04.2016 – Piräus / Griechenland

Pünktlichst um 8 Uhr wurden wir vom netten Fahrer der Firma „airportLiner“ abgeholt und sicher zum Flughafen München gebracht (auch etwas Neues, aber nach der schrecklichen Rückfahrt im Jahr zuvor mit der Firma Rosenmeier wollten wir diese im Moment nicht in Anspruch nehmen). Dort wurde es erst einmal leicht chaotisch und planlos – so ganz hatten wir die automatische Gepäckaufgabe (nachdem wir sie endlich gefunden hatten) nicht im Griff und dann war auch noch das Abflugsgate geändert worden, was wir erst auf Nachfrage erfuhren. Aber letztendlich schafften wir es nach einem kurzen Sprint durch das neue Terminal gerade noch rechtzeitig zu unserem Flug. Unser Airbus A321 der Lufthansa startete pünktlich um 11 Uhr und brachte uns auf einem ruhigen, ereignislosen Flug mit passablem Mittagessen nach Athen, wo wir um 14.20 Uhr (Ortszeit) landeten. Bei der Gepäckausgabe warte auch keine böse Überraschung, sondern unsere drei Koffer auf uns, die wir auch gleich bei den Gepäckträgern wieder abgaben. Die Suche nach unserem Bus gestaltete sich dann auch nicht besonders schwierig, da nette Leute mit „MS Europa 2“-Schildern uns den Weg wiesen.
Auf unserer kleinen Stadtrundfahrt durch Athen bekamen wir allerhand Informationen über Griechenland und Athen von unserem Reiseleiter, wobei er leider meiner Meinung nach viel zu viel über die aktuelle Krise lamentierte. Aber egal, Kopfhörer in die Ohren und Musik an. Es folgt noch ein fast einstündiger Halt, bei dem wir einen Blick auf die Akropolis werfen konnten und natürlich etliche Informationen darüber erhielten. Das war mir aber irgendwann zu viel, ich wollte einfach nur aufs Schiff, und Gerald und ich machten es uns auf einer Bank bequem und beobachteten lediglich das Treiben um uns herum bis es endlich weiter ging.
Gegen 17 Uhr erreichten wir den Hafen von Piräus und wurden mit einem Shuttlebus zur Europa 2 gefahren, die etwas abseits lag. Kleiner Fauxpas am Rande: Eine nette Dame von Hapag-Lloyd trug mir meinen Reisepass, den ich bei der Sicherheitsüberprüfung im Hafenterminal liegen gelassen hatte, in den Duty free-Laden nach.
Dann lag sie vor uns, unser „Traumschiff“ - die MS Europa 2! Mein Gatte und ich stiegen als erste aus dem Bus und anstatt wie geplant erst einmal 100 Fotos zu machen, schritt ich an den Crewmitgliedern vorbei, die Spalier standen, und fühlte mich wie eine Königin (mit Tarnhose). Freundlichst wurden wir von David Wilms, dem Kreuzfahrtdirektor, mit Handschlag begrüßt, gingen die Gangway hoch und betraten das Schiff, wo uns Hotel Manager Johann Schrempf willkommen hieß. Eine nette Dame von der Crew nahm sich auch gleich unser an und führte uns durchs Foyer zur eigentlichen Einschiffung („Nein danke, Sie müssen uns unser Handgepäck nicht abnehmen.“), die keine drei Minuten dauerte. Es wurden lediglich unsere Reisepässe registriert und eine neue Bordkarte mit unserer Suitennummer ausgestellt (wir hatten „nur“ eine Garantie-Suite gebucht). Dann sah ich mich im Foyer um, wo gut gelaunte Passagiere plaudernd Häppchen und Champagner genossen. Ich kann nicht mehr sagen, was in diesem Moment in meinem Kopf vorging, ich stand einfach nur mit heruntergeklapptem Kiefer da. So ging es mir zuletzt auf unserer allerersten Kreuzfahrt! Wir verzichteten auf eine Stärkung, auch wenn der Schampus-Mann ein bisschen enttäuscht wirkte, und ließen uns gleich zu unserer Suite Nummer 718 bringen („Nein danke, Sie müssen unser Handgepäck wirklich nicht tragen!!“).
Langsam erwachte aus meiner Trance und begann unser neues Zuhause zu inspizieren und zu fotografieren und entdeckte immer neue interessante Details. Den Aschenbecher fand ich auch ziemlich schnell und machte es mir dann erst einmal auf dem Balkon... ähm, der Veranda bequem. Natürlich hatte ich mich im Vorfeld ausführlich im Internet über die Ausstattung der Suiten informiert – uns wurde übrigens eine sogenannte „Veranda Suite“ zugeteilt – trotzdem war ich beeindruckt als ich das alles mit eigenen Augen bestaunen konnte. 



Exkurs: Unsere Veranda Suite Nummer 718

An dieser Stelle möchte ich ein bisschen über unsere Kabine... ähm Suite erzählen und zwar über all die netten „Extras“, die mir besonders aufgefallen sind bzw. die ich im Laufe der Fahrt zu schätzen lernte. Allgemeine Infos findet jeder auf der Homepage von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Wir hatten eine Garantie-Suite (also „billig“) gebucht und erhielten wie bereits erwähnt eine sogenannte „Veranda Suite“ der Kategorie 3 auf Deck 7. Als erstes fiel mir neben der für mich beeindruckenden Größe (Wohnbereich 28 m², Veranda 7 m²) die nette „Begrüßung“ in Form einer Flasche Champagner, Erdbeeren sowie Schoki- und Gebäckzeug ins Auge. Die Einrichtung ist zweckmäßig und qualitativ hochwertig (v.a. die zig Schubladen sind äußerst praktisch und man bekommt mit Sicherheit auch das Gepäck für eine Weltreise problemlos unter). Eigentlich hatte ich ja auf eine „Ocean Suite“ mit Tageslicht im Bad und separater Toilette gehofft, aber letztendlich war ich froh über unsere Suite mit ihrem großen, begehbaren Kleiderschrank, der uns viel Freude bereitete (Was im Kleiderschrank passiert, bleibt auch im Kleiderschrank!!). In diesem befanden sich u.a. auch flauschige Wolldecken und eine Strandtasche (ausdrücklich zum Behalten). Erwähnenswert ist natürlich auch noch das Tablet (praktisch, wenn man am Pool die Speisekarten für den Abend checken kann) und die drei (!!) Telefone – ein „normales“ mit Touch-Display, ein tragbares und dann noch eins im Bad (wohl zum Ordern von Häppchen, wenn es am Topf mal wieder länger dauert). Das Bad ist angenehm groß und die Dusche verfügt über einen zusätzlichen Regenduschkopf und natürlich gibt es eine Sitzmöglichkeit. Die Badewanne haben wir nicht genutzt. Statt eines festinstallierten Föhns im Wohnbereich mit mäßiger Blasewirkung wie in den normalen Kabinen bei Costa, gibt es einen im Bad und einen weiteren im Wohnbereich – jeweils absteckbar und mit ordentlich Power. All dies braucht man natürlich nicht, um glücklich zu sein, aber es macht den Aufenthalt doch noch ein bisschen angenehmer – besonders die kostenlose Minibar! 



Nachdem wir ein wenig relaxt, unsere Sachen verstaut und uns frisch gemacht hatten (aka scheißen) stand der erste und auch einzige wichtige Termin des Abends auf dem Programm. Um 18.30 Uhr ertönte das Notfallsignal und wir begaben uns mit angelegter Rettungsweste (schöner, warmer, flauschiger, blauer Kragen) zur obligatorischen Rettungsübung. Diese wird je nach Reederei auf unterschiedliche Weise durchgeführt, bei Costa z.B. geht man auf den uns bekannten Schiffen mit Rettungsweste und Drillcard zu seiner Musterstation und wird ordentlich bei den Rettungsbooten aufgereiht. Dann erfolgt eine Erläuterung in mehreren Sprachen. Auf der Europa 2 wird man ebenfalls mit Weste zur Sammelstation gebeten – für uns war das B4 auf Deck 9 beim Pool. Wir wurden von der Sicherheitschefin begrüßt und es folgten die bereits bekannten Ausführungen zum Verhalten im Notfall und allgemeine Sicherheitshinweise. Alles in total entspannter Atmosphäre, aber mit dem notwendigen Ernst (und keiner musste das Pfeifferl testen!!). Ich begann dabei den wärmenden Kragen der Rettungsweste zu verfluchen, weil ich damit schwitze wie in der Sauna. Aber all zu lange dauerte es ja nicht und wir konnten bald wieder zurück in unsere Kabi... ähm Suite. (Für die nicht-deutschsprachigen Passagiere gab es eine separate „Übung“.) Dort lauschten wir auch einige Zeit später der Durchsage unseres Kapitäns Christian van Zwamen. Er begrüßte natürlich erst einmal alle Passagiere an Bord bevor er uns über eine Änderung der Route informierte. Aufgrund der Wettervorhersage würden wir am kommenden Tag Santorin anlaufen (statt des geplanten Seetags) und anschließend 1,5 Tage in Rhodos verbringen. Tja, dann würde ich wohl eher als ursprünglich geplant ins Bett gehen müssen, was mir auch ganz recht war. Hauptsache wir würden nach Santorin kommen – an welchem Tag war egal! 


Langsam machte sich ein größeres Loch in meinem Magen bemerkbar und nach einem kurzen Rundgang über die oberen Decks steuerten wir den „Yacht Club“, das Buffetrestaurant, auf Deck 9 an. Mit einem Aperitif in der Hand verschafften wir uns erst einmal einen Überblick bevor wir uns ein nettes Plätzchen am Fenster sicherten. Natürlich hatte ich bei meiner Recherche im Vorfeld der Reise auch Fotos vom Essensangebot im Yacht Club gesehen, aber als ich mit eigenen Augen das Buffet mit den Hummern, Austern, Königskrabben und anderen Leckereien aus dem Meer sah, klappte mir natürlich erst mal der Kiefer nach unten. Wow! Jaaaaa, das kann man bei diesem Preis auch erwarten, aber für mich ist ein solcher Anblick eben keine Selbstverständlichkeit und das ist auch gut so.
Auch wenn ich abends eigentlich doch ein mehrgängiges Menu in einem Bedienrestaurant bevorzuge so war ich froh, dass wir uns am ersten Abend letztendlich doch für den Yacht Club entschieden hatten, ich war nämlich ziemlich fertig. Nicht wegen der „stressigen“ Anreise, nein, ich war völlig geplättet von den vielen Eindrücken in dieser für mich „neuen Welt“. Und außerdem kann man den Yacht Club definitiv NICHT mit einem „Standard-Buffetrestaurant“ vergleichen. Das war schon ein ganz anderes Kaliber.
Ich begann meine kulinarische Reise durch die Unmengen an Köstlichkeiten mit einer „kleinen“ Auswahl vom kalten Buffet – Meeresfrüchtesalat, ein paar Muscheln etc. sowie einem Limetten-Lachstatar im Palmblatt. Als Hauptgang folgte ein in Meersalzkruste gebackener Lachs (fangfrisch aus Piräus!!!) mit ein paar neuen Kartöffelchen und zum Abschluss gönnte ich mir noch Kräuterricotta mit Basilikumtomaten. Dazu gab es ein Gläschen vorzüglichen Weißwein. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass alles gemundet hat und keine Angst, ich werde hier nicht alles haarklein beschreiben, was ich im Laufe unserer Fahrt alles in mich hineingestopft habe, das würde den Rahmen dieses Berichts definitiv sprengen. Aber ab und zu sei es mir doch gestattet, meine Menüauswahl etwas näher zu beschreiben. 


Satt und gut gelaunt gingen wir gegen 21 Uhr in die berühmt-berüchtigte „Sansibar“ ein Deck tiefer, um uns bei angenehm chilliger Musik den ersten Cocktail der Reise zu gönnen. Für mich gab es natürlich einen Tequila Sunrise und für Gerald einen Gin Tonic. Im Anschluss erkundeten wir noch ein wenig das Schiff, v.a. Deck 4, wo sich neben der Rezeption auch das Restaurant „Weltmeere“ und die Spezialitätenrestaurants „Serenissima“, „Elements“, „Tarragon“ sowie das Herrenzimmer, der Jazzclub und das Theater befinden. Den Juwelier „Wempe“ versuchten wir zu ignorieren, das Angebot dort entsprach nicht wirklich unserem Kreditkartenlimit (er war außerdem geschlossen, da wir uns ja noch im Hafen befanden), an der Scheibe der Boutique drücken wir uns dann aber doch die Nasen platt. Interessant fanden wir auch die handgezeichnete Karte unserer Route beim Foto Shop, bei dem man übrigens seine gewünschten Fotos auf einem Bildschirm auswählt (keine zig ausgedruckten Bilder, die am Ende im Müll landen!!).
Später zog es uns wieder in die Bar mit den gekreuzten Säbeln, wo DJ SQ mit angesagten Hits zum „Tanz in den Mai“ animierte. Pünktlich zum Ablegen gegen 23 Uhr stand ich an der Reling und konnte es irgendwie immer noch nicht glauben, dass wir wirklich an Bord der Europa 2 waren. Ein Traum war Wirklichkeit geworden! 


Da aber weder Gerald noch ich großartig Lust auf Party hatten und am nächsten Tag unser gebuchter Ausflug auf Santorin auf dem Programm stand verzogen wir uns bald auf unsere Ka... ähm Suite, wo Nina und Sheila alles für die Nacht vorbereitet hatten und auch ein „Betthupferl“ auf uns wartete. 

Temperaturen bis 24°C, sonnig
Im Hafen: Crystal Symphony, Ocean Majesty, Star Clipper, Aegean Odyssey
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01.05.2016 – Santorin (Thira) / Griechenland

Ich war bereits vor 7 Uhr hellwach und machte mich als erstes auf den Weg ins Bad, wobei ich natürlich prompt, wie bereits einige Male am Tag zuvor schon, in unserem begehbaren Kleiderschrank landete. Ging ja gut los! Hahahaha! Vom Balkon oder besser gesagt von unserer Veranda aus verfolgt ich wie die Europa 2 durch die Caldera von Santorin fuhr und begab mich dann mit meinem Gatten auf kleine Fototour über die Außendecks und anschließend zum Frühstücken in den Yacht Club. Das Buffet ließ wie erwartet keine Wünsche offen – alleine die Auswahl an Semmeln überforderte mich – und wir wurden von unserem netten Kellner mit Cappuccino, frisch gepressten Säften und Eierspeisen versorgt. Am Ende wollte er uns noch etwas ganz besonders Gutes tun und so hatten wir um 8.15 Uhr ein Glas Champagner in der Hand. Daran könnte ich mich echt gewöhnen!
Wir hatten bereits im Vorfeld zwei Ausflüge bei Hapag-Lloyd gebucht, einen davon auf Santorin. Und so machten wir uns nach dem Frühstück gemütlich auf den Weg zum Jazzclub, wo um 9.10 Uhr der Treffpunkt für den „Foto-Spaziergang durch Thira mit Pavel Kaplun“ war. Anstatt der von Costa gewohnten Hektik inkl. Gebrülle in Funkgeräte herrschte hier angenehme Ruhe und freundlichst wurden wir nach kurzer Wartezeit zum Tender gebeten. Leider handelte es sich dabei um ein lokales Boot und so konnte ich das Gerücht über die angebliche Toilette in den Rettungsbooten der Europa 2 nicht verifizieren. Schade! Aber vielleicht würde sich ja noch eine Gelegenheit dazu im Laufe der Reise ergeben.
Nach kurzer Fahrt gingen wir an Land und unsere Ausflugsleiter stellten sich der Gruppe vor. Da war natürlich Pavel Kaplun selbst („Chemiker aus Russland, Sprengstoffexperte, Monteur, Kunststipendium, Designer bei einer Porzellanmanufaktur, um schlussendlich dort zu landen, wo das Herz schlägt – der Fotografie und Bildbearbeitung. Nicht der Technik wegen, sondern um Menschen zu begeistern und zu inspirieren.“ Quelle: http://www.kaplun.de), seine Frau und rechte Hand Olga sowie Miho Birimisa, Co-Geschäftsführer des gemeinsamen Kreativstudios. Hinzu kam noch ein lokaler Führer, der uns über die Geschichte der Insel und allerhand anderes Wissenswertes erzählte.
Von der Anlegestelle aus fuhren wir mit der Seilbahn ins Zentrum von Thira, das oben auf dem Kraterrand in rund 300 m Höhe liegt. Uns erwartete das typische Bild, das man mit Santorin verbindet: schneeweiße Häuser, blaue Kuppeln und ein atemberaubender Blick über die Caldera, wo u.a. auch „unsere“ Europa 2 lag. Gut gelaunt mit der Kamera im Anschlag spazierten wir los – immer auf der Suche nach den besten Motiven. Dabei gab es immer wieder Informationen von unserem griechischen Begleiter und natürlich zahlreiche Tipps zur Technik, Motivauswahl und Bildgestaltung von unseren Fotoprofis. Ich hatte im Vorfeld Bedenken, dass ich mit meiner Canon PowerShot SX50 HS und meiner Vorliebe für die automatische Einstellung belächelt werden würde, aber das war keineswegs der Fall. Ich brauchte mich neben den teuren Objektiven nicht verstecken und fühlte mich sehr wohl. Besonders angenehm empfand ich, dass jeder Rücksicht auf den anderen nahm und nicht ständig jemand durchs Bild lief. (Kleiner Lacher am Rande: „Hol mal das große, weiße Ding raus!“) All zu viel möchte ich zu diesem Ausflug gar nicht mehr sagen, ich lasse lieber ein paar Fotos für sich sprechen. 






 
Insgesamt ist Thira genauso wie ich es auf vielen Bildern bereits gesehen und es mir vorgestellt hatte. Die Stadt mit ihren engen Gassen ist vom Tourismus geprägt (viele Hotels, Restaurants und Geschäfte von teuer bis Plunder) und mit Sicherheit sehr überlaufen, wenn ein paar große Pötte vor Anker liegen. Bei unserem Aufenthalt war es noch erträglich und bei strahlend blauem Himmel und gerade noch angenehmen Temperaturen konnten wir unseren Spaziergang und v.a. den gigantischen Ausblick so richtig genießen.
Gegen 12.30 Uhr löste sich unsere kleine Gruppe (17 Ausflugsteilnehmer zu Beginn) langsam auf, ein Teil wollte in der Stadt zu Mittag essen bzw. noch ein wenig spazieren oder shoppen gehen, uns zog es allerdings wieder Richtung Schiff, da Gerald doch ziemlich fertig war und sein Knie schmerzte. Ich war stolz auf ihn, dass er diesen langen Marsch durchgehalten hatte und ihm hatte es auch sichtlich Spaß gemacht. So fuhren wir erst einmal mit der Seilbahn wieder nach unten (auch wenn mein Gatte gerne einen Esel getestet hätte) und wir legten zunächst eine kleine Pause unter dem Europa 2-Sonnenschirm ein und das kostenlose Wasser tat unseren ausgetrockneten Kehlen richtig gut. Ich musste natürlich noch ein paar Mitbringsel organisieren und daher gingen wir wieder ein paar Meter zurück Richtung Seilbahn, wo ich den nächstbesten Souvenir-Shop plünderte. Wieder zurück beim Anlieger wartete bereits ein Tenderboot auf uns (wieder ein lokales, wieder kein Blick auf die angebliche Toilette) und in rasanter Fahrt ging es zurück zu unserem neuen Zuhause.
Wir schafften es gerade noch vor 14 Uhr in den Yacht Club, sonst hätten wir wohl verhungern müssen. Das ist natürlich Quatsch! Auf der Europa 2 ist noch niemand verhungert, das wurde uns jedenfalls von Seiten der Crew versichert, und wenn alle Stricke reißen bzw. mal alle Restaurants und Futterstellen geschlossen sein sollten, dann bleibt immer noch der Suitenservice. Den mussten wir allerdings nicht bemühen, da wir noch genug Meeresfrüchte am kalten Buffet fanden und uns der nette Mann vom Grill ein paar sehr leckere Jakobsmuschelspieße zubereitete. Mir stellte sich am Rande die Frage, ob man sich eigentlich an Jakobsmuscheln abessen kann. Nun, ich würde das in den nächsten Tagen wohl herausfinden. Das Buffet wird übrigens nicht pünktlichst geschlossen, sondern zuerst werden alle Gäste gefragt, ob es denn noch etwas sein darf. Und es wird auch bis zum Schluss immer nachgelegt, ein „hamm wa nich mehr“ scheint es auf diesem Schiff nicht zu geben. 


 
Während Gerald es sich nach dem Mittagessen auf einer Liege am Pool bequem machte spazierte ich ein bisschen durchs Schiff und v.a. über die Außendecks, um Fotos zu machen und ein paar Kalorien zu verbrennen. Verdammt! Dieses Schiff war einfach der Wahnsinn! 


Später am Nachmittag ermunterte ich meinen Gatten, mir bei einem Kännchen Tee im „Belvedere“ auf Deck 9 am Bug Gesellschaft zu leisten. Die Teeauswahl ist wirklich bemerkenswert und dazu gibt es Häppchen und süße Leckereien (ab 15 Uhr erweiterte Kuchen- und Tortenauswahl). Bei angenehmer Pianomusik genossen wir Darjeeling und Earl Grey (fragt mich jetzt bitte nicht nach der genauen Sorte) sowie kleine Köstlichkeiten mit Lachscreme und Roastbeef. 

 
Im Anschluss ging es zurück in unsere Suite, wo wir uns für das Abendprogramm vorbereiteten. Da war natürlich erst einmal die wichtigste Frage zu klären: Wohin wollen wir zum Essen gehen? Für eines der Spezialitätenrestaurants hatten wir keine Reservierung, also blieb die Wahl zwischen Yacht Club und dem À-la-carte-Restaurant „Weltmeere“, wobei letzteres schließlich den Zuschlag bekam.
Vor den Abendessen gingen wir aber zuerst auf einen Drink an die Pianobar, wo wir auch gleich einen interessanten kleinen Vortrag über Gin (passend zu unseren georderten Getränken) von der netten Barkeeperin bekamen. Und auch der Chef meldete sich wieder von der Brücke und informierte uns über die weitere Route, die Wettervorhersage und andere wichtige Dinge.
Als die Europa 2 gegen 20 Uhr Kurs auf Rhodos nahm, steuerten wir das Weltmeere an, wo wir auch gleich an einen Tisch für zwei Personen geleitet wurden. Im Weltmeere kann man sich sein Menü frei aus der wechselnden Tageskarte und der „normalen“ Karte zusammenstellen. Wer hier nichts findet ist selber schuld. Bei mir gab es: ein Kartoffelsüppchen mit Meeresfrüchte Spieß (der Gruß aus der Küche; liebe Grüße zurück), Beef Tatar mit Wachtelei als Vorspeise, als Zwischengang gegrillte Jakobsmuscheln auf Ratatouille und als Krönung der Völlerei ein gegrilltes Rinderfiletsteak mit Gemüse und Ofenkartoffel. Dann war ich kurz vorm Platzen und rundum zufrieden mit der Welt und v.a. dem Koch. Die Präsentation der Gerichte war sehr schön, der Geschmack vorzüglich und der Service nahe an der Perfektion. Was will man/frau mehr?!


Ab 22 Uhr stieg die große „Welcome Poolparty“ mit der Bordband „Ocean's Club“ auf Deck 9 und da mussten wir natürlich dabei sein. Also gingen (rollten?) wir nach dem Essen schnell in unsere Suite, um das passende Outfit anzuziehen, und dann konnte die Party auch schon losgehen. Natürlich war auch Kapitän Christian van Zwamen anwesend und stellte uns seine engsten Offiziere und verschiedene leitende Mitarbeiter vor. Musik, die zum Tanzen und Mitsingen einlud, gute gelaunte Menschen, die sich von der tollen Stimmung mitreißen ließen, freie Cocktails und der Nachschub schien nicht abzureißen, Snacks und Häppchen... auf der Europa 2 schien man zu wissen wie man so richtig feiert! Ich musste leider bei den Krabbenkügelchen abwinken, mein Magen war einfach voll. Bei einer Kippe draußen an der Reling - ich hätte drinnen auch rauchen dürfen, aber manchmal braucht frau einfach eine kleine Pause – wurde mir bewusst, dass ich endlich auf dem Schiff angekommen war. Ja, hier fühlte ich mich wohl, hier war ich zu Hause! 

 
Später gingen wir noch schnell zur Rezeption, um uns für das Gin Tasting am 04.05. anzumelden, von dem wir im Tagesprogramm gelesen hatten, und ließen anschließend diesen wunderschönen Tag in der Sansibar bei der „Poolparty Aftershow Night“ ausklingen. Was ich genau ich in dieser Nacht dem Kreuzfahrtdirektor David Wilms erzählt habe wissen wohl nur er und das Meer... 
 
Temperaturen bis 22°C, sonnig
Auf Reede: Celebrity Constellation, Silver Wind, Celestyal Olympia
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02.05.2016 – Rhodos / Griechenland

Gegen 8 Uhr erreichte die Europa 2 den Hafen von Rhodos, da lag ich aber noch in meinem bequemen Bett und konnte mich so gar nicht aufraffen, dieses zu verlassen. Es war auch keine Eile angesagt, wir hatten keine großartigen Pläne für den Tag, lediglich am Nachmittag wollten wir ein bisschen von Bord und die Stadt erkunden. Das Wetter war auch nicht wirklich berauschend und wir ließen es erst mal ganz ruhig angehen und suchten am Vormittag zunächst die Landgangberaterin im Foyer auf, um ein paar zusätzliche Tipps zu den allgemeinen, detaillierten Hafeninformationen, die wir auf die Suite bekommen hatten, zu erhalten. Außerdem erkundigten wir uns an der Rezeption wegen einer Reservierung im Sushi-Restaurant „Sakura“ für den Abend. Kurz vor 10 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in den Yacht Club, wo es an diesem Morgen Frühstück bis 10.30 Uhr gab. Mehr als genug Zeit also, um den Magen bis Anschlag zu füllen, u.a. mit dem besten Egg Benedict meines Lebens. Nach einem kurzen Verdauungsrundgang im Anschluss steuerten wir die Sansibar an, wo wir theoretisch noch das Frühstück für Spätaufsteher (bis 14 Uhr!!!) hätten testen können. Da wir aber vorerst satt waren gönnten wir uns lediglich zur Feier des Tages einen Spritz. (Was gab es eigentlich zu feiern? Ach ja, wir waren auf Kreuzfahrt!) Und natürlich galt es endlich einen Plan für den weiteren Tag zu machen.
Wieder zurück in unserer Suite erfuhren wir, dass es mit der Reservierung im Sakura für den Abend geklappt hatte und nach ein wenig Relaxing und dem Studium des Tablets, entschlossen wir uns gegen 13 Uhr zum Mittagessen ins asiatische Spezialitätenrestaurant „Elements“ zu gehen. (Mittags braucht man in den Spezialitätenrestaurants im Gegensatz zu abends keine Reservierung.) Es war wenig bis gar nichts los und wir bekamen prompt einen Tisch für zwei am Fenster. Bei einem leckeren fruchtigen Cocktail (ohne Alkohol) und einem Jasmintee studierten wir die umfangreiche Karte, die Köstlichkeiten quer durch Asien von Indien über Vietnam bis China anbot. Ich hielt mich zurück und wählte lediglich „Tatar von Langostinos und Shrimps im Reisblatt auf süß-saurer Ananas“ und die Spezialität des Hauses „Som Tam“ - Karotten und Papayastreifen mit Hummer in Tamarindendressing – eigentlich eine Vorspeise, aber man bot mir an, es als Hauptgang zuzubereiten. Wo die den riesigen Hummer gefunden hatten blieb mir letztendlich ein Rätsel. 


 
Gegen 14.30 Uhr gingen wir gut gestärkt von Bord, um die Stadt Rhodos auf der gleichnamigen Insel zu erkunden. Unser Liegeplatz war lediglich ca. 500 m vom Tor zur Altstadt entfernt – feine Sache! So marschierten wir ohne großartigen Plan einfach los und stürzten uns ins Getümmel. Zu diesem Zeitpunkt waren wir das einzige Kreuzfahrtschiff im Hafen, trotzdem war ganz schön was los. Begeisterungsstürme lösten die ersten Eindrücke bei mir nicht aus – Plunderläden und Fresstempel reihten sich aneinander und alle paar Schritte versuchte jemand, uns in sein Geschäft bzw. Lokal zu locken. Ich war etwas enttäuscht, hatte ich mir doch von der Altstadt, die immerhin seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, etwas mehr erwartet. Am liebsten hätte ich kehrtgemacht, dennoch gingen wir weiter und entdeckten, nachdem wir den „Kommerzscheiß“ hinter uns gelassen hatten, kleine Gassen mit wunderschönen alten Gebäuden und interessanten Hinterhöfen, die wie geschaffen zum Fotografieren waren. Dank Geralds lautstarken Tipps hatte ich am Ende sogar ein paar Verfolger, die Gefallen an unserer Motivauswahl gefunden hatten. Zwei Stunden lang spazierten wir durch die Stadt und außen an der Stadtmauer entlang herum, bewunderten die beeindruckenden Gebäude, die vielen Mauern und Tore und hätten uns am liebsten der „Salafisten-Party“ in einem der Stadtgräben angeschlossen. Höhöhöhö! Leider war der Himmel ziemlich bedeckt, mit ein bisschen Sonne wäre das Ganze sicher noch schöner gewesen. Aber auch so hatten wir einen tollen Nachmittag, wobei Gerald nach dem langen Marsch am Ende doch froh war, als wir den Souvenirladen im Hafengelände erreichten und er sich dort endlich hin setzen konnte. Auch mir taten die Beine weh und das Mythos zischte nur so in mich rein. Nach einer kleinen Pause, bei der Gerald zwar kein freies WLAN fand, dafür aber ein uraltes Moped (Zündkerze!!) bewundern konnte, gingen wir wieder zurück an Bord. 



 
Ich machte es mir erst einmal mit einer Saftschorle auf dem Balkon gemütlich (so eine kostenlose Minibar ist echt eine feine Sache), verdrückte ein paar Trauben (das berühmte Gerippe wurde natürlich täglich ersetzt) und ließ meine Gedanken schweifen. Ich konnte irgendwie immer noch gar nicht so richtig begreifen, was ich hier gerade erleben durfte. Das Schiff, das Essen und v.a. die Crew waren einfach der Hammer! So etwas hatte ich noch nie erlebt und ich war glücklich und dankbar an Bord sein zu dürfen. Gerald hatte inzwischen einen Termin mit Herrn Wilms wegen unserer Zeremonie und zockte ansonsten ein bisschen (so ein Tablet ist eine feine Sache für den Gatten). Gegen 18.30 Uhr näherte sich ein Kreuzfahrtschiff dem Hafen, dass ich als „Golden Iris“ der Reederei Mano Maritime identifizierte. War mir bis dato unbekannt und sah auch nicht so aus, als würde ich damit fahren wollen. Trotzdem war es interessant zu beobachten wie die Golden Iris anlegte und als dann ein Metalldetektor vor dem Ausgang aufgebaut wurde konnten wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. (Den Metalldetektor auf der Europa 2 sah ich während unserer gesamten Fahrt kein einziges Mal in Betrieb.)
Wir hatten ja für den Abend eine Reservierung im Sushi-Restaurant Sakura und so machten wir uns nach 19 Uhr gemütlich auf den Weg auf Deck 9, wo das Sakura direkt an den Yacht Club anschließt. Bei meiner Recherche im Vorfeld der Reise hatte ich herausgefunden, dass bei einer Reservierung in den Spezialitäten-Restaurants der Tisch den ganzen Abend frei gehalten wird und es egal ist, wann man nun genau aufschlägt, daher hatten wir auch keine Eile. (Verdammt, die festen Tischzeiten bei Costa vermisste ich schön langsam so gar nicht mehr!) Das Essen war natürlich einfach nur noch köstlich, auch wenn ich bis zu diesem Tag nicht wirklich ein großer Fan der japanischen Küche gewesen war und mich die Speisekarte zunächst überfordert hatte. Jetzt muss ich sagen, dass Seegrassalat sehr lecker ist – er schmeckt mir definitiv besser als „unser“ Salat – und roher Fisch ist besser als es sich anhört. Mein Lachs-Sashimi war jedenfalls zum Reinwerfen! Kleine Kuriosität am Rande: Warum mussten andere Gäste ihre schriftliche Reservierungsbestätigung vorzeigen und wir nicht? Und noch eine kleine Notiz an mich: Wenn man Ingwer mit Wasabi isst, braucht man sich nicht über den Funkenflug wundern. 


 
Weil so ein bisschen Gras und Fisch (und das andere Zeug, von dem ich keine Ahnung mehr habe, was es war) natürlich nicht satt macht, aber hauptsächlich weil wir verrückt sind und es von vornherein so geplant hatten, gingen wir danach noch in den Yacht Club und gönnten uns ein paar „Kleinigkeiten“ vom Meeresfrüchtebuffet. Dafür ist übrigens im vollsten Magen auch noch Platz!
Später brachten wir meine Kamera auf die Suite und ich kam auch noch auf die Idee, vom Balkon aus ein paar Fotos (und beknackte Selfies) zu machen. Dabei konnten wir ein paar Passagiere der Golden Iris beobachten, die wohl auf die Europa 2 wollten – aber: Du kommst hier nicht rein! Hähähähä! Und nachdem die Nacht noch jung war und wir keinen konkreten Plan für den nächsten Tag hatten stand dann logischerweise noch ein Besuch in der Sansibar auf dem Programm. Wir hätten natürlich auch ins Theater zur Tanzshow „Let's dance!“ mit dem Tanzensemble Ispasión gehen können, aber das interessierte uns dann doch nicht wirklich. Dafür wurde es in der Sansibar so richtig lustig und „getanzt“ wurde auch – jedenfalls versuchte ich angestiftet von unserer neuen „Freundin“ Ramona so etwas Ähnliches. (Wie war das mit I don't dance und Kreuzfahrtschiff?...) Spaß hatten wir auf alle Fälle, nur leider musste Ramona vorzeitig abbrechen, und weil ich ja ein netter Mensch bin (und im Gegensatz zu ihr noch einen Plan hatte und gehen konnte) geleitete ich sie zu ihrer Suite. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass man auf der Europa 2 nicht verhungern muss? Das stimmt wirklich! Sicherheitshalber werden nämlich gegen Mitternacht in der Sansibar noch Leckereien wie Currywurst und Flammkuchen gereicht. Passt eigentlich auch immer noch rein.
Um 3 Uhr in der Früh beendete ich schließlich den „Abend“ mit einem Pilschen auf dem Balkon (Minibar rulez!) und konnte es natürlich nicht lassen, den vorbeiziehenden Passagieren der Golden Iris ein fröhliches „Yamas!“ zuzurufen. Die freuten sich oder waren auch besoffen... aber wen interessiert das schon. 
 
Temperaturen bis 20°C, wolkig
Im Hafen: Golden Iris
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Fortsetzung folgt...